Amanshausers Welt: 486 Niagara Falls / Kanada

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Ein paar Hotels schießen in die Höhe in der Stadt Niagara Falls (82.000 Einwohner), Ontario, Kanada. Hier sieht man ihre Rückseiten (günstigere Zimmer). Nach vorne blicken die Gäste zu den Fällen.

Martin Amanshauser
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Von der erhöhten Stadtebene fährt seit 1966 eine Standseilbahn unermüdlich auf und ab, die knapp 60 Meter kurze „Falls Incline Railway“, die zu den langsamsten der Welt gehören soll …

Martin Amanshauser
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… Aussteigende stehen nach der Durchquerung eines Informationszentrums zunächst einmal in der Gischt der „Horseshoe Falls“. Das Wasser der Niagarafälle stürzt hier auf einer Kantenlänge von 670 Meter bis zu 57 Meter in die Tiefe.

Martin Amanshauser
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Niagara Falls wurde 1903 gegründet. Diese Stelle des Niagara Rivers zieht seit dem frühen 19. Jahrhundert die Menschen an. Sie zieht sich aber auch aufgrund von Erosion zurück, das Hufeisen wird prägnanter und niedriger, und in ein paar Tausend Jahren wird von dieser Sehenswürdigkeit laut Prognosen es nur mehr ein kleines Stüfchen sichtbar sein, über das ein Wässerchen plätschert.

Martin Amanshauser
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Dieser Wasserspritz-Spaß heißt „Journey Behind the Falls“ – unten am Wasserspiegel sind neben dieser Aussichtsplattform Tunnels von 46 Metern Länge gegraben worden, die Besucher ziehen gelbe One-Way-Jacken über und stehen im Sprühregen oder sehen den Fällen von innen beim Fallen zu.

Martin Amanshauser
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Ein verlässlicher Regenbogen, der sich bei Sonne über die Niagara Falls spannt, von Kanada (links) in die USA – oder umgekehrt.

Martin Amanshauser
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„Maid of the Mist“ – so heißt die 20-minütige Bootstour in den Gischtbereich der Fälle. Eine recht raue Unternehmung, die Besucher seit 1846 machen. Alle diese Schiffe heißen ebenfalls „Maid of the Mist“ mit einer römischen Ordnungszahl anschließend.

Martin Amanshauser
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Der Niagara River, die Verbindung zwischen Eriesee und Ontariosee, gebärdet sich hier noch unauffällig. Man stelle sich aber vor, dass sich 1901 die 63-jährige Annie Taylor, um Star zu werden und der Armut zu entkommen, in einem selbst konstruierten Holzfass die Fälle hinunterstürzte. Sie überlebte tatsächlich. Ihr Manager verdiente mehr an der Sache als sie, sie starb im Armenhaus …

Martin Amanshauser
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… und das sind die Fälle in der Nacht, beleuchtet. Gegen die Morgenstunden hin endet dieses Spektakel. Dann wird insgesamt weniger Wasser durchgelassen – Kanadier und Amerikaner benötigen es für ihre Wasserkraft. Untertags fließt laut bilateralem Vertrag von 1950 ein Viertel bis die Hälfte des vorhandenen Wassers durch, nachts nur ein Viertel bis ein Achtel, alles je nach Saison.

Martin Amanshauser
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Das ist die gegenüber liegende Seite des Flusses, namentlich die Vereinigten Staaten von Amerika – dieser Teil der Fälle wird American Falls (250 Meter breit, an der höchsten Stelle 34 Meter) genannt. Der schönere Teil liegt auf amerikanischem Staatsgebiet, doch die Blicke von Kanadas Seite aus sind beeindruckender.

Martin Amanshauser
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Ein zerschrammtes Auto jenseits der Rainbow Bridge, die die Staatsgrenze markiert. Wir befinden uns jetzt in den USA. Auch die hiesige Stadt heißt Niagara Falls – sie liegt im Bundesstaat New York und hat 50.000 Einwohner.

Martin Amanshauser
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Blick über die American Falls nach Kanada, wo der größere Rummel ist. Einen Sturz über diesen der Fälle hat im Gegensatz zu jenem der Horseshoefalls – vermutlich wegen einer darunterliegenden Schutthalde – noch kein Mensch überlebt.

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Martin Amanshauser