Omar Sarsam: „Lachen ist in allen Sprachen gleich“

In dem Format „Comedy Grenzgänger“ stellt Kabarettist Omar Sarsam junge Talente mit Migrationshintergrund vor – um mit Humor die Scheu vor dem Fremden zu überwinden.

Präsentiert in seiner Show junge „Comedy Grenzgänger“: Omar Sarsam.
Präsentiert in seiner Show junge „Comedy Grenzgänger“: Omar Sarsam.
Präsentiert in seiner Show junge „Comedy Grenzgänger“: Omar Sarsam. – (c) Puls4/Salamonski

Wien. Gefährlich wird es erst dann, wenn man sich nicht mehr traut, über andere Kulturen, Sprachen und Ethnien zu lachen, sagt Omar Sarsam. Denn durch das Lachen begegne man sich auf Augenhöhe und stelle eine Verbindung her zu etwas zunächst Fremdem, wovor man sonst möglicherweise Angst gehabt hätte.

„Lachen ist für mich einer der sinnvollsten Wege, die Angst vor dem Fremden, die die Wurzel von Hass ist, zu überwinden. Denn meistens stellt man fest: So unterschiedlich die Menschen sein mögen, so ähnlich sind sie einander auch“, sagt Sarsam. „Die Kernaussage unserer Show ist daher: Egal, woher du kommst und wer du bist, Lachen ist allen Sprachen gleich.“

Der Wiener Kabarettist (und Kinderchirurg) mit arabischen Wurzeln stellt ab dem 5. Februar jeden Dienstag um 22.25 Uhr in der neuen Puls4-Show „Comedy Grenzgänger“ junge Comediens mit Migrationshintergrund vor, die vor Publikum auftreten und zumeist Ethno-Themen wie unterschiedliche Akzente in der Sprache und kulturelle Missverständnisse aufgreifen.

Erlaubt ist so ziemlich alles. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Tabus gibt. Humor auf Kosten einer Person, eines Landes oder einer Religion, die nicht selbstironisch gemeint ist, komme nicht infrage und sei auch nicht lustig. Aber diese Gefahr bestehe in „Comedy Grenzgänger“ ohnehin nicht.

Die Dreharbeiten seien jedenfalls durchgehend ein Spaß gewesen. „Anfangs war ich ja etwas skeptisch, ob die gute Stimmung im Raum komplett eingefangen werden kann und auch im Fernsehen zu spüren sein wird, aber als ich die ersten Bilder gesehen habe, war ich überrascht, dass die Schere gar nicht so groß war“, sagt Sarsam. Das Publikum, das aus allen Teilen Wiens gekommen sei, habe sich voll auf die Kabarettisten eingelassen und habe sich die Laune auch dann nicht verderben lassen, wenn es schiefging. „Im Gegenteil: Die Leute lieben es, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert.“ (kb)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.02.2019)

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