Abgefahren

Zehn der berühmtesten Straßen der Welt

Von der legendären Route 66 über historischen Asphalt bis hin zur „Königin der Straßen“: Auf diesen Wegen findet man Freiheit, Geschichte – und Superlative.

Route 66, USA

Sie gilt als die Mutter aller Roadtrips: Das Charisma der legendären „Route 66“ überdauerte bis heute, auch wenn die wohl berühmteste Straße der Vereinigten Staaten 1985 offiziell aus dem United States Highway System entfernt und durch das neue Interstate System ersetzt wurde. Einst führte sie durch acht US-Bundesstaaten: von Chicago im Osten über 3945 Kilometer nach Santa Monica in Kalifornien. Heute können zahlreiche Abschnitte vor allem in Illinois, Missouri, New Mexico und Arizona und entlang beeindruckender Landschaften als Historic Route 66 befahren werden – eine Rundreise durch das Herz der USA.

(c) imago images / Aurora Photos (Paul Giamou)

Las Vegas Boulevard South, Nevada, USA

Wir bleiben in den USA, denn wo die einen auf der Route 66 ihre Freiheit suchen, probieren die anderen in Las Vegas ihr Glück. Wer drinnen in einem der Casinos der riesigen Hotelkomplexe vom Pech verfolgt ist, folgt draußen lieber den bunten Neonlichtern und spektakulären Shows am legendären Vegas Strip. Standesgemäß in einer Limousine oder in einem Cabrio braust man über den Boulevard, denn in der "Sin City" muss man für nichts seinen fahrbaren Untersatz verlassen – von Restaurants über eine Heiratskapelle, hier wird alles auch in einer Drive-In-Variante geboten.

(c) imago stock&people (imago stock&people)

Fifth Avenue, New York, USA

In den Straßen an der Ostküste der USA geht es etwas gediegener, wenn auch nicht weniger bekannt zu. Vor allem die New Yorker rühmen sich mit der Fifth Avenue, die berühmteste Straße der Welt gepflastert zu haben. Wenn vielleicht auch nicht die bekannteste, gemessen an den Mietpreisen ist die Straße, die sich vom Washington Square Park durch ganz Manhattan bis nach Harlem zieht und an deren Westseite sich der Central Park befindet, jedenfalls die teuerste Straße der Welt. US-Präsident Donald Trump hat sich mit dem „Trump Tower“ an der exklusiven Adresse ein Denkmal gesetzt. Geschäfte wie Prada, Armani, Tiffany (wo man tatsächlich frühstücken kann) laden zum Luxus-Schaufensterbummel. Kulturinteressierte lockt eher ein Besuch im Metropolitan Museum of Art oder in einer der historischen Kirchen.

(c) imago/AGB Photo (imago stock&people)

Lombard Street, San Francisco, USA

Wir wechseln noch einmal an die Westküste der USA. San Francisco ist berühmt für seine hügeligen Straßen, doch eine sticht ganz besonders hervor: Wer sich mit seinem Auto in der Lombard Street in San Francisco den Russian Hill herunterschlängelt, sollte zwei Voraussetzungen unbedingt erfüllen: Schwindelfreiheit und gute Bremsen. Zwischen Hyde Street und Leavenworth Street wickelt sich die abschüssige Straße auf nur wenigen Metern in ganzen acht Haarnadelkurven hinab. Nicht umsonst gilt sie als kurvenreichste Straße der Welt. Aufgrund ihres Gefälles von teilweise 27 Prozent wurde die Straße 1923 in Serpentinenform zur Einbahnstraße umgebaut.

(c) www.imago-images.de (Brian Summers)

Avenue des Champs-Élysées, Paris, Frankreich

Die Avenue des Champs-Élysées in Paris zeigt, wie Boulevard geht: über 70 Meter breit, 1910 Meter lang und an jedem Ende ein beeindruckendes historisches Monument. Zwischen dem Obelisken auf dem Place de la Concorde und dem Place Étoile mit dem Triumphbogen erstrecken sich sorgfältig getrimmte Baumreihen, Luxusläden und Gehsteig-Cafés. Von hier aus ist es auch nicht weit zur großen Kunst (zu bestaunen etwa im Grand Palais) oder zur Politik (der Élysées-Palast liegt nur unweit entfernt). Den Grundstein für all die Pracht legte im 17. Jahrhundert André Le Nôtre, der Gärtner von König Louis XIV.

(c) www.imago-images.de (Werner Dieterich)

Via Appia, Italien

Alle Straßen führen nach Rom – und die berühmteste unter ihnen trägt zugleich den Namen ihres Erbauers. Die Via Appia wurde im 312 v. Chr. Appius Claudius Ceacus erbaut und zählte als Verbindungsstraße zwischen Rom und der apulischen Hafenstadt Brindisi im Osten Italiens bald zu den wichtigsten Handelsstraßen des Römischen Reiches. Nicht zufällig erhielt sie schon in der Antike den Beinamen Regina Viarum, „Königin der Straßen“. Die geschichtsträchtigste Fernstraße mit ihrer antiken Pflasterung ist heute nicht mehr vollständig erhalten und wurde teilweise durch moderne Straßen überbaut. Es finden sich jedoch noch einige gut erhaltene Straßenetappen in Latium (vor allem rund um Rom), Kampanien, Basilikata und Apulien.

(c) imago/epd (Stefano Dal Pozzolo)

Downing Street, London, Großbritannien

Der Niedergang des britischen Empire, zwei Weltkriege - und nun der Brexit: An dieser Adresse wird seit fast 300 Jahren Geschichte geschrieben. In der Downing Street 10 hat seit 1735 der britische Premier seinen Amts- und seit 1902 auch seinen Wohnsitz. Bis 1986 war Straße für den Verkehr und Schaulustige freigegeben. Margaret Thatcher ließ jedoch aus Angst vor Terroranschlägen hohe schwarze Stahlgitter errichten, die den Eingang zur Straße bis heute schützen. Auch wenn es hier nicht viel zu sehen gibt, zahlreiche Touristen versuchen dennoch täglich einen Blick durch die Gitter und vorbei an den strengen Augen des Sicherheitspersonal zu erhaschen.

(c) imago/Westend61 (imago stock&people)

Great Ocean Road, Victoria, Australien

Wir reisen an das andere Ende der Welt, denn historischer Boden führt zu Australiens schönsten Ausblicken und Naturlandschaften: Die Great Ocean Road im Südosten des Kontinents ist nicht nur eine der bekanntesten Küstenstraßen der Welt, sondern auch das weltweit größte Kriegsdenkmal. Die Straße wurde von heimgekehrten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg in Erinnerung an ihre gefallenen Kameraden erbaut und 1932 offiziell eröffnet. Heute ist die 243 Kilometer lange Strecke zwischen Torquay und Allansford, die sich dicht am Ozean entlangschlängelt und zu vielen bekannten Plätzen wie den 12 Aposteln oder Bells Beach führt, vor allem bei Touristen beliebt.

(c) Imago

Panamericana, Amerika

Zwei Kontinente, 19 Ländern, vier Klimazonen, dichter Dschungel und Hochgebirgspässe: Willkommen auf dem längsten Roadtrip der Welt. Die Panamericana verbindet – mit wenigen Lücken – auf rund 48.000 Straßenkilometern Alaska mit Feuerland, wobei der Begriff „Straße“ im klassischen Sinn hier gar nicht richtig ist. Vielmehr ist der Mega-Highway ein Netz aus vielen Schnellstraßen. 1925 entstand in Buenos Aires die Idee für die einzigartige kontinentübergreifende Schnellstraße. Im Bild ist ein Abschnitt in Peru zu sehen.

(c) imago/Westend61 (imago stock&people)

Avenida 9 de Julio, Buenos Aires, Argentinien

Apropos Buenos Aires: Die argentinische Hauptstadt rühmt sich mit der Avenida 9 de Julio, die an den Unabhängigkeitstag Argentiniens (9. Juli 1816) erinnert, die breiteste Straße der Welt gebaut zu haben. 16 Fahrspuren auf 140 Meter Breite machen sie jedenfalls nicht nur zur Hauptverkehrsader der Stadt, sondern auch zu einer echten Herausforderung für Fahrer und Fußgänger. Entlang der Prachtstraße, die vom wohlhabenden Stadtteil Retiro bis zum Bahnhof Constitución führt, findet man Luxushotels und exklusive Läden, aber auch heruntergekommene Gebäude und Straßenprostitution. Vom 67 Meter hohen Obelisken der Stadt, der vom Plaza de la República in die Höhe ragt und den man erklimmen kann, zeigt sich erst das ganze Ausmaß der riesigen Straße.

