Grün, Gold und wenig Boho: Die Hochzeitstrends 2017

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Viel, viel Grün, mehr Individualität und weniger Boho-Stil: Das sind die großen Trends, die Österreichs Wedding Planner dieser Hochzeitssaison prophezeien. Dem "Schaufenster" verraten die Hochzeitsplaner die Dos für 2017 für Kleider, Dekoration, Catering und Locations.

Foto: Marie Bleyer ist eine Wiener Hochzeitsfotografin. www.mariebleyer.com

Instagram/@mariebleyer
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Weniger Boho - und ein wenig mehr Glamour

"Wir haben jede einzelne unserer Boho Brides geliebt", sagt Verena Kindermann, Wedding Plannerin in Graz und Gewinnerin des "Austrian Wedding Awards" für Hochzeitsplanung, "doch dieses Jahr empfehlen wir Traumfänger und Co. nur noch jenen Paaren, die diesen Stil auch im Alltag verkörpern. Der Trend geht ganz klar zu ein wenig mehr Glamour."

Instagram/@csiriano
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Industrial Chic trifft Gold und Silber

Metallic-Farben, vor allem Gold, sind daher wieder gern gesehen in der Hochzeitsdeko: "Am besten mit industriellem Chic kombiniert", sagt Kindermann. "Wer noch keine Location hat, fühlt sich vielleicht in einer renovierten Fabrikshalle oder einem Loft wohl. Helle Räume mit großen Fenstern erleben einen wahren Aufschwung."

Verena Kindermann - Exclusive Weddings Austria, www.verenakindermann.com

Verena Kindermann/robanddeanna.com
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Grün, grün, grün...

Die Farbe des Jahres - "Greenery" - dominiert auch die floralen Hochzeitsdekorationen. "Bei der Blumendeko geht es weniger um die Blumen, sondern um die Form und Farben der natürlichen Blätter", erklärt die langjährige Hochzeits- und Eventplanerin Susanne Hummel alias "HochzeitsHummel" den Trend. Dazu passen lose gebundene Brautsträuße.

 

Instagram/@sallypineraphoto
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Palmenblätter für Exotik

Die Wiener Wedding Plannerin Hummel - Gründerin des "Austrian Wedding Award" - empfiehlt besonders Farne und große Palmenblätter für die Umsetzung von grüner Hochzeitsdeko.

Die HochzeitsHummel, www.hochzeitshummel.at

Instagram/@mirellecarmichaelphoto
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Zeitloses Hellrosa

Verena Kindermann, die auch internationale Hochzeiten betreut, schlägt auch ihren Brautpaaren dieses Jahr "Greenery" als farbliches Motto vor. Für jene, denen das viele Grün nicht ins Konzept passt, hat Kindermann ebenfalls einen Tipp: "Wer zu Blush, Nude und ganz dezentem Rosé greift, liegt nicht nur im Trend, sondern schafft zugleich auch zeitloses Design, an das man sich auch in Jahren noch gerne erinnert." Kindermann kombiniert diese Farben gern mit weich fallenden Stoffen und zarten Blüten - wie Pfingstrosen oder Ranunkeln, zwei besonders trendigen Blumensorten.

Verena Kindermann/carolinanne.com
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Es werde Licht

Die Grazerin Kindermann hat auch einen Ratschlag für jene Paare, die sich bei der Deko lieber zurücknehmen wollen. "Was heuer bei der Farbwahl reduziert wird, darf mit ausgefallenen Lichtkonzepten wieder wett gemacht werden", sagt Kindermann. Zum Beispiel? "Dezente Lichterketten oder lockere Kerzenarrangements sind ganz besonders gefragt", meint die Planerin. (Übrigens: Bei Pippa Middletons - stilprägender - Hochzeit im Mai wurden nicht nur die Pflanzen in verschiedenen Farben beleuchtet, sondern auch das Haus, bei dem die Hochzeitsfeier stattfand, als Leinwand benutzt. Darauf projiziert wurden die Gesichter des Brautpaares - muss man mögen.)

Instagram/@martha_weddings
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Weit, weit weg

Von Jahr zu Jahr beliebter würden sogenannte Destination Weddings, berichtet Elisabeth Cardich, Creative Director des Wiener Hochzeitsplanungsstudios A Very Beloved Wedding, vom Magazin "Elle" unter die besten zwölf internationalen Hochzeitsplaner 2017 gewählt. "Mehr und mehr Brautpaare verzichten auf die große Hochzeit im Heimatort und ziehen eine intime Hochzeit im Ausland vor."

