Nazi, Captain, Ehemann: Prinz Harry wird erwachsen

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Saufgelage und Negativ-Schlagzeilen waren gestern. Heute zeigt sich Prinz Harry als sozial engagiert und solide. Im kommenden Frühling will der ehemals begehrteste Junggeselle Großbritanniens vor den Traualtar treten.

(c) REUTERS
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Prinz Harry, Enkel von Queen Elizabeth II. und derzeit Nummer fünf der Thronfolge, ist ruhiger geworden. Als junger Mann fiel der Rotschopf vor allem durch Saufgelage und Frauengeschichten auf. Sein bekanntester Fehltritt ereignete sich im Jahr 2005: Der damals 20-Jährige erschien mit einer Hakenkreuzbinde auf einer Kostümparty. "Harry the Nazi" titelte die Boulevardzeitung "The Sun".

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In den vergangenen Jahren hatte Harry aber zunehmend seriösere Auftritte. Er diente zehn Jahre in der Armee, wurde dort zum Hubschrauberpiloten ausgebildet und war zweimal in Afghanistan im Einsatz.

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Im Juni 2015 beendete Harry seinen Dienst. Bis dahin war er in der Hierarchie zum Captain aufgestiegen. Schon während seiner Zeit in den Streitkräften engagierte sich der Prinz für wohltätige Zwecke.

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So machte er viele Positiv-Schlagzeilen mit seinem Einsatz für aidskranke Kinder in Afrika oder versehrte Veteranen. Für seine "Invictus Games" zugunsten dieser Veteranen überzeugte er den damaligen US-Präsidenten Barack Obama, dessen Frau Michelle und seine Großmutter, Queen Elizabeth II., davon, in einem Twitter-Duell mitzuwirken, das zum viralen Hit in den sozialen Medien wurde.

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Und vor vier Jahren marschierte er mit Kriegsveteranen aus mehreren Ländern zum Südpol.

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Bei Frauen gilt der jüngere Sohn von Prinzessin Diana als höchst beliebt, britische Medien bezeichneten ihn in seinen Solo-Zeiten gern als den begehrtesten Junggesellen. Seine sportliche Figur und der Ruf, ein Rebell zu sein, kamen ihm da zugute.

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Sein großer Bruder William wird von vielen als langweiliger und steifer wahrgenommen. Ganz anders der jüngere Prinz: Harry lässt kaum eine Gelegenheit aus, hinter einem Ball hinterherzurennen oder mit Kindern herumzualbern.

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Harrys Partnerinnen waren immer wieder ein Thema. Dass derart über seinen Beziehungsstatus geredet wurde, störte ihn - daraus machte er kein Geheimnis. Noch im Sommer 2016 hatte er sich zwar beklagt, er habe Schwierigkeiten, eine Partnerin zu finden, weil sich die Presse gleich auf jede Frau stürze. Unter anderem soll seine Beziehung mit der britischen Schauspielerin Cressida Bonas daran gescheitert sein.

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Dann lernte Harry die US-Schauspielerin Meghan Markle kennen, und nach einigen Wochen voller Gerüchte machten die beiden vor einem Jahr ihre Beziehung öffentlich. Am 27. November folgte die offizielle Bekanntgabe: Harry und Meghan Markle wollen im Frühling heiraten.

APA/AFP/POOL/ALBERTO E. RODRIGUE
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Lange Zeit schien es, als sei Harrys Leben ausreichend und halbwegs erschöpfend skizziert, wenn man eine Reihe von Skandalen aneinanderreiht.

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Unvergessen blieb sein Auftritt mit einem schwarz-weiß-roten Hakenkreuz-Armband auf einem Kostümball. Als die Bilder im Jänner 2005 in die Zeitungen gerieten, musste er sich öffentlich entschuldigen.

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Auch die Nacktaufnahmen beim Strip-Billard mit jungen Schönheiten in einem sündhaft teuren Hotel in Las Vegas 2013 trugen nicht zur Verbesserung von Harrys Image bei.

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Der anschließende Afghanistan-Einsatz, bei dem er viel Blut und viel Leid sehen musste, scheint Sturm und Drang beendet zu haben.

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Die Queen zählt den "Ersatzmann" für die Thronfolge zum inneren Kreis der Royals, gemeinsam mit Charles und Camilla, sowie Prinz William und Kate.

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Harry kann aber auch Gefühle zeigen. Einem Reporter des "Daily Telegraph" soll er bei einem Besuch in südamerikanischen Slums zugeraunt haben: "Gegen das, was diese Kinder mitmachen mussten, ist der frühe Verlust meiner Mutter nichts."

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Die ganze Welt dokumentierte 1997, wie sehr Dianas Tod Harry und seinen Bruder schmerzte.

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Zunehmend nimmt die britische Öffentlichkeit dem einstigen Raubein auch Auftritte im feinen Zwirn ab - etwa wenn er gemeinsam mit seinem Vater Charles und Bruder William gegen den Abschuss von Wildtieren in Afrika und Asien eintritt und dazu mit Staatsmännern und Diplomaten aus der ganzen Welt konferiert.

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Doch der Prozess vom Tunichtgut zum Weltmann ist auch für einen Enkel der britischen Königin manchmal schleppend. Im vergangenen Jahr ließ Harry von Afghanistan aus sinngemäß wissen, seine Play-Station-geschulten Daumen könnten beim Abschuss von Taliban aus dem Hubschrauber ganz hilfreich sein - und ließ damit die Zeigefinger im englischen Establishment hochschnellen.

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In der britischen Thronfolge nimmt Harry, der eigentlich Henry heißt, derzeit Platz fünf ein - hinter Prinz Charles, seinem Bruder William sowie dessen Kindern George und Charlotte.

imago/ZUMA Press
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