Projekt Jüdischer Pop-Up-Stand: Ein Shop für unnötige Kleinigkeiten

Für Krimskrams gibt es eigene Shops – spezifisch jüdische Produkte sind aber selten. Sarah Egger will das mit Schmonzelach und Tinnef ändern.

Schmonzes als Geschäftsidee: Sarah Egger will jüdischen Krimskrams anbieten.
Schmonzes als Geschäftsidee: Sarah Egger will jüdischen Krimskrams anbieten.
Schmonzes als Geschäftsidee: Sarah Egger will jüdischen Krimskrams anbieten. – (c) Stanislav Kogiku

Tinnef. Das Wort aus dem Jiddischen steht für nutzloses Zeug – für Kram, Plunder oder Krimskrams. Dinge, die eigentlich keinen bestimmten Nutzen haben, die man aber doch irgendwie ganz gerne hat, sie kauft und dann auf ein Regal stellt oder daheim sonstwie dekorativ drapiert. So wie viele Menschen hat auch Sarah Egger Freude an derartigen Dingen. Mit dem Unterschied, dass sie vor allem Tinnef sucht, der auch einen Bezug zum Judentum hat. Dass es Dinge wie diese gibt, hat sie unter anderem durch den Katalog der Ausstellung „Jüdischer Kitsch“ erfahren, die im Jüdischen Museum Hohenems 2005 gelaufen ist. Dort standen Objekte im Mittelpunkt, die jüdische Identität vermitteln, die weit über das Religiöse hinaus reicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.02.2019)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen