Im Keller: Grüner Veltliner Vogelsang 2017

Schönes Volumen und dem Jahrgang zum Trotz eine gute Säure.

(c) Beigestellt

Wenn Herbert Zillinger über seinen 2017er „Grünen Veltliner Ried Vogelsang" erzählt, muss er weit ausholen. Weil 2017 war speziell. „Das war das ­trockenste Jahr, das ich bisher erleben musste", sagt er. Und damit es knifflig wird, hat er in diesem Jahr seinen Betrieb auf biodynamisch umgestellt. Na ja, und weil die Ried Vogelsang ohnehin zu den kargsten Lagen zählt, wurde es in dem extrem heißen, trockenen Jahr ein richtiger Krimi. Bewässern kommt für den Winzer nicht in Frage. Und deshalb trinkt sich der Veltliner spannend, raffiniert und überraschend. Ein Wein wie ein guter ­Krimi. „Ich mag so karge, straffe Veltliner", sagt der Winzer aus Ebenthal im Weinviertel. Wiewohl: So schmeckt der Wein nicht. Schönes Volumen und dem Jahrgang zum Trotz eine gute Säure. „Da steckt auch viel Arbeit im Weingarten drin", sagt der Winzer. Der Veltliner reifte im großen Holzfass, lag ein Jahr auf der Hefe und wurde unfiltriert abgefüllt. Einer der besten Weinviertler Veltliner, die ich seit Langem getrunken habe.

Zillinger, „Grüner Veltliner Vogelsang 2017", 21 Euro bei www.wagners-weinshop.com

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