Unesco

Die neuen Welterbe-Stätten

2019 hat das Unesco-Welterbekomitee 29 Stätten in die Welterbeliste aufgenommen, die die Vielfalt des Kultur- und Naturerbes der Menschheit widerspiegeln.

Jaipur

Die Verteilung der Gütesiegel ist für heuer also abgeschlossen. Die Sitzung des Unesco-Komitees im autoritär regierten Aserbaidschan nahm zu den bestehenden 1100 Kultur- und Naturstätten 29 neue in die Welterbeliste auf, darunter auch die bei Indien-Touristen wegen ihrer Palastanlagen beliebte "rosarote Stadt" Jaipur, die Hauptstadt Rajasthans.

Getty Images

Babylon

Die UN-Kulturorganisation hat mit Babylon auch eine der wichtigsten Stätten des Altertums auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Der Irak hatte seit mehr als 30 Jahren versucht, die ehemalige Metropole auf die Liste zu bringen. Babylon war vor mehr als 4000 Jahren das Zentrum des altbabylonischen Reiches und liegt rund 100 Kilometer südlich von Bagdad am Euphrat. Der Komplex umfasst zehn Quadratkilometer, von denen bisher nur etwa 18 Prozent freigelegt wurden.

Reuters

Bagan

Außerdem neu auf der Liste ist Bagan in Myanmar. Die Stätte umfasst acht Teilgebiete mit zahlreichen Tempeln, Stupas, Klöstern und Pilgerstätten sowie archäologischen Überresten, Fresken und Skulpturen in buddhistischer Architektur. Bagan spiegelt die ausgeprägte Frömmigkeit des alten buddhistischen Reiches wider, beschreibt die Unesco den Listenplatz.

Getty Images

Wasser und Erz

Mit dem historischen Wassermanagement-System in Augsburg (im Bild) und der Bergbauregion Erzgebirge/Krušnohoří hat Deutschland zwei neue Welterbestätten. Die Zahl des besonders schützenswerten deutschen Kultur- und Naturerbes stieg damit auf 46.

Imago

Prosecco-Hügel

Die Herkunftsregion des italienischen Schaumweins Prosecco in Italien gehört nun ebenfalls zum Weltnaturerbe der Unesco. Das Komitee nahm die Hügel des Prosecco zwischen Conegliano und Valdobbiadene (im Bild) in die Liste des besonders wertvollen und erhaltenswerten Erbes der Welt auf, wie die Kulturorganisation mitteilte.

Imago

Liangzhu

Auch die archäologische Stätte Liangzhu im chinesischen Hangzhou wurde zum Welterbe erklärt. Seit den 1970er Jahren wurden die Liangzhu-Ruinen (hier durch ein Fischaugenobjektiv fotografiert) im Rahmen verschiedenster Projekte in Jiangsu, Shanghai und Zhejiang ausgegraben, erforscht und geschützt, was anhand von Materialien und Erkenntnissen über Siedlungsformen, Verwaltungs- und hierarchische Strukturen, spirituellen Glauben, Umgangsformen und Zivilisierungsprozessen bereichernde Einblicke in die Liangzhu-Kultur verschaffte. Erst 2007 wurde die als verschollen gegoltene Liangzhu-Stadt wiederentdeckt. Mit dieser neuen Ernennung umfasst die Liste des Welterbes nun 55 Stätten in ganz China.

Imago

Vatnajökull

Das Welterbe-Komitee nahm zudem den Nationalpark Vatnajökull in die Liste auf. Vatnajökull liegt im Südosten Islands und beherbergt den größten Gletscher Europas außerhalb des Polargebietes. Mit ihren Gletschern und Vulkanen zeichne sich die Region durch "extrem dynamische und unterschiedliche geologische Prozesse und Landformen aus", die auf der Welterbeliste bisher Mangelware seien, hieß es von der Unesco.

