Eingetanzt: Die exklusivsten Bälle der Welt

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Wien

Der Wiener Opernball ist jedes Jahr der gesellschaftliche Höhepunkt der Ballsaison im Wiener Fasching und zugleich wohl der berühmteste Debütantinnenball weltweit. Wien darf sich indes mit dem inoffiziellen Titel "Hauptstadt der Bälle" rühmen, mehr als 400 finden jährlich in der Bundeshauptstadt statt. Ein Blick über die Landesgrenzen hinaus lohnt sich allerdings, denn aufs gesellschaftliche Parkett wagen sich junge Damen und Herren rund um den Globus.

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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New York

Der bekannteste und älteste Opernball-"Export" findet jährlich in New York statt, wenn sich Manhattans High Society beim "Viennese Opera Ball" ein Stelldichein gibt. Hier lässt sich blicken, wer zur diplomatischen oder wirtschaftlichen Elite zählen will.

Weil das noble Waldorf Astoria Hotel renoviert wird, walzte die New Yorker Gesellschaft – sowie geladene Polit-Größen aus Österreich – heuer zum 62. Mal am 2. Februar im Ziegfeld Ballroom unweit der Fifth Avenue.

(c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)
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Traditionell wurde auch in diesem Jahr wieder ein wohltätiger Zweck unterstützt: ein Musiktherapieprogramm für Krebspatienten. Wer einmal im Big Apple seine edle Robe ausführen will, der darf kräftig in die Tasche greifen. Die billigsten Tickets sind für 550 Dollar zu haben. Für einen Tisch am Parkett sind 25.000 Dollar fällig.

Zum Vergleich: Die billigste Eintrittskarte zum Wiener Opernball gibt es für 290 Euro, eine Rangloge schlägt mit 20.500 Euro zu Buche.

(c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)
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Paris

Laut der Zeitschrift "Forbes" eines der zehn exklusivsten Feste der Welt und Fixtermin im internationalen Society-Kalender: Der seit 1992 jährlich im November stattfindende „Le Bal des Débutantes“ in Paris ist für 20 bis 25 ausgewählte junge Damen im Alter von 16 bis 22 Jahren die begehrte Eintrittskarte in die Welt der höheren Gesellschaft.

(c) Instagram/lebal.paris
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Nur auf Einladung und in feinsten Haute-Couture-Roben werden die Töchter von Stars, Adeligen und Superreichen den Gästen am Arm eines jungen "Kavaliers" in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt, ehe der Eröffnungswalzer beginnt. 2017 debütierte Ava Phillipe, Tochter von Reese Witherspoon und Ryan Phillippe, im Peninsula Paris Hotel. Ein Event für echte Märchenprinzessinnen.

(c) Instagram/lebal.paris
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Dresden

Eine rauschende Ballnacht verspricht auch jährlich der Semperopernball, der seit 2006 im Saal der Dresdner Oper übers Parkett geht. Heuer fand die Veranstaltung am 26. Jänner statt. Während sich die Debütanten-Paare im Dreivierteltakt drehten, sangen und tanzten bis zu 15.000 Neugierige bei einer rauschenden Party vor dem Opernhaus. Die rund 2500 Gäste im Inneren konnten das Galaprogramm hingegen im Warmen verfolgen.

(c) imago/xcitepress (imago stock&people)
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Höhepunkt der besonders bei der deutschen Prominenz beliebten Veranstaltung ist die alljährliche Verleihung des Sankt-Georgs-Orden an Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft. In diesem Jahr wurde Schauspieler Jürgen Prochnow ausgezeichnet.

(c) imago/Robert Michael (imago stock&people)
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London

Hier wird der Prinzessinnentraum wahr: Für privilegierte Töchter aus der britischen Oberklasse ist der "Queen Charlotte's Ball" in London das wohl wichtigste Event des gesellschaftlichen Jahres. Früher diente die Veranstaltung, die jährlich im September im Kensington Palace stattfindet, als Ehebörse. Heute dreht sich alles um edle Couturekleider, eine neunstöckige Torte und den guten Zweck. Das Highlight des Abends: Die Wahl zur "Deb of the Year", der Debütantin des Jahres.

(c) Instagram/ryanyikphotography
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Erstmals wurde der Ball 1780 von König George III. eingeführt um den Geburtstag seiner Ehefrau mit einer großen Torte zu feiern. Bis 1958 wurde diese Tradition aufrecht erhalten und junge Frauen präsentierten sich im Buckingham-Palast der Queen. Beendet wurde dieser Brauch angeblich durch Prinz Philipp, der dies für albern hielt. Einen gekonnten Knicks sollten die jungen Ladys allerdings noch immer parat haben.

(c) Reuters (Olivia Harris)
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Venedig

Die "Vanity Fair" bezeichnet ihn als eines der exklusivsten Events der Welt: "Il Ballo del Doge" gilt als einer der glamourösesten Veranstaltungen während des Karnevals in Venedig. Die venezianischen Kostümdesignerin Antonia Sautter lädt jährlich in die von ihr organisierte Traumwelt ein. Der Maskenball findet heuer, am 10. Februar, bereits zum 25. Mal statt. In historischer Kleidung und hinter Masken lassen die Besucher den Pomp vergangener Tage wieder aufleben.

(c) imago/Andrea Merola (imago stock&people)
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Am Dogenball im Palazzo Pisani Moretta am Canal Grande warten auf die illustre Gästeschar ein Willkommenscocktail, eine Show mit Artisten, ein Vier-Gänge-Menü vom Chefkoch des Luxushotels Danieli sowie barocke Live-Musik. Das Tragen einer Halbmaske, typisch für den venezianischen Karneval, ist nicht verpflichtend, sehr wohl aber ein Kostüm im Stil des 18. Jahrhunderts. Der Ausflug in die Welt von Pomp und Pailletten hat seinen Preis: 800 Euro kosten die günstigsten Tickets, die teuersten 3000 Euro.

(c) imago/Andrea Merola (imago stock&people)
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Karlsbad

Einmal wie der Herr Baron speisen oder als Renaissance-Fürst zum Kostümball gehen: In Karlsbad können diese historischen Fantasien wahr werden. In jedem Frühling lädt der tschechische Kurort zahllose Adlige und ihre Freunde zu einem einmaligen Wochenende inklusive k.u.k.-Flair.

(c) Instagram/maria_boe
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Seit 1997 veranstaltet der Münchner Kaufmann Oron-Michael Kalkert das Karlsbader Wochenende. Jährlich lassen rund 600 Hochwohlgeborene beim "Grand Bal Bohèmien" im Belle-Epoque-Ballsaal des Grandhotel Pupp alte Zeiten aufleben. Auch ein Pferderennen und ein Kostümball stehen auf dem Programm – eben alles ganz standesgemäß.

(c) Instagram/mr.pabst
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Shanghai

Seit 2012 wird auch in China zu Walzerklängen getanzt. Am "Shanghai International Debutante Ball" geben Töchter des weltweiten Geldadels ihr gesellschaftliches Stelldichein - edle Roben und teuren Schmuck inklusive.

(c) Instagram/black_russian
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Die Veranstaltung bemüht sich um ein internationales Ansehen. So schwang zur Premiere vor fünf Jahren keine einzige chinesische Dame das Tanzbein. Vorbild sind zwar die berühmten Debütantinnen-Bälle in London, New York und Paris, der Veranstaltung soll aber vor allem den globalen Stellenwert der Finanzmetropole widerspiegeln.

(c) Instagram/cupcakesasa
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