Im Keller: Roceno Grecanico 2016

Südliche Träume.

(c) Beigestellt

Wann er denn endlich allein in der Früh in die Volksschule geht, habe ich meinen Jüngsten gefragt. „Wenn‘s wieder wärmer ist“, hat er gesagt. „Kein Ende in Sicht“, würden die Toten Hosen singen. Wie zum Trost flatterten mir wenig später ein paar „Südliche Träume“ ins Haus. Sie kamen von Philipp Geymüllers Abothek. Jeden Monat schickt er seinen Abonnenten drei Flaschen Wein. Im Jänner waren drei Sizilianer im Abo-Kistl. Ja, und tatsächlich wirken die wie ein psychologischer Heizstrahler.

„Auf die Weine brachte mich eine sizilianische Freundin, die in Wien lebt“, erzählt Geymüller. Und damit wären wir beim „Roceno Grecanico 2016“ von der Genossenschaft Sibiliana, die westlich von Palermo liegt. Ein Weißwein, der alle Klischees von südlichen Schwerenötern widerlegt. Leicht, knackig, frisch, mit feinem Duft nach Melone und Apfel. Ein lässiger Tischwein. Ich habe ihn zum Salat getrunken, von dem ich mich aktuell vorwiegend ernähre. Meine Frau meint, ich würde früher in den Smoking passen, wenn ich den Wein wegließe. „Bei der kurzen Ballsaison muss man‘s nicht übertreiben“, antworte ich und versinke in südliche Träume.

Sibiliana, „Roceno Grecanico 2016“, kostet neun  Euro bei www.abothek.at

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