Im Keller: Weißer Zweigelt

Würzig, spritzig, leicht.

(c) Beigestellt

„Das ist kein Rosé“, sagt Franz Ilkerl junior freundlich, und damit ist die Sache natürlich erledigt. Ich habe nämlich seinen „Zweigelt weiß 2016“ getrunken. Und normalerweise sind diese leichten, würzigen Sommerweine um diese Zeit schon etwas vergilbt – also im übertragenen Sinne vergilbt. Sein weißer Zweigelt ist noch immer ziemlich lässig drauf, würzig, spritzig, leicht. Nur ist er halt nicht weiß – sondern rosarot. Denn bei sehr reifen Jahrgängen wie dem 2016er kann man die Trauben noch so schonend und flink pressen, der Saft wird nicht weißer. „Der 2017er wird weißer“, sagt Ilkerl. Er bewirtschaftet in dem 1694 gegründeten Familienweingut in Rehberg bei Krems immerhin 14 Hektar. Rund die Hälfte des Weins wird im eigenen Heurigen oder im Gästehaus verkauft. Die andere Hälfte geht an die Gastronomie in der Region und in den Handel. Mittlerweile exportiert Ilkerl seine Weine. Den „Zweigelt weiß“ gibt es erst seit fünf Jahren, aber er habe längst eine treue Fangemeinde, erzählt der junge Winzer. Es muss schließlich nicht immer Grüner Veltliner und Riesling sein. Hauptsache weiß.

Weingut Ilkerl, „Zweigelt weiß 2016“, kostet 6,20 Euro ab Hof, www.ilkerl.com

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