Harvey Weinstein und Georgina Chapman: Scheidungs-Deal fix

Scheidung in Millionenhöhe: Die Designerin Georgina Chapman und Hollywood-Produzent Harvey Weinstein sollen sich auf einen Deal geeinigt haben. Weinstein soll Dutzende Frauen sexuell belästigt, einige vergewaltigt haben.

Georgina Chapman und Harvey Weinstein (Archivbild)
Georgina Chapman und Harvey Weinstein (Archivbild)
Georgina Chapman und Harvey Weinstein (Archivbild) – (c) imago stock&people (imago stock&people)

Filmproduzent Harvey Weinstein und Marchesa-Designerin Georgina Chapman sollen sich auf einen Scheidungsdeal geeinigt. Es wird vermutet, dass die Britin ihrem Ehevertrag entsprechend 400.000 US-Dollar pro Ehejahr erhalten wird; dazu sollen Einmalzahlungen in der Höhe von drei Millionen US-Dollar für Wohnen, fünf Millionen US-Dollar für geteilten Besitz und für die Einigung 11,75 Millionen US-Dollar kommen, berichten die US-amerikanischen Medien "Page Six", TMZ und "The Cut".

Chapman trennte sich im Oktober 2017 von dem Hollywood-Produzenten, nachdem die "New York Times" und das Magazin "New Yorker" mit ihren Berichten über Weinstein die "Me Too"-Bewegung anstießen; mehrere Frauen beschuldigten Weinstein in den Berichten, sie vergewaltigt, sexuell genötigt oder sexuell belästigt zu haben. Die Anschuldigungen rissen auch nach den Ursprungsberichten nicht ab. "Mein Herz bricht für all die Frauen, die wegen dieser unverzeihlichen Taten schrecklichen Schmerz erleiden mussten", schrieb die 41-Jährige damals in einer Stellungnahme.

Marchesa-Kleider für Weinstein-Schauspielerinnen

Die Modedesignerin und Weinstein waren seit 2007 verheiratet und haben zwei gemeinsame kleine Kinder; es war Weinsteins zweite Ehe. Zuvor hatte das Paar mehrere Jahre lang eine Beziehung geführt. Weinstein soll Schauspielerinnen, mit denen seine Firmen zusammenarbeiteten, dazu gebracht haben, Kleider von Chapmans Modelabel Marchesa zu Galaauftritten zu tragen.

Nach der Trennung des Paares im Oktober ließ sich der frühere Filmmogul Weinstein in eine Reha-Klinik im US-Bundesstaat Arizona einweisen. Chapman - sie soll nach der Trennung zusammen mit den Kindern in ihre Heimat Großbritannien zurückgekehrt sein - und ihr Label sagten anstehende Kollektionspräsentationen ab, Unternehmen kündigten die Zusammenarbeit mit Marchesa auf; Chapman will allerdings auf die New Yorker Modewoche im Februar zurückkehren.

#Metoo: Dominoeffekt made in Hollywood

(Red.)

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