Mein neuer alter Nachname

Vor viereinhalb Jahren nahm ich bei unserer Hochzeit den Familiennamen meines Mannes an. Aber ich konnte mich einfach nicht daran gewöhnen. Bei den wichtigen Dingen muss man kompromisslos sein, fand ich – und stellte fest, dass es ziemlich leicht ist, den Geburtsnamen wieder zurückzubekommen.

Ein Familienname ist viel mehr als ein paar aneinandergereihte Buchstaben, findet „Presse“- Redakteurin Jeannine Hierländer.
Ein Familienname ist viel mehr als ein paar aneinandergereihte Buchstaben, findet „Presse“- Redakteurin Jeannine Hierländer.
Ein Familienname ist viel mehr als ein paar aneinandergereihte Buchstaben, findet „Presse“- Redakteurin Jeannine Hierländer. – Clemens Fabry

Am Ende war es einfach: Drei Amtswege, ein Formular und 53 Euro später hatte ich meinen alten Nachnamen zurück. Und trotzdem fühlte er sich irgendwie neu an. Schließlich hatte ich ihn gut vier Jahre lang nicht getragen. Und fast die ganze Zeit über schmerzlich vermisst. Im August 2014 hatte ich bei unserer Hochzeit den Namen meines Mannes angenommen. Ich fand das romantisch, und das tue ich heute noch. Vor allem, wenn ein Kind unterwegs ist, finde ich die Vorstellung, dass alle den gleichen Familiennamen tragen, schön. Trotzdem würde ich mich heute anders entscheiden.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.02.2019)

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