Habring2: „Erwin“

Mit dem zur Gänze in Österreich gefertigten Neuling namens „Erwin“ bringt Habring2 eine weitere heimische Alternative zu in Deutschland und der Schweiz gefertigten Uhren ins Spiel.

Österreicher. „Felix“ (links) und „Erwin“ von Habring2.
Österreicher. „Felix“ (links) und „Erwin“ von Habring2.
(c) Beigestellt

Maria und Richard Habring bilden Habring2. In Völkermarkt bauen sie mit ihrer Firma Habring Uhrentechnik Armbanduhren made in Austria. Der Kärntner Richard Habring ist gelernter Uhrmacher und Konstrukteur; während er bei A. Lange & Söhne in Glashütte in Sachsen in der Konstruktion arbeitete, lernte er Maria, seine heutige Frau, kennen. Seither sind die beiden nicht nur ­privat ein Team, sondern auch beruflich. Von 2007 bis 2014 beschränkte sich das Tun von Habring2 darauf, bestehende Uhrwerke zu modifizieren und mit hauseigenen Umbauten deren Funktionen zu erweitern – um die so bezeichnete springende Sekunde zum Beispiel. 2014 stellte Habring2 das erste hauseigene Uhrwerk vor. Das Kaliber „A11“ kam in dem Modell „Felix“ zum ­Einsatz. Nun folgt eine technische Erweiterung basierend auf dem Kaliber „A11B“ (B = Basis): „Felix“ + springende Sekunde = „Erwin“. Bei „Erwin“, ausgestattet mit Kaliber „A11S“ (S = springende Sekunde), streicht der Sekundenzeiger nicht gleichmäßig über das Zifferblatt, sondern er springt exakt von Sekundenstrich zu Sekundenstrich. Diese Art der Sekundenanzeige wurde einst für besonders präzise, mechanische Zeitmesser erdacht, damit die laufende Sekunde vom Zifferblatt genau abgelesen werden konnte. Heute erfüllt diese Komplikation jedenfalls noch diesen Zweck, dient aber ebenso der Optik und sorgt mitunter für Staunen. A prima vista könnte man glauben, es handle sich um eine schnöde Quarzuhr. Weit gefehlt natürlich, denn bei Habring2 werden freilich keine batteriebetriebenen Uhren gefertigt. Die Mehrheit der ­Einzelteile, die „Erwin“ entstehen lassen, stammt zudem aus Österreich: Diese werden zu 100 Prozent in Völkermarkt bei Habring2 zusammengesetzt.

Datenblatt „Erwin“:

Preis: 5450 Euro, Manufakturkaliber ­Habring2 „A11S“.

Durchmesser: 30 mm, Höhe: 5,7 mm
Stunden-, Minutenanzeige, springende ­Sekunde aus dem Zentrum
28.800 A/h (= 4 Hz)
Handaufzug mit 48-Stunden-Gangreserve
Tangentialschrauben-Feinregulierung
Amagnetische Hemmung mit Carl-Haas-­Unruhspirale in Chronometerqualität
KIF-Stoßsicherung gemäß DIN und NIHS 21 Rubine
Von Hand veredelt mit polierten Kanten, Zierschliffen und Perlagen
65 servicerelevante Einzelteile
(insgesamt 126 Teile)

Gehäuse: Edelstahl, dreiteilig, Durchmesser: 38,5 mm, Höhe: 9,0 mm
Wasserdicht bis zu 30 Metern
Sphärisches Saphirglas
Doppelt gedichtete Krone, Saphirglasboden
Fortlaufende, gravierte Seriennummer ­zwischen den Hörnern bei „6 Uhr“

Zifferblatt/Zeiger: Silberweiß gekörntes Metallzifferblatt mit schwarzem Druck oder silberweiß satiniert mit rotvergoldeten Stundenbalken/Zahlen und schwarzem Druck. Polierte, schwarz oxidierte Stahlzeiger in Fadenform oder polierte rotvergoldete Zeiger.

Fragen beantworten die Habrings telefonisch: 04232/51300.

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Habring2: „Erwin“

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.