Margaret River: Weinwandel im Aussteigerparadies

Zum Ende der Welt zog es von jeher die Aussteiger. Heute machen sie im australischen Margaret River gute Geschäfte, vor allem mit Gourmetreisenden.

Weinbau „down under“: Hat Tradition, wie die Rebstöcke zeigen.
Weinbau „down under“: Hat Tradition, wie die Rebstöcke zeigen.
Weinbau „down under“: Hat Tradition, wie die Rebstöcke zeigen. – Imago

Vor 30 Jahren kamst du zum Surfen, Doperauchen oder Weinmachen nach Margaret River“, erinnert sich Virginia Willcock und beeilt sich nachzulegen: „Für mich zählte immer das Letztere.“ Die Winzerin mit dem Österreich-Faible (der Deutschkreutzer Kollege Albert Gesellmann ist ein Freund der Familie) startet das Mittagessen mit einem leichten Cabernet, erst danach kommt ihr der 90 Euro teure Heytesbury Chardonnay ins Glas. „Wir machen hier Dinge gern anders“, so Willcock. „Hier“ bedeutet Margaret River, und wer auf dem Weingut Vasse Felix am Tisch sitzt, ist in der Regel dreieinhalb Stunden unterwegs gewesen. Eine einzige Stichstraße führt von Westaustraliens Kapitale Perth hierher. Spannend ist anders: „Siehst du die ersten Kängurus am Kreisverkehr, haben wir zwei Drittel des Wegs hinter uns“, lobt der Fahrer eine der wenigen Attraktionen aus.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2019)

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