Imago

Französische Südgebiete

Die Französischen Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises, TAAF) sind ein französisches Überseegebiet. Dazu zählen im südlichen indischen Ozean die Crozet-Inseln, die Kerguelen sowie Saint-Paul und Amsterdam. Sie beherbergen die größte Konzentration von Meeresvögeln weltweit sowie eine Vielzahl von Meeressäugern. Das Gebiet umfasst eine Fläche von knapp 673.000 Quadratkilometern, das hauptsächlich aus Wasser besteht.

Imago

Pskow

Aus Russland hatten die Kirchen der Architekturschule von Pskow bei der diesjährigen Unesco-Sitzung Erfolg. Die Stätte umfasst Kirchen und Kathedralen sowie Klosteranlagen im historischen Zentrum der Stadt Pskow am Ufer der Welikaya im Nordwesten Russlands. Die Gebäude gehen bis in das 12. Jahrhundert zurück.

Imago

Mafra und Bom Jesus do Monte

In Portugal freut man sich über zwei neue Gütesiegel. Der königliche Gebäudekomplex von Mafra (im Bild) nordwestlich von Lissabon wurde 1711 unter König Johann V. entworfen. Als Vorbild diente die Kunst des römischen und italienischen Barock. Das Heiligtum des Bom Jesus do Monte liegt auf der Anhöhe von Espinho, die sich über der Stadt Braga im Norden Portugals erhebt. Das Heiligtum entstand innerhalb von 600 Jahren und veranschaulicht die europäische Tradition der "Sacri Monti", der heiligen Berge. 

Imago

Risco Caído und die Kulturlandschaft der heiligen Berge von Gran Canaria

Wir bleiben in der Nähe. Risco Caído liegt in einer weitläufigen Bergregion im Zentrum der Insel Gran Canaria. Die Kulturlandschaft umfasst die Höhlensiedlungen einer prähispanischen Inselkultur, die sich seit der Ankunft der Berber aus Nordafrika vor 2000 Jahren bis zur Ankunft der ersten Spanier im 15. Jahrhundert isoliert entwickelt hat.

Imago

Nationalgestüt Kladruby nad Labem

Die Landschaft für die Zucht und Dressur von zeremoniellen Wagenpferden in der tschechischen Stadt Kladruby nad Labem hat es u.a. mit seiner einzigartigen Landschaft auf die Liste geschafft. Die als Wagenpferd gezüchtete Rasse der Altkladruber Pferde wurde bei Zeremonien am Habsburgischen Kaiserhof eingesetzt.

Imago

Hyrkanische Wälder

Die Hyrkanischen Wälder sind einzigartige Laubwälder, die sich über rund 850 Kilometer entlang der Südküste des Kaspischen Meeres erstrecken. Vor 25 bis 50 Millionen Jahren bedeckten sie den Großteil der Region.

Wikipedia (gemeinfrei)

Jodrell-Bank-Observatorium

Der Astronom Bernard Lovell war 1957 die treibende Kraft hinter der Errichtung des damals größten schwenkbaren Radioteleskops, dem Observatorium Jodrell Bank im Nordwesten Englands. Das auch heute noch in Betrieb befindliche Observatorium umfasst mehrere Radioteleskope und weitere Gebäude wie Lagerhallen und Kontrollräume. 

Imago

Seowon

Diese koreanische Stätte umfasst neun neokonfuzianische Privatakademien, die sogenannten Seowon, aus der Zeit der Joseon-Dynastie. Sie hatten den Zweck, Schüler auf die Beamtenprüfung vorzubereiten.

Imago

Frank Lloyd Wright

Auch acht Gebäude des US-Architekten Frank Lloyd Wright stehen nun auf der Liste. Wright (1867-1959) gilt als Genie der geometrischen Abstraktion des 20. Jahrhunderts. Seine Werke kamen auf die Liste, weil sie die moderne Architektur in Europa beeinflussten. Unter den Gebäuden sind unter anderem die Villa Fallingwater an einem kleinen Wasserfall in Mill Run (US-Bundesstaat Pennsylvania) und das Guggenheim-Museum in New York (im Bild).

