85 Jahre

Sein Leben in Bildern

Der Modezar starb im Alter von 85 Jahren. Er schrieb Modegeschichte, machte sich selbst zur Marke und eckte mit spitzer Zunge an.

Karl Otto Lagerfeld, am 10. September 1933 in Hamburg geboren, begann seine Karriere Mitte der 1950er-Jahre in Paris, wo er bei Balmain, Patou, Chloé und anderen Modefirmen beschäftigt war. Am 19.2.2019 verstarb er im Alter von 85 Jahren in Paris.

Im Bild: 1954 gewann er den Modewettbewerb des Internationalen Wollsekretariats für den Entwurf eines Mantels. Daraufhin wurde er als Assistent von Pierre Balmain engagiert.

 

 

(c) Getty Images (Keystone)

Als Sohn des Hamburger Kondensmilch-Fabrikanten (Glücksklee-Milch GmbH) Otto Lagerfeld und dessen Frau Elisabeth wuchs er in wohlhabenden Verhältnissen auf.

Sein Geburtsjahr gab er jahrelang als 1938 an, später als 1935. Tatsächlich veröffentlichte die "Bild am Sonntag" 2008 einen Auszug des kirchlichen Taufregisters Hamburg: Lagerfeld wurde 1933 geboren.

(c) Getty Images (Keystone)

Karl Lagerfeld 1973 inmitten von Models mit einer Auszeichnung in der Hand.

(c) APA/dpa/Willi Bertram (Willi Bertram)

Von 1963 bis 1978 ist Lagerfeld künstlerischer Leiter bei Chloe, dann ab 1992 noch einmal für fünf Jahre. Seit 1965 war er Damenmoden-Designer bei Fendi, 1983 schlüpfte er in seine wohl bekannteste Rolle: Die des Chanel-Designers. Er revitalisiere das französischen Modehaus und verhalf ihm zum Aufstieg zu einem internationalen Milliardenkonzern. Die Inszenierungen seiner Modeschauen war legendär.

(c) Paolo Cocco

Von 1980 bis 1984 war Lagerfeld der erste in einer ganzen Reihe an Modeschöpfern, die als Gastprofessor der Modeklasse an der Universität für angewandte Kunst Wien unterrichteten.

 

(c) Stringer .

Auch eine Métiers d'Arts Kollektion hat Österreich-Bezug: 2014 zeigte er seine Entwürfe in Salzburg im Schloss Leopoldskron (hier mit Model Cara Delevingne).

(c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)

1985 wird der Modezar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, 25 Jahre später wird er Kommandeur der französischen Ehrenlegion.

(c) APA/AFP/POOL/JACKY NAEGELEN (JACKY NAEGELEN)

Karl Lagerfeld gilt als Entdecker vieler Supermodels der 90er-Jahre. Das deutsche Model Claudia Schiffer war jahrelang seine Muse.

(c) Peter Mueller

Karl Lagerfeld designte im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere Kapselkollektonen für unzählige Unternehmen. 2004 erregte er mit einer Kooperation mit der schwedischen Textilkette H&M großes Aufsehen. Auch hier war er Vorreiter, mittlerweile haben unzählige Labels für den Fast-Fashion-Riesen designt, darunter auch Stella McCartney, Victor & Rolf, Versace oder Marni.

(c) Getty Images (Sean Gallup)

Neben der Mode war Lagerfelds Leidenschaft ab 1987 auch die Fotografie. Er fotografierte nicht nur die Chanel-Kampagnen selbst, sondern auch Werbekampagnen für Marken wie Dom Pérignon oder Volkswagen.

(c) REUTERS (Benoit Tessier)

Karl Lagerfeld war jahrzehntelang sehr eng mit Caroline von Monaco befreundet. Sein Privatvermögen wird auf 350 Millionen Euro geschätzt.