(c) imago/robertharding (imago stock&people)
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Route 66, USA

Sie gilt als die Mutter aller Roadtrips: Das Charisma der legendären „Route 66“ überdauerte bis heute, auch wenn die wohl berühmteste Straße der Vereinigten Staaten 1985 offiziell aus dem United States Highway System entfernt und durch das neue Interstate System ersetzt wurde. Einst führte sie durch acht US-Bundesstaaten: von Chicago im Osten über 3945 Kilometer nach Santa Monica in Kalifornien. Heute können zahlreiche Abschnitte vor allem in Illinois, Missouri, New Mexico und Arizona und entlang beeindruckender Landschaften als Historic Route 66 befahren werden – eine Rundreise durch das Herz der USA.

(c) imago images / Aurora Photos (Paul Giamou)

Las Vegas Boulevard South, Nevada, USA

Wir bleiben in den USA, denn wo die einen auf der Route 66 ihre Freiheit suchen, probieren die anderen in Las Vegas ihr Glück. Wer drinnen in einem der Casinos der riesigen Hotelkomplexe vom Pech verfolgt ist, folgt draußen lieber den bunten Neonlichtern und spektakulären Shows am legendären Vegas Strip. Standesgemäß in einer Limousine oder in einem Cabrio braust man über den Boulevard, denn in der "Sin City" muss man für nichts seinen fahrbaren Untersatz verlassen – von Restaurants über eine Heiratskapelle, hier wird alles auch in einer Drive-In-Variante geboten.

(c) imago stock&people (imago stock&people)

Fifth Avenue, New York, USA

In den Straßen an der Ostküste der USA geht es etwas gediegener, wenn auch nicht weniger bekannt zu. Vor allem die New Yorker rühmen sich mit der Fifth Avenue, die berühmteste Straße der Welt gepflastert zu haben. Wenn vielleicht auch nicht die bekannteste, gemessen an den Mietpreisen ist die Straße, die sich vom Washington Square Park durch ganz Manhattan bis nach Harlem zieht und an deren Westseite sich der Central Park befindet, jedenfalls die teuerste Straße der Welt. US-Präsident Donald Trump hat sich mit dem „Trump Tower“ an der exklusiven Adresse ein Denkmal gesetzt. Geschäfte wie Prada, Armani, Tiffany (wo man tatsächlich frühstücken kann) laden zum Luxus-Schaufensterbummel. Kulturinteressierte lockt eher ein Besuch im Metropolitan Museum of Art oder in einer der historischen Kirchen.

(c) imago/AGB Photo (imago stock&people)

Lombard Street, San Francisco, USA

Wir wechseln noch einmal an die Westküste der USA. San Francisco ist berühmt für seine hügeligen Straßen, doch eine sticht ganz besonders hervor: Wer sich mit seinem Auto in der Lombard Street in San Francisco den Russian Hill herunterschlängelt, sollte zwei Voraussetzungen unbedingt erfüllen: Schwindelfreiheit und gute Bremsen. Zwischen Hyde Street und Leavenworth Street wickelt sich die abschüssige Straße auf nur wenigen Metern in ganzen acht Haarnadelkurven hinab. Nicht umsonst gilt sie als kurvenreichste Straße der Welt. Aufgrund ihres Gefälles von teilweise 27 Prozent wurde die Straße 1923 in Serpentinenform zur Einbahnstraße umgebaut.

(c) www.imago-images.de (Brian Summers)

Avenue des Champs-Élysées, Paris, Frankreich

Die Avenue des Champs-Élysées in Paris zeigt, wie Boulevard geht: über 70 Meter breit, 1910 Meter lang und an jedem Ende ein beeindruckendes historisches Monument. Zwischen dem Obelisken auf dem Place de la Concorde und dem Place Étoile mit dem Triumphbogen erstrecken sich sorgfältig getrimmte Baumreihen, Luxusläden und Gehsteig-Cafés. Von hier aus ist es auch nicht weit zur großen Kunst (zu bestaunen etwa im Grand Palais) oder zur Politik (der Élysées-Palast liegt nur unweit entfernt). Den Grundstein für all die Pracht legte im 17. Jahrhundert André Le Nôtre, der Gärtner von König Louis XIV.