A Very Beloved Wedding und Sandra Åberg
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Orte mit Bedeutung

"Sie kehren an die Orte zurück, die sie miteinander als Paar verbinden und Bedeutung für sie haben, oder sie wählen eine Destination, die ihren individuellen Wünschen entspricht", sagt Cardich. Vor allem die Toskana und Mallorca seien ein beliebtes Hochzeitsreiseziel für deutschsprachige Brautpaare - weil die Nachfrage so hoch sei, betreibt A Very Beloved Wedding dort zwei lokale Studios.

A Very Beloved Wedding und Manuela Kalupar
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Individuell und besonders

Cardich bemerkt auch, dass die Individualität der Hochzeit immer wichtiger wird. Deswegen gibt es bei von ihr organisierten Hochzeiten auch einmal eine Wasserpfeifen-Lounge oder Open-Air-Barbecue: "Kein Fest soll dem anderen gleichen. Die Hochzeit der besten Freundin oder Cousine soll auf keinen Fall wiederholt werden, zumal ja teilweise auch dieselben Gäste eingeladen werden", sagt Cardich. Sie versuche deswegen, mit der Hochzeitsfeier die Geschichte des Brautpaares in jedem Detail zu erzählen.

A Very Beloved Wedding - Event Design & Planning, www.averybelovedwedding.com

A Very Beloved Wedding und Ashley Ludaescher
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Verzicht auf Brauchtum

Hochzeitsplanerin Susanne Hummel berichtet Ähnliches. "Hochzeiten mit viel Brauchtum - zum Beispiel: von zuhause abholen lassen und dann weiter zum Standesamt und dann zur Kirche - werden nur noch sehr selten gemacht", meint Hummel: "Einladungen mit Ringen und Tauben oder klassische Blumengestecke werden gar nicht mehr ausgewählt."

Instagram/@davidbascunana
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Der Middleton-Effekt

Allerdings: Feine, traditionelle Details bleiben weiterhin erhalten - zum Beispiel Efeuranken als Einladungsdesign wie auch Pippa Middleton, selbst Event-Planerin, ihre Einladungen gestaltete. Sie ließ sich auch traditionell von ihrem Vater vor den Traualtar führen - in jener Kirche, die in der Nähe des Hauses der Middletons liegt.

(c) REUTERS (POOL New)
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Auswahl für die Gäste

Food Carts und Candy Bars sind mittlerweile schon bekannte Accessoires für die moderne Hochzeit - allerdings ändern sich diese Trends schön langsam. Berichtet zumindest die "Herzkönigin" Petra Vitula: "Cake Bars sind mittlerweile beliebter als Candy Bars", sagt die Wiener Hochzeitsplanerin. Ein weiterer Tipp fürs Catering: "Was sehr nett angenommen wird, sind Brot-Bars" - die ideal seien, um Gebäck von kleinen, feinen, regionalen Bäckereien anzubieten.

Herzkönigin, www.herzkoenigin.at

Instagram/@amel_zodio_avignon
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Süße Träume

Und was könnte auf der Cake Bar neben Cake Pops, Petits fours und Cupcakes stehen? Einen wahrhaft picksüßen - und höchst trendigen - Tortentraum empfiehlt die Grazer Wedding Plannerin und "HochzeitsFee" Lisa Schöninger: die Drip Cake, bei der "die Glasur in zähen Tropfen von der Torte rinnt...".

Drip Cake z. B. von den Grazer "Mehlspeisenfräulein", www.mehlspeisenfrl.com

Instagram/@mehlspeisenfraeulein
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Spitzenmäßig

Für die Braut vielleicht das Wichtigste: ihr Kleid. Seit der Hochzeit von Kate Middleton ist Spitze nicht mehr wegzudenken aus den Brautkleidertrends - und das bleibt auch so. "Brautkleider mit viel Spitze und freiem Rücken sind der Hingucker", meint auch Schöninger - und tatsächlich: Die andere Middleton, Pippa nämlich, wählte für ihre Hochzeit genau so ein Design.

Die HochzeitsFee, www.die-hochzeitsfee.at

Foto: Marie Bleyer, www.mariebleyer.com
Kleid: Elfenkleid, www.elfenkleid.com

Instagram/@mariebleyer