Unsehenswürdigkeiten

Amanshausers Albträume - 03 Athen

Ein nie abreißender Strom von Besuchern quält sich auf den 156 Meter hoch gelegenen Burgberg mit den Propyläen, dem Erechtheion, dem Niketempel und dem Parthenon.

Die Akropolis in Athen kann man nur knapp nach ihrer morgendlichen Öffnung als lebens- und besuchenswerten Ort bezeichnen. Von diesem Zeitpunkt an füllt sich die antike Stadtfestung mit ihren 2500 Jahre alten Bauwerken mit – respektlos gesagt – Menschenmaterial.

Martin Amanshauser

Viele Besucher wiederum (natürlich nicht diese völlig Unschuldigen hier!) stibitzen selbst Material. Trotz strikten Mitnahmeverbots sind kleinere Akropolis-Steine so populär, dass jeden Winter Dutzende Lastwagen neuen „original“ Schutt ankarren müssen, damit Griechenlands populärster Burgberg nicht zusammenschrumpft.

Martin Amanshauser

Ein nie abreißender Strom von Besuchern quält sich auf den 156 Meter hoch gelegenen Burgberg mit den Propyläen, dem Erechtheion, dem Niketempel ...

Martin Amanshauser

... und dem Parthenon, wie man den Athena-Tempel nennt. Früher war die Akropolis eine besondere Ausgrabungsstätte, heute kann sie bei Sonnenschein zur Hölle auf Erden werden. Die aktuelle Hitzeperiode mit 39 Grad Celsius zwang die Stadtverwaltung zu einem drastischen Schritt: totale Sperrstunde der Sehenswürdigkeit um 14 Uhr. Andernfalls explodiert die Anzahl der Sonnenstiche und Dehydrationen – denn auf historischem Gebiet gibt es keine Standeln.

Martin Amanshauser

Blick vom Parthenon in die Gegenrichtung: Fast ebenso imposant ist er, doch auf den Stadthügel rechts der Mitte, den Lycabettus, auf Deutsch „Wolfsberg“, verschlägt es deutlich weniger Besucher. Es handelt sich also um den touristischen Gegenpol, und vergleichsweise um eine Oase der Schönheit und Ruhe.

Martin Amanshauser

Dabei beträgt seine Höhe 277 Meter – und man kann mit einer hübschen Tunnel-Standseilbahn aus dem Jahr 1965 einen knappen Viertelkilometer hinauffahren, Startpunkt an der Kreuzung von Plutarch und Aristippou (Hinterseite). Warnung: Oben im Lokal sollte man nur Kaffee trinken, das Moussaka schmeckt laut Selbsttest Ihres Autors scheußlich. Naja, eh klar.

Martin Amanshauser

Neben der Kapelle Agios Georgios kann man die Blicke in die andere Richtung schweifen lassen, wiederum zur Akropolis, und an die Massen denken, die sich gerade dort hinaufwälzen müssen oder sich aus Hitzegründen gar nicht hinaufwälzen dürfen.

Martin Amanshauser

Zurück in Athens Innenstadt – an einigen Orten hört man interessante Straßenmusik von Einheimischen, die die komplizierte Arbeitsmarkt-Situation nützen, um eigenes hervorzubringen.

Martin Amanshauser

Auch populäre Symbole der Vergangenheit werden sichtbar.

Martin Amanshauser

Angesichts der Hitze bitte niemals auf Getränke vergessen! Hier ein nicht ausschließlich gut gemeinter Vorschlag.

Martin Amanshauser

Vom Syntagma-Platz fährt eine Straßenbahn bis ans Meer. Die sogenannte „Costa del Sol“ hat in der Nacht oft Disco-Flair, untertags zeigt sie sich zwar nicht als schönste Küste der Welt, das Wasser ist jedoch relativ klar. Etwa 20 Kilometer außerhalb liegt übrigens der romantische Strand Stadtstrand von Vougliameni.