(c) www.imago-images.de (Werner Dieterich)

Via Appia, Italien

Alle Straßen führen nach Rom – und die berühmteste unter ihnen trägt zugleich den Namen ihres Erbauers. Die Via Appia wurde im 312 v. Chr. Appius Claudius Ceacus erbaut und zählte als Verbindungsstraße zwischen Rom und der apulischen Hafenstadt Brindisi im Osten Italiens bald zu den wichtigsten Handelsstraßen des Römischen Reiches. Nicht zufällig erhielt sie schon in der Antike den Beinamen Regina Viarum, „Königin der Straßen“. Die geschichtsträchtigste Fernstraße mit ihrer antiken Pflasterung ist heute nicht mehr vollständig erhalten und wurde teilweise durch moderne Straßen überbaut. Es finden sich jedoch noch einige gut erhaltene Straßenetappen in Latium (vor allem rund um Rom), Kampanien, Basilikata und Apulien.

(c) imago/epd (Stefano Dal Pozzolo)

Downing Street, London, Großbritannien

Der Niedergang des britischen Empire, zwei Weltkriege - und nun der Brexit: An dieser Adresse wird seit fast 300 Jahren Geschichte geschrieben. In der Downing Street 10 hat seit 1735 der britische Premier seinen Amts- und seit 1902 auch seinen Wohnsitz. Bis 1986 war Straße für den Verkehr und Schaulustige freigegeben. Margaret Thatcher ließ jedoch aus Angst vor Terroranschlägen hohe schwarze Stahlgitter errichten, die den Eingang zur Straße bis heute schützen. Auch wenn es hier nicht viel zu sehen gibt, zahlreiche Touristen versuchen dennoch täglich einen Blick durch die Gitter und vorbei an den strengen Augen des Sicherheitspersonal zu erhaschen.

(c) imago/Westend61 (imago stock&people)

Great Ocean Road, Victoria, Australien

Wir reisen an das andere Ende der Welt, denn historischer Boden führt zu Australiens schönsten Ausblicken und Naturlandschaften: Die Great Ocean Road im Südosten des Kontinents ist nicht nur eine der bekanntesten Küstenstraßen der Welt, sondern auch das weltweit größte Kriegsdenkmal. Die Straße wurde von heimgekehrten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg in Erinnerung an ihre gefallenen Kameraden erbaut und 1932 offiziell eröffnet. Heute ist die 243 Kilometer lange Strecke zwischen Torquay und Allansford, die sich dicht am Ozean entlangschlängelt und zu vielen bekannten Plätzen wie den 12 Aposteln oder Bells Beach führt, vor allem bei Touristen beliebt.

(c) Imago

Panamericana, Amerika

Zwei Kontinente, 19 Ländern, vier Klimazonen, dichter Dschungel und Hochgebirgspässe: Willkommen auf dem längsten Roadtrip der Welt. Die Panamericana verbindet – mit wenigen Lücken – auf rund 48.000 Straßenkilometern Alaska mit Feuerland, wobei der Begriff „Straße“ im klassischen Sinn hier gar nicht richtig ist. Vielmehr ist der Mega-Highway ein Netz aus vielen Schnellstraßen. 1925 entstand in Buenos Aires die Idee für die einzigartige kontinentübergreifende Schnellstraße. Im Bild ist ein Abschnitt in Peru zu sehen.

(c) imago/Westend61 (imago stock&people)

Avenida 9 de Julio, Buenos Aires, Argentinien

Apropos Buenos Aires: Die argentinische Hauptstadt rühmt sich mit der Avenida 9 de Julio, die an den Unabhängigkeitstag Argentiniens (9. Juli 1816) erinnert, die breiteste Straße der Welt gebaut zu haben. 16 Fahrspuren auf 140 Meter Breite machen sie jedenfalls nicht nur zur Hauptverkehrsader der Stadt, sondern auch zu einer echten Herausforderung für Fahrer und Fußgänger. Entlang der Prachtstraße, die vom wohlhabenden Stadtteil Retiro bis zum Bahnhof Constitución führt, findet man Luxushotels und exklusive Läden, aber auch heruntergekommene Gebäude und Straßenprostitution. Vom 67 Meter hohen Obelisken der Stadt, der vom Plaza de la República in die Höhe ragt und den man erklimmen kann, zeigt sich erst das ganze Ausmaß der riesigen Straße.

(c) imago/robertharding (imago stock&people)
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