Getty Images (Fox Photos)

Budj Bim

Die Budj Bim National Heritage Landscape liegt bei Byaduk und Hamilton in Victoria, Australien. Das Lavagestein des Budj Bim-Vulkans ermöglichte es den Gunditjmara, einer Gruppe der Aborigines, eines der ältesten Aquakultursysteme der Welt zu errichten. Es ist die erste Stätte, die sich exklusiv mit dem kulturellen Erbe der australischen Aborigines beschäftigt. 

Instagram (budjbimtours)

Eisenverhüttung

Die Historischen Stätten der Eisenverhüttung in Burkina Faso (Ronguin, Tiwega, Yamané, Kindbo, Békuy und Douroula) umfassen insgesamt 15 noch erhaltene Rennöfen, mehrere Ofenstrukturen, Minen sowie Spuren von Wohngebäuden in verschiedenen Provinzen des Landes.

UNESCO (DSCPM/MCAT)

Grabhügel von Dilmun

Dilmun in Bahrain galt als Heimat der Unsterblichkeit, als Paradies mit Gärten und frischem Wasser, wo Alter und Krankheit unbekannt waren. Erst in den fünfziger Jahren haben Archäologen in Bahrain eine eigenständige Kultur entdeckt. Die Grabhügel von Dilmun wurden zwischen 2050 und 1750 vor Christus errichtet und umfassen 21 archäologische Stätten im Westen Bahrains. 

UNESCO (Think Heritage)

Altstadt von Şəki

Die Altstadt von Şəki (oder Schäki) liegt im Norden Aserbaidschans an den Ufern des Flusses Kiş. 1772 wurde das historische Stadtzentrum durch Überschwemmungen zerstört und im Anschluss wiedererrichtet.

Imago

Paraty und Ilha Grande

Diese Kulturlandschaft und die Altstadt von Paraty, einer der am besten erhaltenen Küstenstädte Brasiliens, liegen zwischen den Bergen der Serra da Bocaina und dem Atlantischen Ozean. Der historische Kern des Zentrums von Paraty ist ebenso erhalten wie die Kolonialarchitektur aus dem 18. und dem frühen 19. Jahrhundert.

Reuters

Zugvogelschutzgebiete entlang der Küste des Gelben Meeres

Und mit diesem Neuzugang haben Tierschützer ihre Freude. Die Zugvogelschutzgebiete entlang der Küste des Gelben Meeres in China sind nun ebenfalls Teil der Unesco-Liste. Das Schutzgebietsnetzwerk ist ein wichtiger Rast- und Überwinterungsplatz für zahlreiche Zugvögel aus 22 Ländern.

Imago

Bergbauerbe der Zeche Ombilin

Der Kohlenbergbau um die indonesische Stadt Sawahlunto wurde von der niederländischen Kolonialmacht gegründet. Sie beutete die Kohlelagerstätte zwischen dem Ende des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts aus. Hier im Bild: Lubang Mbah Suro

Sawahlunto Tourism

Kofun-Gruppe von Mozu-Furuichi

Auf diesem Plateau über der Ebene von Osaka zeigt die Kofun-Gruppe von Mozu-Furuichi 49 Hügelgräber in markanter Form, einst angelegt für die Elite der Gesellschaft.

Imago

Steininschriften Áísínai'pi

Im Milk River Tal in der kanadischen Provinz Alberta im Norden der Great Plains prägen uralte, verwitterte Sandsteinsäulen die Landschaft. Hier hinterließen die Siksikáítsitapi, die auch als Blackfoot bekannt sind, Gravuren und Malereien auf Sandsteinwänden.

Imago

Megalithische Krüge in Xieng Khouang

Mehr als 2100 tonnenschwere megalithische Krüge haben der "Ebene der Steinkrüge" in Zentrallaos ihren Namen gegeben.

Imago

Krzemionki

Die Montanregion Krzemionki liegt im Heiligkreuzgebirge im Südosten Polens  und beherbergt vier jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Abbaugebiete für die Gewinnung von Feuerstein.

Imago

Ohrid-Region

Der in Nordmazedonien gelegene Teil des Ohridsees und die gleichnamige Stadt stehen seit 1979 auf der Liste. Mit der Erweiterung umfasst das Gebiet nun auch den albanischen Teil des Ohridsees, die kleine Halbinsel Lin, die Quellen im Park von Drillon und einen Uferabschnitt an der nordmazedonischen Grenze.

