Im Keller: „Der Junge 2017“

Jungwein.

(c) Beigestellt

Jetzt ist das mit dem jungen Wein ja so eine Sache. Seit Donnerstag gibt es ­wieder den Beaujolais Nouveau. Meiner Meinung nach ist das ja Kulturbolschewismus auf Französisch. Aber zum 100-Jahr-Jubiläum der Oktoberrevolution, die bekanntlich im November war, passt der Wein wunderbar. Den Beaujolais Nouveau gibt es übrigens seit 1951. Eine typisch französische Erfindung. Eigentlich durfte der neue Wein erst ab 15. Dezember in den Handel kommen, weil aber der Durst oder die Gier größer war, hat man halt eine Ausnahme gemacht.

Und die ist mittlerweile die Regel. Aber wer braucht schon einen Beaujolais, wir haben genügend und bessere Alternativen. „Der Junge“ von den Burgundermachern ist so eine. Jedes Jahr machen acht Winzer aus der Thermenregion ihren Primeur. Ein leichter, fruchtiger Rotwein. St. Laurent und Pinot Noir dominieren - es heißt ja nicht umsonst Burgundermacher. Der Wein sollte eher gut temperiert getrunken werden. Jungwein wird ja bekanntlich traditionell zum Martinigansl kredenzt. Muss aber nicht sein. Jungwein passt auch wunderbar zu Jungschwein und zur Wildsau sowieso.

Die Burgundermacher, „Der Junge 2017“, 5,80 Euro ab Hof, www.dieburgundermacher.at

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