Imposant: Omega neue Produktionsstätte

Bei Omega stehen die Uhren nicht still: Die zur Swatch Group gehörende Marke eröffnet eine neue Produktionsstätte in Biel – das modernste Werk der Branche.

Die neue Fabrik besticht durch Glas und Metall ­sowie eine Holzkonstruktion aus Schweizer Fichte im Inneren.
Die neue Fabrik besticht durch Glas und Metall ­sowie eine Holzkonstruktion aus Schweizer Fichte im Inneren.
Die neue Fabrik besticht durch Glas und Metall ­sowie eine Holzkonstruktion aus Schweizer Fichte im Inneren. – (c) Beigestellt

30 Meter breit, 70 Meter lang und 30 Meter hoch: So stellt sich das neue, fünfstöckige Produktionsgebäude von Omega in Biel dar. Während im Inneren auf Hundertstelmillimeter maximaler Wert gelegt wird, setzt Swatch-Group-CEO Nick Hayek hier auf imposante Größe. Rund 150 Millionen Franken sollen in den Neubau geflossen sein. Stararchitekt Shigeru Ban hat die Pläne für das Projekt entworfen. Der Pritzker-Preis-Träger ist für seine Konstruktionen mit Kartonröhren sowie Holz bekannt, zu seinen wichtigsten Gebäuden zählen die Kartonage-Kirche in Kobe, das Nomadische Museum in New York und das Centre Pompidou in Metz. Sein Bau in Biel zeigt sich von außen schlicht, ist aber tatsächlich bis ins Detail ausgeklügelt und durchdacht. So garantieren die bis zum Boden reichenden Fensterfronten eine bestmögliche Ausnutzung des Tageslichts. Automatische Jalousien passen sich der Sonneneinstrahlung an und sorgen dafür, dass die Uhrmacher nie geblendet werden. Das voll klimatisierte Gebäude, dessen Luft in den Arbeitsbereichen laufend gereinigt wird, bietet rund 250 Arbeitsplätze. Hier werden die Uhrwerke aus den Produktionsstätten in Villeret und Grenchen zunächst mit Zifferblättern und Zeigern versehen, um anschließend in ihre Gehäuse eingebaut zu werden.

Das brandsichere ­Zentrallager enthält mehr als 30.000 Kisten.
Das brandsichere ­Zentrallager enthält mehr als 30.000 Kisten.
Das brandsichere ­Zentrallager enthält mehr als 30.000 Kisten. – (c) Beigestellt
Augen machen können auch Besucher: Für sie gibt es im Kern des Gebäudes eigene Flächen, die komplett von den Arbeitsräumen getrennt sind, sodass sie die Produktion zwar beobachten können, sich aber nicht jedes Mal Überschuhe und Uhrmacherkittel überziehen müssen. Durch diese Maßnahme kann die Atmosphäre in den Arbeitsbereichen konstant rein gehalten werden. Die Uhrenbestandteile werden in einem automatisierten Hochregallager aufbewahrt und gelangen wie von Geisterhand an die Arbeitsplätze, wo sie benötigt werden.Wer einen kurzen Spaziergang um das Gelände unternimmt, kann gegenwärtig östlich des Omega-Gebäudes eine Baustelle entdecken, die noch Größeres verspricht. Hier entsteht ein lang gestrecktes Gebäude, das ein wenig einer Schlange gleicht. Es stammt ebenfalls aus der Feder Shigeru Bans und soll im Herbst 2018 fertig sein. Der auch überwiegend aus Holz gezimmerte Bau, der eine Fläche von etwa 50.000 Quadratmetern bedeckt, wird der neue Hauptsitz von Swatch.

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