Magermodels: Wie dünn ist zu dünn?

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Wie dünn ist zu dünn? Diese Frage stellt man sich mitunter, wenn man die Models auf den Laufstegen der Modewochen betrachtet, die jetzt in New York gestartet sind.

Aber auch abseits davon, wird in Deutschland von Vertretern der CDU und SPD jetzt darüber diskutiert, dem Schlankheitswahn mit Gesetzen entgegenzuwirken.

(c) imago/Starface (Guy Marineau/Starface)
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"Size-Zero-Models gaukeln ein Ideal vor, das weder ästhetisch noch gesund ist – mit gefährlichen Langzeitschäden für Körper und Seele bis hin zum Tod", meint die Deutsche Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer im Interview mit dem "Spiegel".

(c) REUTERS (Lucas Jackson)
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Mit dieser Regelung will man vor allem auch gegen Magersucht vorgehen, wie SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach dem „Spiegel“ erklärt. "Wir brauchen eine gesetzliche Regelung zum Schutz vor Magersucht." Denn Magersucht sei eine der Krankheiten mit der höchsten Sterblichkeitsrate für junge Frauen.

(c) imago/Starface (Guy Marineau/Starface)
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Wie eine Regelung im Detail aussehen soll, ist noch unklar. Als Vorbild gilt aber Frankreich, wo es seit einigen Monaten klare Gesetze gibt. Models dürfen nur mit Bestätigung des Arztes und nötigem BMI arbeiten, außerdem müssen retuschierte Werbekampagnen gekennzeichnet sein.

(c) REUTERS (Charles Platiau)
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Denn vor allem in Paris, der Modemetropole schlechthin, sind immer wieder extrem schlanke Models zu sehen. Dabei drohen Strafen bis zu 6 Monaten Haft oder 75.000 Euro.

(c) imago/Starface (Guy Marineau/Starface)
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Ein Umdenken scheint auch in der Modeindustrie immer mehr im Trend zu liegen. Im September 2017 eigneten sich die beiden Luxuskonzerne Kering und LMVH, zu denen bekannte Modemarken wie Gucci, Saint Laurent oder Dior gehören, auf eine "Charta für das Wohlbefinden von Models".

(c) imago/Starface (Guy Marineau/Starface)
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Models unter 16 Jahren dürfen für die Marken nicht mehr bei Fotoaufnahmen oder Modeshows posieren (außer für Kindermode). Besonders kleine Konfektionsgrößen für Frauen und Männer sollen wegfallen.

(c) imago/Starface (Guy Marineau/Starface)
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Wie dünn ist zu dünn? ist dabei aber eine Frage, die in der Modeindustrie ganz anders beantwortet wird als anderswo. Hier gelten andere Maßstäbe. Zarte Körper und spindeldürre Beine gehören hier zum Schönheitsideal.

(c) imago/Starface (Guy Marineau/Starface)
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Auch wenn Plus Size Models wie Ashley Graham schon die Mainstream-Laufstege erreicht haben, kann das wohl mehr als Kosmetik angesehen werden. Die wenigsten Models tragen überschüssige Kilos mit sich herum.

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