Martin Amanshauser

Und bei Dämmerung noch einmal hinauf auf den Lycabettus: Gute Nacht, Athen!

www.amanshauser.at

Martin Amanshauser
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Die Akropolis in Athen kann man nur knapp nach ihrer morgendlichen Öffnung als lebens- und besuchenswerten Ort bezeichnen. Von diesem Zeitpunkt an füllt sich die antike Stadtfestung mit ihren 2500 Jahre alten Bauwerken mit – respektlos gesagt – Menschenmaterial.

Martin Amanshauser

Viele Besucher wiederum (natürlich nicht diese völlig Unschuldigen hier!) stibitzen selbst Material. Trotz strikten Mitnahmeverbots sind kleinere Akropolis-Steine so populär, dass jeden Winter Dutzende Lastwagen neuen „original“ Schutt ankarren müssen, damit Griechenlands populärster Burgberg nicht zusammenschrumpft.

Martin Amanshauser

Ein nie abreißender Strom von Besuchern quält sich auf den 156 Meter hoch gelegenen Burgberg mit den Propyläen, dem Erechtheion, dem Niketempel ...

Martin Amanshauser

... und dem Parthenon, wie man den Athena-Tempel nennt. Früher war die Akropolis eine besondere Ausgrabungsstätte, heute kann sie bei Sonnenschein zur Hölle auf Erden werden. Die aktuelle Hitzeperiode mit 39 Grad Celsius zwang die Stadtverwaltung zu einem drastischen Schritt: totale Sperrstunde der Sehenswürdigkeit um 14 Uhr. Andernfalls explodiert die Anzahl der Sonnenstiche und Dehydrationen – denn auf historischem Gebiet gibt es keine Standeln.

Martin Amanshauser

Blick vom Parthenon in die Gegenrichtung: Fast ebenso imposant ist er, doch auf den Stadthügel rechts der Mitte, den Lycabettus, auf Deutsch „Wolfsberg“, verschlägt es deutlich weniger Besucher. Es handelt sich also um den touristischen Gegenpol, und vergleichsweise um eine Oase der Schönheit und Ruhe.

Martin Amanshauser

Dabei beträgt seine Höhe 277 Meter – und man kann mit einer hübschen Tunnel-Standseilbahn aus dem Jahr 1965 einen knappen Viertelkilometer hinauffahren, Startpunkt an der Kreuzung von Plutarch und Aristippou (Hinterseite). Warnung: Oben im Lokal sollte man nur Kaffee trinken, das Moussaka schmeckt laut Selbsttest Ihres Autors scheußlich. Naja, eh klar.

Martin Amanshauser

Neben der Kapelle Agios Georgios kann man die Blicke in die andere Richtung schweifen lassen, wiederum zur Akropolis, und an die Massen denken, die sich gerade dort hinaufwälzen müssen oder sich aus Hitzegründen gar nicht hinaufwälzen dürfen.

Martin Amanshauser

Zurück in Athens Innenstadt – an einigen Orten hört man interessante Straßenmusik von Einheimischen, die die komplizierte Arbeitsmarkt-Situation nützen, um eigenes hervorzubringen.

Martin Amanshauser

Auch populäre Symbole der Vergangenheit werden sichtbar.

Martin Amanshauser

Angesichts der Hitze bitte niemals auf Getränke vergessen! Hier ein nicht ausschließlich gut gemeinter Vorschlag.

Martin Amanshauser

Vom Syntagma-Platz fährt eine Straßenbahn bis ans Meer. Die sogenannte „Costa del Sol“ hat in der Nacht oft Disco-Flair, untertags zeigt sie sich zwar nicht als schönste Küste der Welt, das Wasser ist jedoch relativ klar. Etwa 20 Kilometer außerhalb liegt übrigens der romantische Strand Stadtstrand von Vougliameni.

Martin Amanshauser

Und bei Dämmerung noch einmal hinauf auf den Lycabettus: Gute Nacht, Athen!

www.amanshauser.at

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