Ein (Ehe-)Paar für Jil Sander

Lucie und Luke Meier übernehmen zusammen die kreative Leitung bei Jil Sander. Lucie Meier arbeitete zuvor für Louis Vuitton, Balenciaga und Dior, Luke Meier war acht Jahre lang Chefdesigner von Supreme.

Luke und Lucie Meier übernehmen gemeinsam die Kreativdirektion bei Jil Sander.
Luke und Lucie Meier übernehmen gemeinsam die Kreativdirektion bei Jil Sander.
Luke und Lucie Meier übernehmen gemeinsam die Kreativdirektion bei Jil Sander.

Eine "wunderschöne Marke" sei Jil Sander: Das Designer- und Ehepaar Lucie und Luke Meier übernimmt ab sofort die kreative Leitung in dem Modehaus. "Seite an Seite zu arbeiten macht diese Möglichkeit gleich noch besonderer für uns", gaben die beiden in einer Aussendung bekannt. Die Meiers folgen somit Rodolfo Paglialunga nach, der Mitte März seine Position als Kreativdirektor bei Jil Sander verlassen hatte. Lucie und Luke Meier waren schon Monate davor als Paglialungas möglichen Nachfolger gehandet worden.

Somit treten - ähnlich wie bei Chloé, wo Natacha Ramsay-Lévi im September ihre erste Kollektion präsentieren wird - zwei Designer aus der zweiten Reihe nach vor: Beide Meiers haben sich über viele Jahre hinter den Kulissen einen Namen gemacht. Lucie Meier - die übrigens Tochter einer Österreicherin ist und in der Schweiz aufwuchs - arbeitete für Marc Jacobs bei Louis Vuitton, nach fünf Jahren wechselte sie zu Balenciaga, wo sie unter Nicolas Ghesquière arbeitete. Raf Simons holte sie anschließend in sein Designteam bei Dior; nach Simons' Abgang entwarf Lucie Meier - als Co-Kreativdirektorin - fünf Kollektionen für das Haus mit.

Luke Meier ist Kanadier, acht Jahre lang war er in New York Chefdesigner bei Supreme - danach gründete er sein eigenes Männermodelabel OAMC. Zusammen entwerfen sie nun die erste gemeinsame Kollektion für Jil Sander, gezeigt wird sie im September in Mailand. "Sehr clevere Kollektionen" erwartet sich Jil-Sander-CEO Alessandra Bettari von den Meiers. Die Modewelt erwartet von ihnen unterdessen vor allem wieder etwas Richtung für das Haus: In den letzten Jahren hatte die Marke Jil Sander deutlich an Profil verloren.

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