Ben Cohen: „Wirtschaft soll den Menschen dienen“

Früher hat er Daten über US-Rüstungsausgaben auf Eisbecher gedruckt, heute ist er Vorsitzender der Präsidentschaftskampagne von Bernie Sanders: Ben Cohen, Gründer der Eismarke Ben & Jerry's, über Autokino für Fußgänger, die Slogans, die er auf Dollarnoten stempelt, und den Einfluss von The Grateful Dead auf seine Unternehmensphilosophie. ?

Ben Cohen in Berlin, wo er einen „Scoop Shop“ von Ben & Jerry’s eröffnete.
Ben Cohen in Berlin, wo er einen „Scoop Shop“ von Ben & Jerry’s eröffnete.
Ben Cohen in Berlin, wo er einen „Scoop Shop“ von Ben & Jerry’s eröffnete. – André Josselin

Ich hatte gerade Phish Food und Cherry Garcia. Können Sie dazu etwas erzählen?

Ben Cohen: Cherry Garcia war die erste Sorte, die wir nach einer lebenden Person benannt haben. Das war in den frühen Tagen von Ben & Jerry's, in den Achtzigern, wir hatten gerade begonnen, unsere Eis-Pints zu verkaufen, und bekamen eine Menge Fanpost. Jerry (Greenfield, Cohens Geschäftspartner, Anm.) hat jedes Poststück gelesen und individuell beantwortet, er war immer mit einem Stapel handgeschriebener Briefe unterwegs, Sie wissen schon, so was vom Postamt. Eines Tages kam eine anonyme Postkarte, vorn war ein Bild von einem tanzenden Ronald Reagan: Ronnie Reggae. Hinten stand: Wir sind beide Grateful-Dead-Fans und mögen Euer Eis. Könntet Ihr nicht eine Sorte namens Cherry Garcia machen? Die Fans würden sich freuen, und Dead-Paraphernalien verkaufen sich immer. Und ich liebte Grateful Dead.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.08.2019)

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