„Wonderful Town": Zwei Landeier in New York

Leonard Bernstein hätte heuer seinen 100.  Geburtstag gefeiert. Matthias Davids inszeniert sein „Wonderful Town“ für die Volksoper.

Vom Graben Auf Die Bühne. Und jetzt Regisseur. Matthias Davids war auch Hornist und Tänzer.
Vom Graben Auf Die Bühne. Und jetzt Regisseur. Matthias Davids war auch Hornist und Tänzer.
Vom Graben Auf Die Bühne. Und jetzt Regisseur. Matthias Davids war auch Hornist und Tänzer. – (c) die Presse (Carolina Frank)

Diese Musik hat Charme, Schwung und Einfall. Sie stammt von Leonard Bernstein, einem jüngeren, hochbegabten Komponisten, der neben seinen ‚Musicals‘ auch gewichtige und gehaltvolle Symphonien schreibt. In seinen Einfällen halten Artistik und Volkstümlichkeit einander die Waage." – so schrieb der Musikkritiker Heinich Kralik am 11. November 1956 in der „Presse" über die europäische Erstaufführung von „Wonderful Town" an der Wiener Volksoper. Im Jubiläumsjahr 2018 – Leonard Bernstein wäre heuer 100 Jahre alt – steht das Musical wieder auf dem Spielplan des Hauses. „Es ist eines der seltener gespielten Bernstein-Stücke, aber es hat eine fantastische Musik und eine tolle Geschichte," sagt Matthias Davids, der bei der Neuproduktion Regie führt. Er versucht, die Atmosphäre des Greenwich-Village der 1930er-Jahre auf die Bühne zu bringen. „Ich habe mich mit Sekundärliteratur eingedeckt, um den Geist dieser Epoche zu erfassen. Etwa mit Djuna Barnes’ New-York-Kurzgeschichten. Diese Vorbereitungszeit ist die schönste Zeit, da hat man dann schon Bilder im Kopf, wie das werden könnte."

Das ist drin:

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