Playboy: Wie es war, als Playmate mit Hugh Hefner zusammenzuleben

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Nach dem Tod von "Playboy"-Chef Hugh Hefner haben Beichten aus der "Playboy Mansion" Hochkonjunktur. Bizarre Fakten über das Leben mit Hefner und Zitate von "Playmates" machten die Runde.

Und, kurz gesagt: Eine Frau, die sich für ein Leben beim "Playboy" entschied, war den Wünschen des Herausgebers und den Anforderungen des Unternehmens ausgeliefert. Ein Beispiel dafür lieferte die Onlineplattform "Diply": Wer in die "Playboy Mansion" in Los Angeles einziehen wollte, habe sich einem "Test" unterziehen müssen - im Schlafzimmer von Hefner. Besonders während der ersten Zeit in der "Playboy Mansion" hätten die Frauen "sexuelle Aktivitäten" ausführen müssen, heißt es in der Onlineausgabe der britischen Tageszeitung "The Independent".

(c) imago/United Archives International (imago stock&people)
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Hefner habe so herausfinden wollen, welche der Frauen sich als "Freundin" für ihn eigne, schreibt der "Independent".

Im Bild: Hefner mit seiner Freundin und späteren Ehefrau Crystal Harris

(c) imago/ZUMA Press (Armando Brown)
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Apropos Freundin. Auch wenn es so klingen mag: die "Hauptfreundin" Hefners (im Bild l.: Barbi Benton, "Hauptfreundin", mit Hefner) zu sein, sei bei Frauen kein beliebter Job gewesen. "Niemand wollte die 'Hauptfreundin' sein", wird bei Diply behauptet. Die Rolle sei nicht komfortabel, sondern eher nachteilig für die jeweils Ausgewählte gewesen: Sie habe mehr arbeiten müssen als ihre Kolleginnen, sowohl auf professioneller als auch auf privater Ebene - sie habe im selben Schlafzimmer wie Hefner schlafen müssen. Eine extra Bezahlung oder andere Pluspunkte habe es hingegen nicht gegeben.

(c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)
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Selbst die Aktivitäten der Frauen in der "Playboy Mansion" wurden strengstens kontrolliert. Der "Independent" zitiert in einem Onlinebericht dazu das britische Ex-Playmate Carla Howe: "Wenn man dort ist, musst du vor der 21-Uhr-Ausgangssperre zurück sein. Man darf keine Freunde dorthin zum Besuch einladen. Man darf definitiv keine männlichen Besucher haben. Wenn man die Regeln bricht, wird man verbannt. Wenn man einmal draußen ist, ist man draußen, man kann nicht zurück."

(c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)
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Auch die Außenwirkung war streng geregelt. Melissa Howe (im Bild vorne), einst - neben ihrer Zwillingsschwester Carla (im Bild hinten) - eine Freundin Hefners, erzählte 2011 der britischen Zeitung "Mirror" davon: "Wenn du etwas falsch machst, bekommst du eine E-Mail. Es gibt strikte Verhaltensrichtlinien. Es gibt sogar Regeln für Instagram und Twitter. Du musst alles in ein gutes Licht rücken und wenn du betrunken auf einem Bild zu sehen bist, gibt es Ärger."

(c) imago/ZUMA Press (Jon Vidar)
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Berühmterweise bekamen "Playmates des Jahres" ein Auto als Preis. Doch in jüngerer Zeit hatte selbst diese Annehmlichkeit einen Haken: Das Auto war für ein Jahr geleast, danach musste es zurückgegeben werden. "Früher bekam das 'Playmate des Jahres' einen Porsche", wird Carla Howe im Online-"Independent" zitiert, "jetzt bekommt sie einen Mini Cooper, den sie nach einem Jahr zurückgeben muss."

(c) imago
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Die Beziehung der "Bunnys" zu Hefner war immerhin vor allen Dingen eine geschäftliche. Izabella St. James beschreibt in ihrem Buch "Bunny Tales" die wöchentliche Auszahlung des Taschengelds: "Wir mussten in Hefs Zimmer gehen, warten, bis er den ganzen Hundekot vom Teppich aufgelesen hatte - und ihn dann um unseren Unterhalt bitten. Wir alle hassten diesen Vorgang. Hef nutzte den Anlass immer, um all die Dinge aufzubringen, über die er in der Beziehung nicht glücklich war. Die meisten Beschwerden waren über die fehlende Harmonie unter den Freundinnen - oder die eigene fehlende sexuelle Teilhabe bei den 'Partys', die er in seinem Schlafzimmer abhielt. Wenn wir - aus welchem Grund auch immer - nicht in der Stadt gewesen waren und eine der offiziellen 'Ausgeh'-Nächte verpasst hatten, wollte er uns den Unterhalt nicht geben. Er nutzte ihn als Waffe."

(c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)
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Die wöchtenlichen 1000 US-Dollar Unterhalt hätten die  Frauen nur für Kleidung ausgeben dürfen, schreibt "Diply". Wer damit etwa seine College-Schulden abbezahlen wollte, sei davon abgehalten worden. Bei Schönheitsopertionen sei Hefner hingegen so spendabel gewesen, dass die Frauen alles hätten machen können - er habe dafür bezahlt.

(c) imago/ZUMA Press (Paul Fenton-KPA)
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Vom Glanz der Vergangenheit lebte auch die "Playboy Mansion". Mehrere Berichte - etwa diese Foto-Reportage von "Vice" - dokumentieren den Verfall des Anwesens, das seit einem Jahr im Besitz einer Investorengruppe ist. Izabella St. James, eine frühere Freundin Hefners und somit Ex-Bewohnerin der "Playboy Mansion", wird im "Independent" folgendermaßen zitiert: "Obwohl wir unser Bestes gaben, um unsere Zimmer zu dekorieren und sie heimelig zu machen, blieben die Matratzen auf unseren Betten ekelhaft - alt, ausgeleiert und beschmutzt. Die Leintücher hatten auch schon bessere Tage erlebt. Von den Teppichen sagte man, dass sie mit Hundekot verdreckt waren, und über das ganze Anwesen verteilt waren pornografische Darstellungen zu sehen."

(c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)
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Ein Frauentyp sei von Hefner bevorzugt worden, erzählt dessen Langzeit-Freundin Holly Madison (im Bild rechts): "Hugh wollte weiß, weißes Haar ohne Pigmente", wird sie in der Onlineausgabe des "Independent" zitiert. Diply führt an, dass besonders "vollbusige Frauen mit hellblondem Haar" in der "Playboy Mansion" gefragt gewesen seien.

(c) imago/ZUMA Press (Jenn Ackerman | Staff)
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Madison (im Bild), eine der bekannteren Freundinnen Hefners, schreibt in ihrem Buch "Down the Rabbit Hole" über das Leben in der "Playboy Mansion": "Jeder glaubt, dass das berühmte Eisentor dafür da ist, um Leute fern zu halten. Aber ich hatte mehr und mehr das Gefühl, dass es dafür da war, um mich einzusperren." Sie habe sich schließlich Drogen und Alkohol zugewandt, "um dem lächerlichen Leben zu entkommen, das ich führte".

(c) imago