Damals und heute: Die Golden Globes im Wandel

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Die Golden Globes stellen ein verlässliches Zeichen für spätere Oscar-Ehren dar: Seit der ersten Vergabe 1944 durften sich Dutzende Globe-Sieger auch bei den Academy Awards über die wichtigste Auszeichnung freuen. Anlässlich der 75. Ausgabe am Sonntag drehen wir am Rad der Zeit.

Marilyn Monroe, hier 1952, wurde im Laufe ihrer Karriere mit drei Globes ausgezeichnet, davon zweimal als weltweit beliebteste Darstellerin. Bei den Oscars gab es für sie lediglich einen Auftritt als Moderatorin.

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Anita Ekberg (hier 1956) wurde seinerzeit als "schwedischer Eisberg" vermarktet und erhielt 1955 für ihre Rolle in "Der gelbe Strom" von Regisseur William Wellmann den Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin. 

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Zwei Oscars, vier Golden Globes, acht Ehen - Elizabeth Taylor (1958) lebte gern in der Superlative.

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Nicht vielen gebürtigen Österreichern steht der Beiname "Weltstar" zu, ihm schon: Maximilian Schell (1961), der seinen Durchbruch in Hollywood feierte, am New Yorker Broadway und in London auf der Bühne stand und Anerkennung als Film- und Opernregisseur fand. Schell starb 2014.

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Ein erfolgreiches Leinwandpaar: Claudia Cardinale und Omar Sharif (1966). Ausgezeichnet wurde allerdings nur er, zweimal für "Lawrence von Arabien" und einmal für "Doktor Schiwago".

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Dustin Hoffman, 1968, ein Jahr nachdem "Die Reifeprüfung" in die Kinos kam - sein Durchbuch. Viele Jahre später streute ihm ein Kollege bei einer Gala Rosen. Tom Cruise, der in "Rain Man" den Bruder von Hoffmans Figur spielt, würdigte seine "grenzenlose Neugier". Hoffman trete erst dann vor die Kamera, wenn er "die absolute Wahrheit der Person ergründet hat, die er porträtiert", sagte Cruise 1997 bei der Vergabe der Golden Globes. Er überreichte Hoffman - damals noch nicht einmal 60 - den Cecil B. DeMille Award für das Lebenswerk.

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Barbara Streisand und Gregory Peck, 1969. Rekordhalterin mit den meisten Globes ist zwar - wer sonst - Meryl Streep, die bereits acht Trophäen daheim stehen hat. Rechnet man Sonderpreise wie den bei der Gala verliehenen "Cecil B. DeMille Award" dazu, zieht Barbara Streisand mit elf Statuetten an der Konkurrentin vorbei.

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Sophia Loren, ob 1977 oder 2018, diese Diva ist zeitlos, deshalb modelte sie mit 81 Jahren auch noch für Dolce & Gabbana. Sie wurde viermal als beliebteste Darstellerin des Jahres 1964, 1965, 1969 und 1977 ausgezeichnet.

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Ja, alterslos. Jane Fonda und John Travolta, 1979. Sie wurde damals als beste Darstellerin für "Coming Home" geehrt und er bekam einen Henrietta Award.

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Bette Midler, 1980. Ihr Handwerk lernte sie als Nachtclub-Sängerin mit Auftritten im New Yorker Schwulen-Club "Continental Bath" - mit Barry Manilow am Piano. Seither sammelte sie vier Grammy-Trophäen, drei Emmy-Fernsehpreise, vier Golden Globes, zwei Oscar-Nominierungen, einen Broadway-Tony und viele begehrte Comedy-Preise.

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Der Spaß geht weiter: Cybill Shepherd, 1986. In "Moonlighting" ("Das Model und der Schnüffler"), einer populären Fernsehkomödie, trat sie von 1985 bis 1989 neben Bruce Willis auf und erhielt dafür zwei Golden Globes.

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Eine große Liebe: Ryan O'Neal und Farrah Fawcett, 1987. Der US-Schauspieler hat seiner langjährigen Lebensgefährtin mittlerweile auch ein literarisches Denkmal gesetzt. Er widmete seine Memoiren "Both of Us: My Life With Farrah" seiner Beziehung zu der Schauspielerin, die 2009 im Alter von 62 Jahren an Krebs gestorben war. 

O'Neal wurde durch den Hollywood-Film "Love Story" berühmt, in der die weibliche Hauptfigur Jennifer Cavalleri an Leukämie stirbt.

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Wenn es Auszeichnungen zu vergeben gibt, zeigt eine immer auf: Meryl Streep (hier 1989), die wahrscheinlich erfolgreichste Schauspielerin der Gegenwart. Mit Spannung darf man ihren Auftritt bei der Gala 2018 erwarten.

Zuletzt kam sie in die Schusslinie rechter Kreise. In einer Posterkampagne in Los Angeles wurde der Schauspielerin vorgeworfen, dass ihr Weinsteins Übergriffe bekannt gewesen sein. Was sie dementiert.

