Fernski

Außergewöhnliche Wintersportgebiete abseits der Alpen

Türkei, Marokko, Hawaii - Exotische und in Europa noch relativ unbekannte Skigebiete für reisefreudige Skifahrer.

Türkei

Kilometerlang ziehen sich in der Türkei nicht nur die Strände, sondern auch die Skipisten. Im Land erstrecken sich zwischen Marmara-Meer und Zentralanatolien über ein halbes Dutzend Skigebiete mit einer Pistenlänge von insgesamt knapp 300 Kilometern. In Palandöken im Osten findet man beispielsweise die längste Abfahrt der Türkei, Meeresblick beim Abfahrtsglück bietet Saklikent (im Bild mit Blick auf die nationale Sternwarte Tubitak) in der Nähe von Antalya.

Imago

Marokko

Wüste, Palmen, Strände – und ein Sessellift? Wer nach dem Feilschen auf den Märkten von Marrakesch noch Kraft für den einen oder anderen Pistenkilometer über hat, der fährt am besten nach Oukaïmeden. Das Skigebiet liegt nur rund 80 Kilometer außerhalb der Stadt an den Hängen des Atlasgebirges. Das Wintersportgebiet blickt bereits auf eine lange Tradition zurück, schon seit den 1930er Jahren wird hier Skigefahren.

Imago

Hawaii

Keine Liftanlagen, unpräparierte Pisten, kein Materialverleih und keine Übernachtungsmöglichkeiten, schnell wechselnde Wetterbedingungen, dünne Luft und Lavabrocken: Wer jetzt noch nicht abgeschreckt ist, dem empfiehlt sich Hawaii als Abenteuer-Skireise. Um die „Bergstationen“ der beiden über 4000 Meter hohen Vulkane Mauna Loa (hawaiianisch „Langer Berg“) und Mauna Kea (hawaiianisch „Weißer Berg“) zu erreichen, steigt man am besten in einen geländetauglichen Wagen. Zur Belohnung wartet jede Menge Pulverschnee.

Imago

Indien

Nicht nur Currypulver findet man in Indien, sondern auch feinsten Curry-Pulverschnee, denn der Norden des Landes hat skitechnisch einiges auf Lager. Im Winter bietet Gulmarg, das bekannteste Skigebiet in der Region Kaschmirs, ideale Bedingungen für das Wintersportvergnügen – mit Rekordwerten. Denn auf rund 4000 Meter Höhe fährt eine Gondel zur höchsten Bergstation der Welt ein. Wer dem noch eins drauf setzen möchte, der wagt auf den Mount Apharwat den Sprung aus dem Helikopter auf unberührte Schneegipfel. Ein echten Ski und Snowboard Paradies für Freerider.

Reuters (Danish Ismail)

Südafrika und Lesotho

Alpendorf-Feeling statt Wildtier-Safari: Auch im Süden von Afrika kann man seine Bretter montieren. Im Königreich Lesotho schwingt man sich vom Afriski Mountain Resort talwärts. Für einen Einkehrschwung bietet sich die Sani Mountain Lodge an, das höchste Pub Afrikas. Über der südlichen Grenze Lesothos wartet das Ski Resort Tiffindell (im Bild) in Südafrika darauf auf zwei Pistenkilometer schwungvoll befahren zu werden. Dort finden auch die Landesmeisterschaften im Skifahren und Snowboarden statt. 

Reuters (Peter Andrews)

Australien

Schneesport in der Heimat der Kängurus versprechen zwei Skigebiete im Bundesstaat New South Wales. Das Skigebiete Perisher, das zu den größten Skigebieten der Südhalbkugel zählt, gilt mit seinen Snowparks und Pipes vor allem als Paradies für Freeskier und Snowboarder. Statt zwischen Fichten gleitet man in Thredbo zwischen Eukalyptusbäumen ins Tal. Rund um Australiens höchsten Berg, den Mount Kosciuszko, findet man auch die längsten Abfahrten des Landes findet. Unten angekommen kann man im Acrobatic Center of Excellence seine Sprünge auf zwei Riesentrampolins trainieren.

(c) Getty Images (Brendon Thorne)

Nordkorea

Lange, präparierte Pisten in herrlicher Bergkulisse - in gähnender Leere: Das Skigebiet Masik-Ryong liegt in Nordkorea. Mit dem Bau des ersten und einzigen Skigebiets des isolierten Landes wurde begonnen, nachdem Südkorea den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2018 bekommen hatte. Zum Jahreswechsel 2013/2014 wurde es eröffnet. Die 17 Pistenkilometer und 5 Lifte gelten als ein Prestigeprojekt Kim Jong-uns. Ein Tagesskipass kostet für Ausländer umgerechnet etwa 90 Euro, Einheimische zahlen weniger als ein Drittel – was ungefähr dem monatlichen Einkommen eines Arbeiters entspricht.

Imago

Neuseeland

Das Skigebiet Coronet Peak befindet sich in den Neuseeländischen Alpen zwischen Queenstown und Arrowhead in Otago auf der Südinsel. Auf über 40 Pistenkilometer können Skifahrer und Snowboarder ihre Spuren in den Schnee pflügen und dabei auf einer Höhe von 1200 bis 1600 Meter den Ausblick auf Neuseelands einmalige Natur genießen. Und auch die Damen und Herren des ÖSV feilen im Sommer auf neuseeländichen Schnee an ihrer Technik für die neue Skiweltcup Saison.

(c) Getty Images (Mickey Ross)

Israel

Durch die Wüste ins Skigebiet: Auch der Mittlere Osten verfügt über skitaugliche Abfahrten. In Israel kann man sich von Jänner bis März vom Mount Hermon aus auf rund 45 Kilometern Piste talabwärts schwingen. Das einzige Skigebiet des Landes liegt an südöstlichen Hängen des Berges Hermon, wenige Kilometer von der Purpurlinie entfernt, im von den Israelis besetzten Teil der Golanhöhen. Auf Grund der unbeständigen Saison gibt es in der näheren Umgebung allerdings keine Unterkünfte. Das Wintersportgebiet liegt auf einer Höhe von 1600 bis 2040 Metern.

(c) REUTERS (Nir Elias)

Sizilien

Auf geht’s nach Sizilien: Diesmal ohne Bikini. Denn auf das Wahrzeichen der Insel, dem Vulkan Ätna, geht es mit Wintersportgerät hoch und auf rund 21 Pistenkilometer wieder bergab, inklusive Panoramablick auf das Mittelmeer. Bei diesen Aussichten bricht hoffentlich nur das Skifieber aus, denn der Ätna zählt nicht nur zum höchsten, sondern auch zum aktivsten Vulkan Europas. Aufgeteilt ist das Skigebiet übrigens in Linguaglossa im Norden und Nicolosi im Süden. Die Saison beginnt im Dezember und geht bis März, meist auch noch bis im April oder gar Mai. Also vielleicht doch noch den Bikini einpacken.

Imago
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Türkei

Kilometerlang ziehen sich in der Türkei nicht nur die Strände, sondern auch die Skipisten. Im Land erstrecken sich zwischen Marmara-Meer und Zentralanatolien über ein halbes Dutzend Skigebiete mit einer Pistenlänge von insgesamt knapp 300 Kilometern. In Palandöken im Osten findet man beispielsweise die längste Abfahrt der Türkei, Meeresblick beim Abfahrtsglück bietet Saklikent (im Bild mit Blick auf die nationale Sternwarte Tubitak) in der Nähe von Antalya.

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Marokko

Wüste, Palmen, Strände – und ein Sessellift? Wer nach dem Feilschen auf den Märkten von Marrakesch noch Kraft für den einen oder anderen Pistenkilometer über hat, der fährt am besten nach Oukaïmeden. Das Skigebiet liegt nur rund 80 Kilometer außerhalb der Stadt an den Hängen des Atlasgebirges. Das Wintersportgebiet blickt bereits auf eine lange Tradition zurück, schon seit den 1930er Jahren wird hier Skigefahren.

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Hawaii

Keine Liftanlagen, unpräparierte Pisten, kein Materialverleih und keine Übernachtungsmöglichkeiten, schnell wechselnde Wetterbedingungen, dünne Luft und Lavabrocken: Wer jetzt noch nicht abgeschreckt ist, dem empfiehlt sich Hawaii als Abenteuer-Skireise. Um die „Bergstationen“ der beiden über 4000 Meter hohen Vulkane Mauna Loa (hawaiianisch „Langer Berg“) und Mauna Kea (hawaiianisch „Weißer Berg“) zu erreichen, steigt man am besten in einen geländetauglichen Wagen. Zur Belohnung wartet jede Menge Pulverschnee.

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Indien

Nicht nur Currypulver findet man in Indien, sondern auch feinsten Curry-Pulverschnee, denn der Norden des Landes hat skitechnisch einiges auf Lager. Im Winter bietet Gulmarg, das bekannteste Skigebiet in der Region Kaschmirs, ideale Bedingungen für das Wintersportvergnügen – mit Rekordwerten. Denn auf rund 4000 Meter Höhe fährt eine Gondel zur höchsten Bergstation der Welt ein. Wer dem noch eins drauf setzen möchte, der wagt auf den Mount Apharwat den Sprung aus dem Helikopter auf unberührte Schneegipfel. Ein echten Ski und Snowboard Paradies für Freerider.

