Reise: 451 Spanien/Marbella

breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Mit dem Leihwagen nach Marbella, mondäne Küstenstadt in Andalusien, Costa del Sol, knapp 140.000 Einwohner, 59 Kilometer von Málaga. Muss man da überhaupt hin? Nicht unbedingt. Aber ein Blick auf das vornehme Teil kann nicht schaden.

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Erster Eindruck: Wunderbarer Sand, elegante Schirme bis zum Horizont. Alles sehr sauber, und auf einem Schild steht sogar „No horses“. Prominente, Adelige und Superstars wie Brigitte Bardot und Sean Connery kommen hierher auf Urlaub, und offensichtlich reisen die Besucher teilweise mit Pferden.

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Stars verbergen sich aber immer gerade, wenn man sie antreffen will. Ich sehe an diesem Vormittag keine, sieht man von ein paar sehr perfekt gekämmten Zuchthunden ab, die vom Dienstpersonal spazieren geführt werden. Verbergen sich mittelmäßige Promis im stark bewachten Hotelbunker, der „der Starke“ heißt?

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Hier, im ziemlich desolaten „Hotel HA“, das einfach mit vier Sonnen statt vier Sternen wirbt, sind sie sicher nicht! (Beim Abknipsen gefiel mir einfach der Name. Ich bin dem später für euch Leserinnen und Leser nachgegangen, HA ist gar kein Name, das bedeutet einfach nur „Hotel Apartamento“.)

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Aber wer weiß? Nichts ist ganz sicher. Garantie gibt es jedenfalls keine.

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Die Altstadt Marbellas liegt etwas erhöhnt, sie ist klein und wunderhübsch. Enge, mittelalterliche Gässchen, maurischer Stil, die Häuser sind meist nach innen gerichtet und haben elegante Patios. Muslime beherrschten Marbella (sie nannten es Marbiliya) von 771 bis 1485.

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Die muslimische Herrschaft basierte zwar nicht auf demokratischen Werten, aber immerhin auf jenen der Toleranz. Christen und Juden durften, wenn sie eine Kopfsteuer zahlten, ihren Kulten in eigenen Gotteshäusern nachgehen. Die drei großen Religionen lebten problemlos zusammen – so wie es später, unter christlicher Herrschaft, nie mehr möglich sein würde.

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Der zentrale Platz (von der neuen, christlichen Herrschaft im 16. Jahrhundert angelegt, hier steht das Rathaus, hier war der Kerker, hier steht die Kirche Ermita de Santiago) heißt Plaza de los Naranjos, und heute ist er einer der wunderbarsten Flecken in Andalusien, wo Orangen- und Zitronenbäumen einen betörenden Duft verströmen. Wer in dieser Oase einen Kaffee getrunken hat – teurer als sonstwo, aber jeden Cent wert – darf sich glücklich schätzen.

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Zum Teufel, ist Marbella schön! Man muss sich allerdings ein bisschen …

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

… an die Blumentöpfe gewöhnen, die überall an den Wänden befestigt sind.

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Ehrlich gesagt bin ich einer, der Blumentöpfe auf die Dauer etwas befremdlich findet. Ich springe lieber ins warme Meer der Costa del Sol.

Martin Amanshauser
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

… nehme den Wagen und fahre dann die 81 Kilometer weiter in Richtung Gibraltar!

Der Autor war eingeladen von Only-Apartments, www.only-apartments.de und Vueling Airlines, www.vueling.com.

Neues Buch! Die besten Martin-Amanshauser-Kolumnen aus dem „Schaufenster“ gibt es jetzt im Picus Verlag unter dem Titel „Typisch Welt, 111 Geschichten zum weiter Reisen“, 20,00 EUR.

www.amanshauser.at

Martin Amanshauser
Kommentar zu Artikel:

Amanshausers Welt: 451 Spanien/Marbella

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.