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Sie ist nach einer längeren Pause im vergangenen Herbst mit dem "Orient Express" in die Kinos zurückgefahren. 1989 bekam Michelle Pfeiffer ihren ersten Golden Globe für ihre Rolle in "Die fabelhaften Baker Boys".

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Für "Magnolien aus Stahl" bekam wiederum Julia Roberts 1990 ihren ersten Golden Globe. Amerikas "Sweetheart" arbeitet derzeit an dem Drama "Ben is Back".

Als Roberts im Oktober für ihr Engagement im Kampf gegen Aids geehrt wurde, gab Coldplay-Sänger Chris Martin ein selbst komponiertes Lied über ihr berühmtes Lächeln - "Julia Roberts' Smile" - zum Besten.

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Ein maßlos talentiertes Ungeheuer und das heilige Monster Frankreichs wird er genannt. Gerard Depardieu spielt (trinkt, diskutiert, lebt) mit einer urgewaltigen Energie und explosiven Emotionalität. 1991 wurde er für seinen Beitrag in "Green Card" geehrt. 

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Dass der gemeinsamer Nenner auf den Catwalks der 90er-Jahre schlichte Nacktheit war, beweist hier ganz keck Andie MacDowell (1991).

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Liebe am Red Carpet. Ein Ausflug in das Kapitel "prominente und mittlerweile gescheiterte Beziehungen": Tom Cruise und Nicole Kidman, 1992.

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Heather Locklear und Richie Sambora, 1995

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Gwyneth Paltrow und Brad Pitt, 1996

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Bruce Willis und Demi Moore, 1997

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Madonna und Carlos Leon, 1997

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Brooke Shields, hier 1998 bei den Golden Globes. Ein Anblick, der nicht zuletzt ihre Mutter, die Schauspielerin Teri Shields, sehr glücklich gemacht haben muss. Brooke Shields wurde von ihr bereits sehr jung in die Welt des Showbusiness eingeführt. So kam es vielleicht auch, dass der Fotograf Garry Gross Nacktbilder von Brooke Shields schießen durfte, als sie zehn Jahre alt war.

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Die erste große ernste Rolle gab Jim Carrey der australische Regisseur Peter Weir in der Mediensatire "Die Truman Show". Darin glänzt Carrey als zunächst sorgloser Bürger in einem blitzblanken Ort, der sich als Kulisse für eine inszenierte Show entpuppt. Für diesen Film und "Der Mondmann" wurde Carrey jeweils mit einem Golden Globe als bester Schauspieler geehrt.

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Cameron Diaz ist der Komödie treu geblieben und zählte damit zwischenzeitlich auch immer wieder zu den am besten verdienenden Schauspielerinnen Hollywoods. 2002 kannte man sie vorwiegend als "super süß und super sexy". Diaz wurde bisher mehrmals nominiert und noch nie ausgezeichnet.

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Auch hier: nicht schwanger. Bei falschen Baby-News schlägt Jennifer Aniston so schnell keine. Seit vielen Jahren macht sich der US-Boulevard einen Sport daraus, Aniston nach ihrem möglichen Kinderwunsch zu fragen. 2003 wurde sie als beste Hauptdarstellerin einer Fernsehserie - "Friends", was sonst - ausgezeichnet.

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Die Komikerin und Moderatorin Ellen Degeneres wurde vielleicht noch nie mit einem Golden Globe geehert, dafür wird sie von ihrem Publikum verehrt. Mit 20 Publikumspreisen ist DeGeneres die Rekordhalterin bei den People's Choice Awards, die ausschließlich von Fans gewählt werden.

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Auf vier Nominierungen und keinen Golden Globe brachte es bisher Scarlett Johansson, hier 2006.

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Eine steile Filmkarriere verfolgt Jennifer Lawrence (hier 2015). Die 27-Jährige wurde bereits mit drei Golden Globe Awards und mit einem Oscar ausgezeichnet.

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Einen zweiten österreichischen Auftritt gab es 2015 neben dem von Christoph Waltz: Songcontest-Gewinner Conchita Wurst lief über den Red Carpet. Trophäe gab es für beide keine.

Nebenbei: Bei der Verleihung damals räumten mit Amazon und Netflix erstmals zwei Streaming-Anbieter ab.

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Die 73. Golden Globes standen im Zeichen von Leonardo Dicaprio und "The Revenant". Der damals 41-Jährige spielte in dem Film einen Pelztierjäger, der in der verschneiten Wildnis ums Überleben kämpft. Mit seinem dritten Golden Globe brachte er sich endlich in Oscar-Stellung.

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2017 meldete sich das Genre des Kinomusicals zurück. Großer Abräumer der Gala war das nostalgische Musical "La La Land" mit sieben Trophäen - ein neuer Rekord bei den Globes. Hauptdarstellerin Emma Stone durfte ebenfalls eine Statuette einpacken.

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Und 2018? Oprah Winfrey wurde mit dem Cecil B. DeMille-Ehrenpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet und alle weiteren Ereignisse des Abends finden Sie hier.

Reuters