REUTERS (Eric Gaillard)

Der Modezar liebte Bücher. Seine Privatbibliothek umfasste nach eigenen Angaben 300.000 Bücher. Er hatte Häuser in Paris, Monte Carlo, Biarritz, Rom, Vermont und New York.

(c) REUTERS (Ralph Orlowski)

Seit dem Tod seines Lebensgefährten Jacques de Bascher 1989 bevorzugte Karl Lagerfeld, alleine zu wohnen. Einmal abgesehen von seiner Katze Choupette, die nicht nur auf unzähligen Artikel seiner Modemarke Karl abgebildet wurde, sondern auch einen eignen Twitter-Account hat.

(c) APA/dpa-Zentralbild/Jens Kalaene (Jens Kalaene)

Mit seiner scharfen Zunge stand Karl Lagerfeld immer wieder in der Kritik. Und das nicht nur wegen Aussagen wie "Wer Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren."

 

(c) Stringer .

2017 bezeichnete er im französischen Fernsehen muslimische Flüchtlinge als "schlimmste Feinde der Juden". 2018 ließ er über das Wochenmagazin Le Point ausrichten, er "hasse" Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Flüchtlingspolitik.

(c) Stringer .

Karl Lagerfeld machte sich selbst zur Marke. Der weiß gepuderte Pferdeschwanz, den er seit 1976 trug, wurde sein Markenzeichen. Ebenso wie seine Brille, zwischendurch ein Fächer und in den letzten Jahren Autofahrerhandschuhe und weiße Hemden mit Vatermörder-Kragen. 

(c) APA/AFP/PIERRE VERDY (PIERRE VERDY)

Seine Mode war elegant, minimalistisch und innovativ. Unvergesslich sind das kleine Chanel-Jäckchen, die tiefen Rücken-Dekolletes, seine Wollmäntel mit Gürtelschließe am Kragen. Lagerfeld hat klassische Formen erneuert und "Looks" geschaffen.

Im Bild: Karl Lagerfeld bei seiner ersten Chanel-Show 1983.

(c) APA/AFP/PIERRE GUILLAUD (PIERRE GUILLAUD)
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Karl Otto Lagerfeld, am 10. September 1933 in Hamburg geboren, begann seine Karriere Mitte der 1950er-Jahre in Paris, wo er bei Balmain, Patou, Chloé und anderen Modefirmen beschäftigt war. Am 19.2.2019 verstarb er im Alter von 85 Jahren in Paris.

Im Bild: 1954 gewann er den Modewettbewerb des Internationalen Wollsekretariats für den Entwurf eines Mantels. Daraufhin wurde er als Assistent von Pierre Balmain engagiert.

 

 

(c) Getty Images (Keystone)

Als Sohn des Hamburger Kondensmilch-Fabrikanten (Glücksklee-Milch GmbH) Otto Lagerfeld und dessen Frau Elisabeth wuchs er in wohlhabenden Verhältnissen auf.

Sein Geburtsjahr gab er jahrelang als 1938 an, später als 1935. Tatsächlich veröffentlichte die "Bild am Sonntag" 2008 einen Auszug des kirchlichen Taufregisters Hamburg: Lagerfeld wurde 1933 geboren.

(c) Getty Images (Keystone)

Karl Lagerfeld 1973 inmitten von Models mit einer Auszeichnung in der Hand.

(c) APA/dpa/Willi Bertram (Willi Bertram)

Von 1963 bis 1978 ist Lagerfeld künstlerischer Leiter bei Chloe, dann ab 1992 noch einmal für fünf Jahre. Seit 1965 war er Damenmoden-Designer bei Fendi, 1983 schlüpfte er in seine wohl bekannteste Rolle: Die des Chanel-Designers. Er revitalisiere das französischen Modehaus und verhalf ihm zum Aufstieg zu einem internationalen Milliardenkonzern. Die Inszenierungen seiner Modeschauen war legendär.

