Hallo Landsmann!: Prominente Köpfe schnell eingebürgert

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Während die einen vergeblich versuchen, sie zu bekommen, wird sie den anderen fast umgehängt: Die österreichische Staatsbürgerschaft.
Zu letzteren gehören vor allem jene Personen, die durch ihre sportlichen Leistungen, kulturellen Ambitionen oder wirtschaftlichen Unterstützungen gutes Licht auf die Nation werfen. Sie dürfen sich immer wieder über ein schnelles Einbürgerungsverfahren freuen. Der jüngste im Bunde der Neo-Österreicher: Schauspieler Christoph Waltz.(c) AP (Chris Pizzello)
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Der 53-Jährige, der zwar in Wien aufgewachsen, dort die Schauspiel-Schule besucht und auch seine Karriere begonnen hat, erhielt nach seiner Geburt - seinem Vater folgend - die deutsche Staatsbürgerschaft. Dennoch dürfte sich Waltz als Österreicher fühlen, "es gibt noch ein paar Wiener Details. Wie österreichisch wollen Sie es denn noch haben?" meinte er kürzlich. Das ist nun auch amtlich, der Ministerrat hat am Dienstag seinen Antrag auf Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft genehmigt.

Hier sehen Sie weitere prominente, eingebürgerte Österreicher:(c) EPA (JOSHUA GATES WEISBERG)
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Der Legende nach flüchtete der ehemalige Fußball-Profi Ivica Vastić 1991 nur mit einem Plastiksackerl und einem Paar Fußball-Schuhe in der Hand vor dem Krieg in Kroatien nach Österreich. Dort hatte man sein Talent schnell erkannt, 1996 wurde ihm der österreichische Pass übergeben, kurz danach bestritt er das erste Spiel für die heimische Nationalmannschaft.(c) APA (Robert Jaeger)
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Die Opernsängerin Anna Netrebko suchte im März 2006 um die österreichische Staatsbürgerschaft an. Die rigorosen Visabestimmungen für russische Bürger würden es ihr unmöglich machen, auf der ganzen Welt künstlerisch tätig zu sein, rechtfertigte sie sich damals vor ihren Landsleuten. Am 1. August 2006 wurde ihr dann in Salzburg die Staatsbürgerschaftsurkunde verliehen, dennoch machte Netrebko klar: "Natürlich bin und bleibe ich Russin". Heute wohnt sie in St. Petersburg, Wien und New York.(c) APA/HANS KLAUS TECHT (HANS KLAUS TECHT)
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Die 24-jährige Schwimmerin Mirna Jukić ist gebürtige Kroatin. Im Jahr 1999 übersiedelte sie mit ihrer Familie nach Wien, seit 2000 ist sie österreichische Staatsbürgerin und schwimmt für das heimische Team. Jukić ist Österreichs erfolgreichste Schwimmerin der vergangenen Jahre und studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien.(c) EPA (PATRICK B. KRAEMER)
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Carl Djerassi wurde 1923 als Sohn einer jüdischen Arztfamilie in Wien geboren und lebte dort bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich. 1938 emigrierte er in die USA, wo er Chemie studierte und 1950 die Grundlagen für die Anti-Baby-Pille entdeckte.
Kurz davor hatte er die US-amerikanische Staatsüberschaft bekommen. 2004 wurde der "Mutter der Anti-Baby-Pille ", wie sich Djerassi in seiner Autobiografie nennt, auch der österreichische Pass ausgestellt.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Der Geschäftsmann Mohamed Bin Issa Al Jaber entstammt einer alten saudischen Adelsfamilie und betreibt in Wien die drei Luxus-Hotels Grand Hotel, The Ring und Schwarzenberg. Außerdem ist an der Wiener Tourismus-Universität beteiligt und bot an, die finanziell angeschlagene Fluglinie Austrian Airlines zu kaufen.
2006 bekam der Unternehmer, dessen Vermögen das US-Magazin "Forbes" auf knapp eine Milliarde Dollar schätzt, wegen seiner Verdienste um die Republik die Staatsbürgerschaft verliehen.(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)
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Er spricht fließend deutsch und versucht seinen winzigen Akzent zu kaschieren - abgesehen von seinem Namen deutet also nichts mehr auf seine Herkunft hin: Der 1957 in Sarajevo geborene Manager Boris Nemšić kam 1985 an der TU Wien, um sein Doktoratsstudium der Elektrotechnik zu absolvieren. 1990 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft, sieben Jahre später begann seine Karriere als Netzplaner bei der Telekom Austria, deren Chef er bis Anfang 2009 war.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Model, Autorin und Menschenrechtsaktivistin Waris Dirie wurde im März 2005 die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Die gebürtige Somalierin hatte wenige Jahre davor in Wien die "Waris Dirie Foundation" gegründet. Die Stiftung macht sich im Kampf gegen die Beschneidung von Frauen und Mädchen stark.(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
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