Skurriles: 8 Dinge, die in den USA verboten sind – im Gegensatz zu Waffen

breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Nach dem Massaker in Las Vegas, bei dem 59 Menschen durch Schüsse eines Mannes starben, nahm die Diskussion um Waffenverbote in den USA erneut Fahrt auf. Solche Diskussionen führen regelmäßig ins Nichts: Die mächtige Waffenlobby der Vereinigten Staaten setzte sich bislang immer recht erfolgreich für sehr liberale Waffengesetze ein (auch wenn sie sich zuletzt für eine verstärkte Kontrolle beim Verkauf sogenannter "Bump Stocks" aussprach).

Dabei sind US-Behörden eigentlich recht gut darin, Dinge zu verbieten. Das berühmteste Beispiel ist wohl das - in Europa beliebte - Kinder-Überraschungsei, das in den USA nicht verkauft werden darf - wegen der Kleinteile in der gelben Kapsel. Sie seien nicht kindergerecht, findet die zuständige Behörde.

(c) imago/STPP (imago stock&people)
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Gewisse Rohmilchkäsesorten - wie Camembert aus der Normandie, der mit nicht pasteurisierter Milch produziert wird - können nicht in die USA importiert oder dort verkauft werden. Der Grund: Bedenken bei den Hygieneregulierungen.

(c) imago/Anka Agency International (imago stock&people)
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Ein Stück schottische Tradition darf ebenfalls nicht in die Vereinigten Staaten eingeführt werden: Haggis, der berühmte mit Schafsinnereien gefüllte Schafsmagen. Zwar kann Haggis in den USA produziert werden - Import von Schafslunge ist aber verboten.

(c) Reuters (Russell Cheyne)
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Ebenfalls eine traditionelle Speise, diesmal aus China: Haifischflossensuppe. In den USA ist der höchst umstrittene Haifischfang für Schiffe unter amerikanischer Flagge verboten; in Kalifornien ist auch der Verkauf von Haiffischflossen per se nicht erlaubt. Um an Haiffischflossen zu kommen, schneiden manche Fischer lebendigen Haien die Flossen ab und werfen sie anschließend zurück ins Meer, wo die Haie meist ertrinken.

(c) REUTERS (Ben Nelms)
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Auch einer anderen brutalen Praxis aus der Welt der Tierjagd wird in den USA mit einem (Beinah-Komplett-)Verbot entgegengetreten: Elfenbein darf de facto nicht verkauft werden.

(c) REUTERS (Francois Lenoir)
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Flächendeckend verboten sind übrigens auch Mirabellen, die kleinen, gelben Pfläumchen. In keinem US-Bundesstaat dürfen die "Originale" vertrieben werden, die aus dem französischen Lothringen stammen. (Vermutlich wegen eines Handelsabkommens mit Frankreich - warum genau, weiß aber niemand so wirklich.)

(c) imago/blickwinkel (imago stock&people)
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Kurios ebenfalls: In südkalifornischen Schulen wurde die zehnte Ausgabe des Merriam-Webster-Wörterbuchs verboten, weil darin der Begriff "Oralsex" erklärt wurde.

(c) imago/AFLO (imago stock&people)
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Die USA sind freilich generell als Land der skurillen Verbotsgesetze bekannt. Eine solche Regulierung stammt aus dem Bundesstaat Georgia: Dort sind Bingo-Spiele verboten, die länger als fünf Stunden dauern (außer, sie finden auf Messen statt).

(c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)