Im Keller: Grüner Veltliner Alte Reben 2015

Fellini des Weinviertels.

(c) Beigestellt

Friedrich Rieder ist was man für gewöhnlich eine „Type“ nennt. Er ist also ein sehr redseliger und expressiver Mensch. „Ich liebe Fellini“, sagt er. Und genau so sind auch seine Weine. Das Weingut Weinrieder aus Poysdorf im Weinviertel, das steht für das volle Leben. Üppig, reif, sinnlich und niemals uniform. Und einmal im Jahr gibt „Weinrieder“ so richtig Vollgas. „Weinrieder extrem“ lautet das dreitägige Spektakel am Weingut. Zu sagen: „Es ist mittlerweile legendär“, ist etwas untertrieben. „Mir geht es dabei vor allem, meine Eitelkeit zu befriedigen“, sagt der Winzer. Von 2. bis 4. September wird‘s also wieder extrem. Zum Aufwärmen empfehle ich den Grünen Veltliner Alte Reben 2015. Gleich vorweg: Es ist kein Wein für heiße Tage, kein Sommerwein. Rieder empfiehlt ein Burgunderglas und viel Zeit. Und vor allem sollte man dazu gut essen. Weinrieders Weine gelten als hervorragende Speisenbegleiter. Allen voran die Lagenreserve Kugler, ein Weißburgunder mit tollem Reifepotenzial. 80 Prozent seiner Weine gehen übrigens in den Export, erzählt Rieder. Auch ein bisschen extrem. Aber so ist er nun einmal.

Weingut Weinrieder, Grüner Veltliner Alte Reben 2015, 12,90, ab Hof, www.weinrieder.at

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