Reuters (Danish Ismail)

Südafrika und Lesotho

Alpendorf-Feeling statt Wildtier-Safari: Auch im Süden von Afrika kann man seine Bretter montieren. Im Königreich Lesotho schwingt man sich vom Afriski Mountain Resort talwärts. Für einen Einkehrschwung bietet sich die Sani Mountain Lodge an, das höchste Pub Afrikas. Über der südlichen Grenze Lesothos wartet das Ski Resort Tiffindell (im Bild) in Südafrika darauf auf zwei Pistenkilometer schwungvoll befahren zu werden. Dort finden auch die Landesmeisterschaften im Skifahren und Snowboarden statt. 

Reuters (Peter Andrews)

Australien

Schneesport in der Heimat der Kängurus versprechen zwei Skigebiete im Bundesstaat New South Wales. Das Skigebiete Perisher, das zu den größten Skigebieten der Südhalbkugel zählt, gilt mit seinen Snowparks und Pipes vor allem als Paradies für Freeskier und Snowboarder. Statt zwischen Fichten gleitet man in Thredbo zwischen Eukalyptusbäumen ins Tal. Rund um Australiens höchsten Berg, den Mount Kosciuszko, findet man auch die längsten Abfahrten des Landes findet. Unten angekommen kann man im Acrobatic Center of Excellence seine Sprünge auf zwei Riesentrampolins trainieren.

(c) Getty Images (Brendon Thorne)

Nordkorea

Lange, präparierte Pisten in herrlicher Bergkulisse - in gähnender Leere: Das Skigebiet Masik-Ryong liegt in Nordkorea. Mit dem Bau des ersten und einzigen Skigebiets des isolierten Landes wurde begonnen, nachdem Südkorea den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2018 bekommen hatte. Zum Jahreswechsel 2013/2014 wurde es eröffnet. Die 17 Pistenkilometer und 5 Lifte gelten als ein Prestigeprojekt Kim Jong-uns. Ein Tagesskipass kostet für Ausländer umgerechnet etwa 90 Euro, Einheimische zahlen weniger als ein Drittel – was ungefähr dem monatlichen Einkommen eines Arbeiters entspricht.

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Neuseeland

Das Skigebiet Coronet Peak befindet sich in den Neuseeländischen Alpen zwischen Queenstown und Arrowhead in Otago auf der Südinsel. Auf über 40 Pistenkilometer können Skifahrer und Snowboarder ihre Spuren in den Schnee pflügen und dabei auf einer Höhe von 1200 bis 1600 Meter den Ausblick auf Neuseelands einmalige Natur genießen. Und auch die Damen und Herren des ÖSV feilen im Sommer auf neuseeländichen Schnee an ihrer Technik für die neue Skiweltcup Saison.

(c) Getty Images (Mickey Ross)

Israel

Durch die Wüste ins Skigebiet: Auch der Mittlere Osten verfügt über skitaugliche Abfahrten. In Israel kann man sich von Jänner bis März vom Mount Hermon aus auf rund 45 Kilometern Piste talabwärts schwingen. Das einzige Skigebiet des Landes liegt an südöstlichen Hängen des Berges Hermon, wenige Kilometer von der Purpurlinie entfernt, im von den Israelis besetzten Teil der Golanhöhen. Auf Grund der unbeständigen Saison gibt es in der näheren Umgebung allerdings keine Unterkünfte. Das Wintersportgebiet liegt auf einer Höhe von 1600 bis 2040 Metern.

(c) REUTERS (Nir Elias)

Sizilien

Auf geht’s nach Sizilien: Diesmal ohne Bikini. Denn auf das Wahrzeichen der Insel, dem Vulkan Ätna, geht es mit Wintersportgerät hoch und auf rund 21 Pistenkilometer wieder bergab, inklusive Panoramablick auf das Mittelmeer. Bei diesen Aussichten bricht hoffentlich nur das Skifieber aus, denn der Ätna zählt nicht nur zum höchsten, sondern auch zum aktivsten Vulkan Europas. Aufgeteilt ist das Skigebiet übrigens in Linguaglossa im Norden und Nicolosi im Süden. Die Saison beginnt im Dezember und geht bis März, meist auch noch bis im April oder gar Mai. Also vielleicht doch noch den Bikini einpacken.

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