Jil Sander fordert mehr Respekt für Models

"Models sollten sich sicher sein, dass ihre Privatsphäre geschützt ist, wenn sie sich für diesen Beruf entscheiden", meint die 74-jährige Designerin.

(c) APA/AFP/KAZUHIRO NOGI (KAZUHIRO NOGI)

Die Modedesignerin Jil Sander hat angesichts der #MeToo-Debatte um sexuelle Übergriffe auf Frauen mehr Respekt für Models gefordert. "Wir sollten nicht überreagieren, aber Models sollten sich sicher sein, dass ihre Privatsphäre geschützt ist, wenn sie sich für diesen Beruf entscheiden", erklärte Sander.

Sie sei beunruhigt über die Berichte aus Hollywood oder der Modebranche. "Es sollte möglich sein, respektvoll mit Models umzugehen, auch wenn es um den Körper geht."

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Fehlende Qualität

Mit den aktuellen Modeströmungen zeigte sich die auch als "Königin des Weglassens" bezeichnete 74-Jährige zufrieden. "Im Allgemeinen bin ich froh, dass das Overdressen nicht mehr beliebt ist." Was allerdings häufig fehle, sei Qualität, denn die Unterschiede bei guten Stoffen seien zu sehen. "Und es muss kein teurer sein", erklärte Sander.

Ob Sander, die zuletzt 2014 eine neue Kollektion entwarf, noch einmal mit eigenen Entwürfen zurückkehrt, ließ sie offen. Sie beschäftige sich noch immer "sehr" mit zeitgenössischer Kunst, was immer eine wichtige Quelle für ihre Ideen gewesen sei. "Es gibt auch konkretere Projekte, aber es ist zu früh, um darüber zu sprechen."

(APA/AFP)

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