(c) Paolo Cocco

Von 1980 bis 1984 war Lagerfeld der erste in einer ganzen Reihe an Modeschöpfern, die als Gastprofessor der Modeklasse an der Universität für angewandte Kunst Wien unterrichteten.

 

(c) Stringer .

Auch eine Métiers d'Arts Kollektion hat Österreich-Bezug: 2014 zeigte er seine Entwürfe in Salzburg im Schloss Leopoldskron (hier mit Model Cara Delevingne).

(c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)

1985 wird der Modezar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, 25 Jahre später wird er Kommandeur der französischen Ehrenlegion.

(c) APA/AFP/POOL/JACKY NAEGELEN (JACKY NAEGELEN)

Karl Lagerfeld gilt als Entdecker vieler Supermodels der 90er-Jahre. Das deutsche Model Claudia Schiffer war jahrelang seine Muse.

(c) Peter Mueller

Karl Lagerfeld designte im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere Kapselkollektonen für unzählige Unternehmen. 2004 erregte er mit einer Kooperation mit der schwedischen Textilkette H&M großes Aufsehen. Auch hier war er Vorreiter, mittlerweile haben unzählige Labels für den Fast-Fashion-Riesen designt, darunter auch Stella McCartney, Victor & Rolf, Versace oder Marni.

(c) Getty Images (Sean Gallup)

Neben der Mode war Lagerfelds Leidenschaft ab 1987 auch die Fotografie. Er fotografierte nicht nur die Chanel-Kampagnen selbst, sondern auch Werbekampagnen für Marken wie Dom Pérignon oder Volkswagen.

(c) REUTERS (Benoit Tessier)

Karl Lagerfeld war jahrzehntelang sehr eng mit Caroline von Monaco befreundet. Sein Privatvermögen wird auf 350 Millionen Euro geschätzt.

REUTERS (Eric Gaillard)

Der Modezar liebte Bücher. Seine Privatbibliothek umfasste nach eigenen Angaben 300.000 Bücher. Er hatte Häuser in Paris, Monte Carlo, Biarritz, Rom, Vermont und New York.

(c) REUTERS (Ralph Orlowski)

Seit dem Tod seines Lebensgefährten Jacques de Bascher 1989 bevorzugte Karl Lagerfeld, alleine zu wohnen. Einmal abgesehen von seiner Katze Choupette, die nicht nur auf unzähligen Artikel seiner Modemarke Karl abgebildet wurde, sondern auch einen eignen Twitter-Account hat.

(c) APA/dpa-Zentralbild/Jens Kalaene (Jens Kalaene)

Mit seiner scharfen Zunge stand Karl Lagerfeld immer wieder in der Kritik. Und das nicht nur wegen Aussagen wie "Wer Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren."

 

(c) Stringer .

2017 bezeichnete er im französischen Fernsehen muslimische Flüchtlinge als "schlimmste Feinde der Juden". 2018 ließ er über das Wochenmagazin Le Point ausrichten, er "hasse" Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Flüchtlingspolitik.

(c) Stringer .

Karl Lagerfeld machte sich selbst zur Marke. Der weiß gepuderte Pferdeschwanz, den er seit 1976 trug, wurde sein Markenzeichen. Ebenso wie seine Brille, zwischendurch ein Fächer und in den letzten Jahren Autofahrerhandschuhe und weiße Hemden mit Vatermörder-Kragen. 

(c) APA/AFP/PIERRE VERDY (PIERRE VERDY)

Seine Mode war elegant, minimalistisch und innovativ. Unvergesslich sind das kleine Chanel-Jäckchen, die tiefen Rücken-Dekolletes, seine Wollmäntel mit Gürtelschließe am Kragen. Lagerfeld hat klassische Formen erneuert und "Looks" geschaffen.

Im Bild: Karl Lagerfeld bei seiner ersten Chanel-Show 1983.

(c) APA/AFP/PIERRE GUILLAUD (PIERRE GUILLAUD)
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