"Vogue" parodiert sich selbst

Die portugiesische Ausgabe der Modebibel hat nicht nur Topmodel Irina Shayk, sondern auch die australische Komikerin Celeste Barber auf dem Cover.

Vogue

So viel Sinn für Humor hätte man der "Vogue" gar nicht zugetraut. Der portugiesische Ableger des Modemagazins hat in seiner neuesten Ausgabe nämlich gleich zwei Coverbilder veröffentlicht. Zum einen ganz klassisch das Model Irina Shayk, zum anderen eine Frau, die für ihre modischen Persiflagen bekannt ist: Celeste Barber.

Geplant war das nicht, ursprünglich sollte nur das russische Model, Ex-Freundin von Bradley Cooper, aufs Cover. Die australische Komikerin sollte lediglich in einem Video das tun, was sie am besten tut, nämlich Stars und Models parodieren. Ihre humoristische Nachahmung war dann aber so treffend, dass sie tatsächlich auch auf den Titel kam. Und damit wohl auch gleich ein neues Accessoire zum Trend macht: Kaffeedeckel als Ohrringe.

Mode mit Augenzwinkern

Lächelnde Models auf den Covern, in Modestrecken oder auf dem Laufsteg sind nach wie vor die Ausnahme. Perfektion darf man schließlich nicht auf die leichte Schulter nehmen, so scheint es zumindest. Wobei Ironie und ein gewisses Augenzwinkern in der Mode seit einiger Zeit stark im Trend liegt. Man denke nur an die Plastikschuhe Crocs, die Demna Gvasalia für Balenciaga bei der Pariser Modewoche über den Laufsteg schickte.

Den Grund, warum diese Produkte derart erfolgreich sind, sieht Alex Rakestraw von der Onlineplattform Highsnobiety vor allem in der Internetkultur der Memes – Webphänomene, die sich viral verbreiten. Und die Gvasalia wie kein anderer versteht und beherrscht. „Im Kampf um die Zuschauer und Shares auf Social Media hat das Ködern mit Memes – affektiert, lächerlich und zu 100 Prozent pure Ironie – gewonnen“, schreibt er.

Und Aufmerksamkeit ist schließlich das Wichtigste und führt ganz nebenbei dazu, dass Mode wieder mehr Spaß macht.

(chrile )

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