Unsehenswürdigkeiten: Amanshausers Albträume - 04 San Francisco

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Fast scheint es, als würden alle Besucher San Franciscos für ein Selfie zum Plastikherz am zentralen Union Square antreten. Es ist nicht immer das gleiche Herz. Jedes Jahr stellen Bildende Künstler neue Herzskulpturen zum Thema „I left my heart in San Francisco“ aus.

Martin Amanshauser
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Ebenso unvermeidlich ist ein Besuch an der etwas unspektakulären Fisherman´s Wharf, einst Billigsiedlungsgebiet italienischer Einwanderer (eben Fischer) mit Touristenfallen, überteuerten Lokalen und einer Seelöwenkolonie auf Pier 39.

Tipp: Auf keinen Fall die „Clam Chowder“ (Suppe) in einem Brot namens „Sourdough“ (offenbar Sauerteig) konsumieren – das ist (und wird dann auch meist zum) Möwenfutter!

Martin Amanshauser
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Wer hätte etwas gegen eine Fahrt mit der klassischen Straßenbahn von San Francisco, deren Bestehen wir der Aktivistin Friedel Klussman (1896-1986) verdanken, die einst das „Citizens' Committee to Save the Cable Cars“ gründete?

Ende der Vierzigerjahre erkämpfte sie ein Referendum, das mit 166.989 Ja- gegen 51.457 Nein-Stimmen den Erhalt sicherte.

Martin Amanshauser
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Sicherheitsfreaks können nicht anders und besuchen die Ex-Hochsicherheitsgefängnisinsel Alctaraz in der SF Bay. Zwischen 1861 und 1963 galt sie als beinahe ausbruchssicher (eisiges Wasser), geschlossen wurde das Gefängnis letztlich wegen der zu hohen Betriebskosten.

Martin Amanshauser
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Was macht nun jemand, wenn er die Massenvergnügungen durch hat und nicht gerade in einen amerikanischen Dinner-Nachtklub, dem Zentrum der Prüderie, gehen möchte?

Martin Amanshauser
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Er begibt sich zum Beispiel ins aktuelle Gentrifizierungs-Viertel, in den Stadtteil Mission, früher ein Latino-District, heute magnetischer Anziehungspunkt für Bobos mit Geld von den Eltern.

Martin Amanshauser
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In der Mission sind auffällig viele Hauswände bemalt, und zwar mit „murals“, eines Kunstform, die hier seit den frühen Siebzigern floriert. Ein Verein namens „Precita Eyes Mural Arts“ verwaltet die Kunstwerke, bekannteste Straße ist die Balmy Alley .

Martin Amanshauser
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Kaum jemand in San Francisco hat „flowers in the hair“ ...

Martin Amanshauser
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... doch garantiert ist es die Stadt der seltsamen Begegnungen.

Martin Amanshauser
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Und es gibt eine wunderbare Chinatown. In einer ihrer dunklen Alleys sind die Glückskekse („fortune tea cookies“, später ohne „tea“) erfunden worden – sie wurden später erfolgreich nach China exportiert.

Martin Amanshauser
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Das chinesische Viertel ist nicht groß, aber sehr original. Neben einem Laden, der ausschließlich Wok-Pfannen verkauft, lässt dieser Straßenmusiker ein Kind mitspielen.

Martin Amanshauser
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Größtes Erlebnis von San Francisco ist North Beach, das italienische Viertel. Neben dem Beat-Museum und der Buchhandlung „City Lights“ von Lawrence Ferlinghetti haben an jeder Ecke italienische Kantinen und Cafés geöffnet.

www.amanshauser.at

NEU: Martin Amanshauser, „Die Amerikafalle, oder: Wie ich lernte, die Weltmacht zu lieben“, Kremayr & Scheriau 2018.

Martin Amanshauser
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