Imago
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Jaipur

Die Verteilung der Gütesiegel ist für heuer also abgeschlossen. Die Sitzung des Unesco-Komitees im autoritär regierten Aserbaidschan nahm zu den bestehenden 1100 Kultur- und Naturstätten 29 neue in die Welterbeliste auf, darunter auch die bei Indien-Touristen wegen ihrer Palastanlagen beliebte "rosarote Stadt" Jaipur, die Hauptstadt Rajasthans.

Getty Images

Babylon

Die UN-Kulturorganisation hat mit Babylon auch eine der wichtigsten Stätten des Altertums auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Der Irak hatte seit mehr als 30 Jahren versucht, die ehemalige Metropole auf die Liste zu bringen. Babylon war vor mehr als 4000 Jahren das Zentrum des altbabylonischen Reiches und liegt rund 100 Kilometer südlich von Bagdad am Euphrat. Der Komplex umfasst zehn Quadratkilometer, von denen bisher nur etwa 18 Prozent freigelegt wurden.

Reuters

Bagan

Außerdem neu auf der Liste ist Bagan in Myanmar. Die Stätte umfasst acht Teilgebiete mit zahlreichen Tempeln, Stupas, Klöstern und Pilgerstätten sowie archäologischen Überresten, Fresken und Skulpturen in buddhistischer Architektur. Bagan spiegelt die ausgeprägte Frömmigkeit des alten buddhistischen Reiches wider, beschreibt die Unesco den Listenplatz.

Getty Images

Wasser und Erz

Mit dem historischen Wassermanagement-System in Augsburg (im Bild) und der Bergbauregion Erzgebirge/Krušnohoří hat Deutschland zwei neue Welterbestätten. Die Zahl des besonders schützenswerten deutschen Kultur- und Naturerbes stieg damit auf 46.

Imago

Prosecco-Hügel

Die Herkunftsregion des italienischen Schaumweins Prosecco in Italien gehört nun ebenfalls zum Weltnaturerbe der Unesco. Das Komitee nahm die Hügel des Prosecco zwischen Conegliano und Valdobbiadene (im Bild) in die Liste des besonders wertvollen und erhaltenswerten Erbes der Welt auf, wie die Kulturorganisation mitteilte.

Imago

Liangzhu

Auch die archäologische Stätte Liangzhu im chinesischen Hangzhou wurde zum Welterbe erklärt. Seit den 1970er Jahren wurden die Liangzhu-Ruinen (hier durch ein Fischaugenobjektiv fotografiert) im Rahmen verschiedenster Projekte in Jiangsu, Shanghai und Zhejiang ausgegraben, erforscht und geschützt, was anhand von Materialien und Erkenntnissen über Siedlungsformen, Verwaltungs- und hierarchische Strukturen, spirituellen Glauben, Umgangsformen und Zivilisierungsprozessen bereichernde Einblicke in die Liangzhu-Kultur verschaffte. Erst 2007 wurde die als verschollen gegoltene Liangzhu-Stadt wiederentdeckt. Mit dieser neuen Ernennung umfasst die Liste des Welterbes nun 55 Stätten in ganz China.

Imago

Vatnajökull

Das Welterbe-Komitee nahm zudem den Nationalpark Vatnajökull in die Liste auf. Vatnajökull liegt im Südosten Islands und beherbergt den größten Gletscher Europas außerhalb des Polargebietes. Mit ihren Gletschern und Vulkanen zeichne sich die Region durch "extrem dynamische und unterschiedliche geologische Prozesse und Landformen aus", die auf der Welterbeliste bisher Mangelware seien, hieß es von der Unesco.

Imago

Französische Südgebiete

Die Französischen Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises, TAAF) sind ein französisches Überseegebiet. Dazu zählen im südlichen indischen Ozean die Crozet-Inseln, die Kerguelen sowie Saint-Paul und Amsterdam. Sie beherbergen die größte Konzentration von Meeresvögeln weltweit sowie eine Vielzahl von Meeressäugern. Das Gebiet umfasst eine Fläche von knapp 673.000 Quadratkilometern, das hauptsächlich aus Wasser besteht.

