#KuToo: Japanische Frauen starten Petition gegen High-Heels

Hohe Schuhe zu tragen ist als Frau bei vielen Jobs in Japan ein Muss. Eine Petition will sich gegen diese Diskriminierung und Frauenfeindlichkeit wehren.

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JAPAN-WOMEN-SOCIAL-GENDER – (c) APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU (CHARLY TRIBALLEAU)

High Heels zu tragen ist geradezu obligatorisch, wenn man in Japan auf Jobsuche ist. Gegen diese de-facto-Anforderung kämpft nun eine Gruppe Japanerinnen, die eine Petition gegen diese Praxis eingebracht haben, wie der „Guardian“ berichtet.

Die #KuToo-Kampagne - ein Wortspiel aus dem Japanischen kutsu für Schuhe und kutsuu für Schmerz - wurde von Schauspielerin und Autorin Yumi Ishikawa ins Leben gerufen. Gefordert wird ein Gesetz, das Arbeitgebern verbietet, Frauen dazu zu zwingen, hohe Schuhe zu tragen, da dies sexueller Diskriminierung und Belästigung gleichkomme.

Auf die Idee der Kampagne kam Ishikawa, als sie sich Anfang des Jahres für einen Job im Hotel bewarb und dort High Heels tragen musste. Ein Tweet, in dem sie sich darüber beschwerte, verbreitete sich viral. Der Fall zeige das tief greifende Problem der Frauenfeindlichkeit in Japan, meinen Experten.

Einen ganz ähnlichen Fall gab es in Großbritannien. Mehr als 150.000 Personen unterschrieben die Petition der Rezeptionistin Nicola Thorp, die nach Hause geschickt wurde, weil sie in flachen Schuhen zur Arbeit erschien. Auch beim Filmfestival in Cannes wurde einer Dame der Eintritt verwehrt, weil sie flache Schuhe trug. Der Protest von Julia Roberts, die im nächsten Jahr barfuß erschien, änderte nichts am Dresscode.

>> Bericht des „Guardian"

(chrile )

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