Taylor Swifts Grapscher-Prozess hat begonnen

Der Popstar wirft einem Radio-DJ vor, sie bei einer Backstage-Visite begrapscht zu haben. Er verlor daraufhin seinen Job und verklagt die Sängerin.

Taylor Swift
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Taylor Swift – Imago (UPI Photo)

Der Prozess von US-Sängerin Taylor Swift gegen einen mutmaßlichen "Po-Grapscher" hat am Montag mit der Auswahl der Geschworenen begonnen. Der 27-jährige Superstar nahm an der Eröffnungssitzung des Verfahrens in Denver teil, wie ein Angestellter des Gerichts der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Örtlichen Medien zufolge saß Swift im Zuschauersaal neben ihren Anwälten. Das Gericht hatte allen Beteiligten die Auflage gemacht, am Prozess teilzunehmen. Für das Verfahren sind neun Tage angesetzt.

Swift wirft dem Radio-DJ David Mueller vor, ihr im Juni 2013 bei einer kurzen Backstage-Visite vor einem Konzert an den Po gefasst zu haben, als sie für ein Foto posierten. Mueller weist den Vorwurf zurück. Er verlor seinen Job zwei Tage nach dem mutmaßlichen Vorfall. Im September 2015 verklagte Mueller Swift - er beschuldigte sie, seine Chefs statt der Polizei angerufen zu haben. Daher sei er gefeuert worden. Wegen Verdienstausfällen fordert der DJ drei Millionen Dollar (2,54 Mio. Euro) von Swift.

Das schlechte Wetter hielt die meisten Zaungäste zum Prozessauftakt fern.
Das schlechte Wetter hielt die meisten Zaungäste zum Prozessauftakt fern.
Das schlechte Wetter hielt die meisten Zaungäste zum Prozessauftakt fern. – Reuters

Nach Muellers Aussage riefen die Manager des Popstars am Tag nach der mutmaßlichen Grapsch-Attacke den Radiosender KYGO an, um den Rauswurf des DJs zu fordern. Mueller behauptet, nicht er, sondern einer seiner Freunde habe die damals 23-jährige Sängerin unsittlich berührt. Swift reichte im Oktober 2015 Klage gegen Mueller ein und beschuldigte ihn der sexuellen Nötigung. Sie fordert einen symbolischen Dollar von dem DJ und argumentiert unter anderem, dass ein Urteil zu ihren Gunsten andere Frauen ermutigen würde, die Opfer ähnlicher Angriffe waren. Die Erklärungen beider Seiten zu Beginn des Verfahrens sollten am Dienstag beginnen.

(APA/AFP)

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