Höhenrausch: Mit der Schaukel über den Abgrund

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80 km/h Geschwindigkeit, 400 Meter hoch über dem Abgrund - wer steigt  da nicht gern in eine Schaukel. Laut Angaben des Glenwood Caverns Adventure Parks in Colorado, kommen jährlich etwa 60.000 Menschen "zum garantiert wildesten Ritt ihres Lebens".

Facebook (Glenwood Caverns Adventure Park)
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Die Nachrichtenseite "USA Today" wählte die Schaukel unter die "10 extremsten Vergnügungspark-Attraktionen der Vereinigten Staaten". Wer es gern traditionsreicher mag, findet vielleicht am nächsten Höhenrausch gefallen.

Facebook (Glenwood Caverns Adventure Park)
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Huashan-Klettersteig

2160 Meter hoch ist das Huashan-Gebirge in China. Das Massiv ist wegen seiner steilen Felswände und seiner gefährlichen Steige auf die Gipfel seit Jahrhunderten berühmt.

 

 

Imago
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Huashan-Klettersteig

Aus alten Tagen stammen schmale Holzpfade und in den Feld geschlagene Kerben, über die sich heute noch Wanderer - allerdings mit Sicherung - den Fels entlang schmirgeln.

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Huashan-Klettersteig

Huashan ist eine Pilgerstätte für Chinesen. Nach einer stundenlangen Wanderung landet man am Gipfel in einem kleinen taoistischen Tempel.

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Huashan-Klettersteig

Nachdem Auf- und Abstieg am gleichen Tag erfolgen müssen, ist mit Gegenverkehr zu rechnen. Laut inoffiziellen Angaben gab es auf dem Huashan Pfad bereits Hunderte Todesfälle.

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Coiling Dragon Cliff Skywalk

Wer Huashan lustig findet, der ist am Tianmen Berg im chinesischen Zhangjiajie National Forest Park sicher auch gut aufgehoben. Etwa 1,60 Meter breit, 100 Meter lang und 1400 Meter hoch ist der 2016 eröffnete "Coiling Dragon Cliff Skywalk". Der Weg schlängelt sich an der steilen Felswand entlang, am Ende erwartet den Wanderer eine Aussichtsplattform.

(c) imago/China Foto Press
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Caminito del Rey

Vergleichsweise unspektakulär ist dagegen Caminito del Rey in der Nähe von Álora im Süden Spaniens. Der "Königspfad" wurde nach zahlreichen tödlichen Unfällen gesperrt und restauriert.

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Caminito del Rey

Seit 2015 zählt der abgesicherte Pfad nicht mehr zu den gefährlichsten Klettersteigen der Welt. Das Areal rund um die Touristenattraktion ist unter dem Namen El Chorro als erstklassiges Winterklettergebiet bekannt.

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Charles Kuonen Hängebrücke

Eine fast 500 Meter lange Hängebrücke lädt seit August 2017 schwindelfreie Wanderer wieder zur Überquerung des Grabengufers bei Zermatt ein. Die Charles Kuonen Hängebrücke am Europaweg ist 494 Meter lang und führt in teils 85 Metern Höhe über den Abgrund. Er ist durch das Trittgitter zu sehen.

APA/KEYSTONE (VALENTIN FLAURAUD)
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Charles Kuonen Hängebrücke

Sie ist nach Angaben von Zermatt Tourismus die längste Hängebrücke der Welt. In Reutte in Tirol hängt eine Brücke, die zwar mit bis zu 110 Metern höher, aber nur 405 Meter lang ist.

APA/KEYSTONE (VALENTIN FLAURAUD)
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Charles Kuonen Hängebrücke

Die Firma Swissrope habe ein besonders Dämpfungssystem eingebaut, so dass die Brücke kaum ins Schwingen gerate. Die Tragseile wiegen acht Tonnen.

 

APA/KEYSTONE (VALENTIN FLAURAUD)
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Charles Kuonen Hängebrücke

Die neue Brücke komplementiert eine zweitägige Wanderstrecke zwischen Grächen und Zermatt mit Blick auf das Matterhorn (4.478 Meter). Sie ersetzt eine frühere Version, die 2010 nach wenigen Monaten aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste.

Wir wechseln jetzt zu einem anderen Spezialgebiet des Tiefenrausches. Überall auf der Welt locken Skywalks Wanderer und Touristen an. Wir haben hier einige aufregende Spaziergänge zusammengetragen.

APA/KEYSTONE (VALENTIN FLAURAUD)
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Skywalk

Mutprobe in 1200 Metern Höhe: 2007 wurde die gläserne "Skywalk"-Plattform am Rande des Grand Canyons eröffnet. "Apollo 11"-Astronaut Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond, durfte damals der erste sein: Er wurde von den indianischen Betreibern für den "First Walk" über die neue Touristenattraktion im US-Bundestaat Arizona eingeladen.

(c) REUTERS (Jeff Topping)
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Skywalk

Die 30 Millionen Dollar teure hufeisenförmige Aussichtsplattform ragt 22 Meter weit über den Rand der berühmten Schlucht hinaus.

Reuters
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Skywalk

Firmen in Berlin und Köln lieferten Spezialglas für den Boden und die gebogene Brüstung. Die Konstruktion muss starken Winden, möglichen Erdbeben und natürlich dem Gewicht der Besucher standhalten.

Reuters
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Jin Mao Tower

Noch ein bisschen luftiger wird es am Jin Mao Tower in Shanghai, hier fehlt das Geländer zum Festkrallen. Nur ein Klettergeschirr hält die Besucher des Skywalks in 341 Meter Höhe in Sicherheit.

(c) imago/China Foto Press
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Pas dans le Vide

Chamonix in den französischen Alpen hat seit 2013 eine neue Touristenattraktion: ein Glashaus am Alpenabgrund, den "Schritt ins Leere" am Berg Aiguille du Midi. Der Skywalk befindet sich auf einer Höhe von 3.842 Metern.

(c) REUTERS (Robert Pratta)
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Central Television Tower

In China sind Höhenerlebnisse dennoch mit Abstand am dichtesten gestreut. Auch im 37. Stock des Central Television Towers in Beijing tut sich ein gläsernes Loch im Boden auf.

(c) REUTERS (Jason Lee)
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Shanghai World Financial Center

Und im Shanghai World Financial Center gibt es einen 55 Meter langen Flur mit gläsernem Fußboden in 474 Meter Höhe. Die Besucher können die Aussicht vom 100. Stock des 492 Meter hohen Wolkenkratzers genießen.

(c) REUTERS (Aly Song)
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Longgang Skywalk

Copy/Paste? Im Yunyang Longgang Geological Park in Chongqing betrachten die Besucher die Aussicht über die Schlucht unter ihnen. Der Bau in 1123 Meter Höhe ist die längste frei tragende Glasbodenbrücke der Welt. 27 Meter weit ragt die Konstruktion von der Felskante ins Freie. Der zuvor erbaute und optisch sehr ähnliche Grand-Canyon-Skywalk kommt nur auf 22 Meter.

(c) imago/China Foto Press
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The Ledge

Auch The Ledge am Chicagoer Willis Tower, eine gläserne Aussichtsplattform in 412 Metern Höhe, ist beliebt bei den Touristen. Die Aussichtsboxen wurden 2009 eröffnet. The Ledge ist aber nichts gegen ...

(c) REUTERS (Frank Polich)
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Zhangjiajie Brücke

300 Meter geht es hinunter, der Boden ist aus Glas. Im Zhangjiajie Nationalpark in der Region Wulingyuan in China eröffnete 2016 eine 385 Meter lange und sechs Meter breite Glasbrücke. Es handelt es sich um einen Entwurf des israelischen Architekturbüros Haim Dotan und die weltweit längste und höchste Brücke dieser Art. Die Konstruktion soll bis zu 800 Personen gleichzeitig tragen.

(c) imago/China Foto Press
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Supertrees

Gardens by the Bay ist ein 101 Hektar großes Parkgelände in Singapur. Dort stehen auch die sogenannten Super Trees, pflanzenbewachsene Stahlgerüste mit Höhen zwischen 25 und 50 Metern. Sie dienen unter anderem der Aufzucht von seltenen Pflanzen. Ein Skyway verbindet sie.

Reuters
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Huangshui Skywalk

Auch sehr hübsch ist der Skywalk im Huangshui National Forest Park in China. 300 Meter über dem Tal beschleunigt der gläserne Skywalk in Shizhu County den Puls.

imago stock&people
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Glacier Skywalk

Kanada hat seit 2014 eine neue Höhenattraktion: Im Jasper National Park in den Rocky Mountains lockt der Glacier Skywalk Mutige zum Rundgang. Auf dem 500 Meter langen Weg bekommen Besucher einen Panoramablick über das 280 Meter tiefer gelegene Sunwapta Valley.

(c) imago/alimdi
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Treppe ins Nichts

Und zum Abschluss noch zwei nähere Ausblicke. Die "Treppe ins Nichts" wurde im Juli 2013 am Dachstein fertiggebaut. Unter ihr: die 250 Meter senkrecht abfallende Felswand des Hungerkogels.

imago stock&people
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Skywalk Hohe Wand

120 Meter nach unten geht es von der Aussichtsterrasse im Naturpark Hohe Wand.

(c) imago
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Und 200 Meter hoch ist die Staumauer an der Kölnbreinsperre in Kärnten, Österreich. Von hier oben bietet sich ein fantastischer Ausblick über das Maltatal. Im Sommer 2010 eröffnete der Airwalk, ein direkt aus der Staumauer herausragender Skywalk.

Imago
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Baumwipfelpfad

Der 1300 Meter lange "Baumwipfelpfad" im Nationalpark Bayerischer Wald ist eine Hängebrückenkonstruktion, die an manchen Stellen 40 Meter über dem Waldboden leicht ins Schaukeln gerät.

Imago
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Trollzunge

Ohne Stahl und Architekten geht es natürlich auch - spektakuläre und von der Natur gebaute Ausblicke findet man zum Beispiel in Norwegen, wie hier auf der zehn Meter langen und 700 Meter hohen "Trollzunge".

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