Niki Lauda zuversichtlich: "Lunge läuft wie ein Glöckerl"

Die Formel-1-Legende schilderte dem "Kurier" und "Österreich" seinen Weg zurück. "Ende Jänner werfe ich den Rollator weg", sagt Lauda über seine Fortschritte.

Archivbild von Niki Lauda vor seiner Lungentransplantation.
Archivbild von Niki Lauda vor seiner Lungentransplantation.
Archivbild von Niki Lauda vor seiner Lungentransplantation. – APA/AFP/dpa/ROLF VENNENBERND

Formel-1-Legende Niki Lauda blickt fünf Monate nach seiner Lungentransplantation positiv in die Zukunft. Der 69-Jährige verbringt Weihnachten mit seiner Familie auf Ibiza, arbeitet gleichzeitig aber mit drei Therapeuten an seiner Gesundheit. Seine Fortschritte schilderte Lauda in am Heiligen Abend veröffentlichten Interviews mit den Tageszeitungen "Kurier" und "Österreich".

"Es geht bergauf, ich kann schon ohne Unterstützung gehen. Ende Jänner werfe ich den Rollator weg", sagte Lauda dem "Kurier". Derzeit würde er täglich rund fünf bis sechs Stunden Therapieprogramm absolvieren. "Die Lunge läuft wie ein Glöckerl. Aber ich bin fünf Monate im Bett gelegen", schilderte Lauda. "Das Hauptproblem sind die Beinmuskeln."

Lauda hatte sich dem Eingriff am Wiener AKH Anfang August nach einer schweren Erkrankung unterziehen müssen. Ende Oktober wurde er aus dem Spital entlassen, für die folgende Reha wechselte er in die nahegelegene Wiener Privatklinik. Nun erholt er sich mit seiner Frau Birgit und den Zwillingen Max und Mia auf der wärmeren Mittelmeerinsel.

Formel-1-Comeback bald geplant

In der kommenden Saison will der Aufsichtsratsvorsitzende des Mercedes-Formel-1-Teams an die Rennstrecke zurückkehren. "Die Lunge funktioniert einwandfrei, das ist das Wichtigste", erklärte Lauda in "Österreich. "Ich muss jetzt nur mehr zu Kräften kommen." Nach den fünf Monaten im Bett seien "die Muskeln nicht mehr da".

Mit der schweren Zeit nach seinem Feuerunfall 1976 auf dem Nürburgring sei die aktuelle Situation nicht zu vergleichen. "Es war damals nicht so ein Todeskampf", meinte der Wiener. "Nach dem Nürburgring bin ich ja sofort wieder gefahren. Jetzt bin ich fünf Monate im Bett gelegen." Die Zeit im Krankenhaus dürfte ihm lang geworden sein. "Ich hab jeden Tag die Entlüftungsrohre über mir im Zimmer gezählt."

"Das kann jedem passieren"

Überlastung durch seine Tätigkeiten bei Mercedes und bei der von ihm geführten Airline Laudamotion wies Lauda als mögliche Ursache zurück. "Das war einfach eine Lungeninfektion. Das kann jedem passieren", betonte der dreifache Formel-1-Weltmeister in "Österreich". Seine Lunge war allerdings bereits bei seinem lebensbedrohlichen Unfall 1976 schwer in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die neue Formel-1-Saison beginnt am 17. März in Melbourne. Davor stehen ab Mitte Februar Testfahrten in Barcelona auf dem Programm. Nächstes Ziel ist für Lauda aber einmal das Gehen ohne Rollator. "Natürlich teile ich mir die Dinge jetzt so ein, dass es die oberste Priorität ist, wieder fit zu werden", erklärte der Airline-Gründer. Er trete etwas leiser, um sich wieder aufzubauen. "Aber laut den Ärzten werde ich wieder vollständig hergestellt sein."

(APA)

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