Imago

Pskow

Aus Russland hatten die Kirchen der Architekturschule von Pskow bei der diesjährigen Unesco-Sitzung Erfolg. Die Stätte umfasst Kirchen und Kathedralen sowie Klosteranlagen im historischen Zentrum der Stadt Pskow am Ufer der Welikaya im Nordwesten Russlands. Die Gebäude gehen bis in das 12. Jahrhundert zurück.

Imago

Mafra und Bom Jesus do Monte

In Portugal freut man sich über zwei neue Gütesiegel. Der königliche Gebäudekomplex von Mafra (im Bild) nordwestlich von Lissabon wurde 1711 unter König Johann V. entworfen. Als Vorbild diente die Kunst des römischen und italienischen Barock. Das Heiligtum des Bom Jesus do Monte liegt auf der Anhöhe von Espinho, die sich über der Stadt Braga im Norden Portugals erhebt. Das Heiligtum entstand innerhalb von 600 Jahren und veranschaulicht die europäische Tradition der "Sacri Monti", der heiligen Berge. 

Imago

Risco Caído und die Kulturlandschaft der heiligen Berge von Gran Canaria

Wir bleiben in der Nähe. Risco Caído liegt in einer weitläufigen Bergregion im Zentrum der Insel Gran Canaria. Die Kulturlandschaft umfasst die Höhlensiedlungen einer prähispanischen Inselkultur, die sich seit der Ankunft der Berber aus Nordafrika vor 2000 Jahren bis zur Ankunft der ersten Spanier im 15. Jahrhundert isoliert entwickelt hat.

Imago

Nationalgestüt Kladruby nad Labem

Die Landschaft für die Zucht und Dressur von zeremoniellen Wagenpferden in der tschechischen Stadt Kladruby nad Labem hat es u.a. mit seiner einzigartigen Landschaft auf die Liste geschafft. Die als Wagenpferd gezüchtete Rasse der Altkladruber Pferde wurde bei Zeremonien am Habsburgischen Kaiserhof eingesetzt.

Imago

Hyrkanische Wälder

Die Hyrkanischen Wälder sind einzigartige Laubwälder, die sich über rund 850 Kilometer entlang der Südküste des Kaspischen Meeres erstrecken. Vor 25 bis 50 Millionen Jahren bedeckten sie den Großteil der Region.

Wikipedia (gemeinfrei)

Jodrell-Bank-Observatorium

Der Astronom Bernard Lovell war 1957 die treibende Kraft hinter der Errichtung des damals größten schwenkbaren Radioteleskops, dem Observatorium Jodrell Bank im Nordwesten Englands. Das auch heute noch in Betrieb befindliche Observatorium umfasst mehrere Radioteleskope und weitere Gebäude wie Lagerhallen und Kontrollräume. 

Imago

Seowon

Diese koreanische Stätte umfasst neun neokonfuzianische Privatakademien, die sogenannten Seowon, aus der Zeit der Joseon-Dynastie. Sie hatten den Zweck, Schüler auf die Beamtenprüfung vorzubereiten.

Imago

Frank Lloyd Wright

Auch acht Gebäude des US-Architekten Frank Lloyd Wright stehen nun auf der Liste. Wright (1867-1959) gilt als Genie der geometrischen Abstraktion des 20. Jahrhunderts. Seine Werke kamen auf die Liste, weil sie die moderne Architektur in Europa beeinflussten. Unter den Gebäuden sind unter anderem die Villa Fallingwater an einem kleinen Wasserfall in Mill Run (US-Bundesstaat Pennsylvania) und das Guggenheim-Museum in New York (im Bild).

Getty Images (Fox Photos)

Budj Bim

Die Budj Bim National Heritage Landscape liegt bei Byaduk und Hamilton in Victoria, Australien. Das Lavagestein des Budj Bim-Vulkans ermöglichte es den Gunditjmara, einer Gruppe der Aborigines, eines der ältesten Aquakultursysteme der Welt zu errichten. Es ist die erste Stätte, die sich exklusiv mit dem kulturellen Erbe der australischen Aborigines beschäftigt. 

Instagram (budjbimtours)

Eisenverhüttung

Die Historischen Stätten der Eisenverhüttung in Burkina Faso (Ronguin, Tiwega, Yamané, Kindbo, Békuy und Douroula) umfassen insgesamt 15 noch erhaltene Rennöfen, mehrere Ofenstrukturen, Minen sowie Spuren von Wohngebäuden in verschiedenen Provinzen des Landes.

UNESCO (DSCPM/MCAT)

Grabhügel von Dilmun

Dilmun in Bahrain galt als Heimat der Unsterblichkeit, als Paradies mit Gärten und frischem Wasser, wo Alter und Krankheit unbekannt waren. Erst in den fünfziger Jahren haben Archäologen in Bahrain eine eigenständige Kultur entdeckt. Die Grabhügel von Dilmun wurden zwischen 2050 und 1750 vor Christus errichtet und umfassen 21 archäologische Stätten im Westen Bahrains. 

UNESCO (Think Heritage)

Altstadt von Şəki

Die Altstadt von Şəki (oder Schäki) liegt im Norden Aserbaidschans an den Ufern des Flusses Kiş. 1772 wurde das historische Stadtzentrum durch Überschwemmungen zerstört und im Anschluss wiedererrichtet.

Imago

Paraty und Ilha Grande

Diese Kulturlandschaft und die Altstadt von Paraty, einer der am besten erhaltenen Küstenstädte Brasiliens, liegen zwischen den Bergen der Serra da Bocaina und dem Atlantischen Ozean. Der historische Kern des Zentrums von Paraty ist ebenso erhalten wie die Kolonialarchitektur aus dem 18. und dem frühen 19. Jahrhundert.

Reuters

Zugvogelschutzgebiete entlang der Küste des Gelben Meeres

Und mit diesem Neuzugang haben Tierschützer ihre Freude. Die Zugvogelschutzgebiete entlang der Küste des Gelben Meeres in China sind nun ebenfalls Teil der Unesco-Liste. Das Schutzgebietsnetzwerk ist ein wichtiger Rast- und Überwinterungsplatz für zahlreiche Zugvögel aus 22 Ländern.

Imago

Bergbauerbe der Zeche Ombilin

Der Kohlenbergbau um die indonesische Stadt Sawahlunto wurde von der niederländischen Kolonialmacht gegründet. Sie beutete die Kohlelagerstätte zwischen dem Ende des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts aus. Hier im Bild: Lubang Mbah Suro

Sawahlunto Tourism

Kofun-Gruppe von Mozu-Furuichi

Auf diesem Plateau über der Ebene von Osaka zeigt die Kofun-Gruppe von Mozu-Furuichi 49 Hügelgräber in markanter Form, einst angelegt für die Elite der Gesellschaft.

Imago

Steininschriften Áísínai'pi

Im Milk River Tal in der kanadischen Provinz Alberta im Norden der Great Plains prägen uralte, verwitterte Sandsteinsäulen die Landschaft. Hier hinterließen die Siksikáítsitapi, die auch als Blackfoot bekannt sind, Gravuren und Malereien auf Sandsteinwänden.

Imago

Megalithische Krüge in Xieng Khouang

Mehr als 2100 tonnenschwere megalithische Krüge haben der "Ebene der Steinkrüge" in Zentrallaos ihren Namen gegeben.

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Krzemionki

Die Montanregion Krzemionki liegt im Heiligkreuzgebirge im Südosten Polens  und beherbergt vier jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Abbaugebiete für die Gewinnung von Feuerstein.

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Ohrid-Region

Der in Nordmazedonien gelegene Teil des Ohridsees und die gleichnamige Stadt stehen seit 1979 auf der Liste. Mit der Erweiterung umfasst das Gebiet nun auch den albanischen Teil des Ohridsees, die kleine Halbinsel Lin, die Quellen im Park von Drillon und einen Uferabschnitt an der nordmazedonischen Grenze.

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