Uhren-Jubiläum für Frédérique Constant

Die Marke Frédérique Constant beschreibt Luxus als etwas, das auch bezahlbar sein soll. Seinen 30er feiert das Haus nun mit dem „Tourbillon Perpetual Calendar Manufaktur“.

Vision. Peter C. Stas und Aletta Stas-Bax gründeten Frédérique Constant mit der Mission: „Let more people enjoy luxury“.
Vision. Peter C. Stas und Aletta Stas-Bax gründeten Frédérique Constant mit der Mission: „Let more people enjoy luxury“.
Vision. Peter C. Stas und Aletta Stas-Bax gründeten Frédérique Constant mit der Mission: „Let more people enjoy luxury“. – (c) Beigestellt

Es ist nicht bekannt, ob die Firmengründer von Frédérique Constant dem Satz „Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist" gefolgt sind. Gewiss ist, dass für Peter C. Stas und Aletta Stas-Bax sowohl Idee als auch Zeit im Jahr 1988 gekommen waren. Genf war der Ort, an dem sich das Paar mit der Frage beschäftigte, warum es in jenen Tagen kaum noch wirklich erschwingliche Schweizer Uhren gab, die Präzision und handwerkliche Spitzenleistung in sich vereinten. Gefragt, getan. „Let more people enjoy luxury" hieß schon bald das Credo, nachdem die beiden ihre Manufaktur gründeten und positionierten. 30 Jahre später wird gefeiert, dass die zwei Holländer dem eingangs erwähnten Zitat von Victor Hugo folgten – sei es bewusst oder unbewusst.

Exklusiv. Auf 30 Exem­plare limitiert: Tourbillon mit ewigem Kalender in 18 Karat Roségold. Preis: 29.995 Euro.
Exklusiv. Auf 30 Exem­plare limitiert: Tourbillon mit ewigem Kalender in 18 Karat Roségold. Preis: 29.995 Euro.
Exklusiv. Auf 30 Exem­plare limitiert: Tourbillon mit ewigem Kalender in 18 Karat Roségold. Preis: 29.995 Euro. – (c) Beigestellt

Das Unternehmen hat es von einem Kleinstbetrieb – heute würde man es wohl Start-up nennen – zu einer fixen und namhaften Größe in der Uhrenbranche gebracht. 160.000 Armbanduhren werden mittlerweile gefertigt. Frédérique Constant mit Sitz im 10.000-Seelen-Ort Plan-les-Ouates bei Genf entwickelt, fertigt und montiert eigene Manufakturkaliber, von denen seit knapp 15 Jahren insgesamt 24 verschiedene Versionen entstanden sind.

Und zum 30er also das Meisterwerk: ein Tourbillon samt ewigem Kalender für weniger als 20.000 Euro. „So etwas hat es in der Geschichte der eidgenössischen Uhrmacherei noch nicht einmal ansatzweise gegeben", sagt etwa der Uhrenexperte Gisbert L. Brunner.

„Bezahlbarer Luxus" ist für Aletta und Peter Stas also auch 30 Jahre nach der Gründung Credo, Motto und oberstes Gebot. Angeboten wird das Jubiläumsmodell von Frédérique Constant – das Unternehmen wurde 2016 aufgrund fehlender interessierter Nachkommen an die japanische Citizen-Gruppe verkauft – in mehreren Ausführungen. Insgesamt sind drei Linien à jeweils 88 Exemplare in Edelstahl pur oder mit Roségold-Beschichtung zu haben. Ferner unterscheiden sich die Modelle durch geprägte oder durchbrochene Zifferblätter.

Jubiläum. Zum 30-jährigen Bestehen hat Frédérique Constant eine ­limitierte Edition aufgelegt, der das Attribut „Große Komplikation“ zusteht.
Jubiläum. Zum 30-jährigen Bestehen hat Frédérique Constant eine ­limitierte Edition aufgelegt, der das Attribut „Große Komplikation“ zusteht.
Jubiläum. Zum 30-jährigen Bestehen hat Frédérique Constant eine ­limitierte Edition aufgelegt, der das Attribut „Große Komplikation“ zusteht. – (c) Beigestellt

Korrektur im Jahr 2100. Als ganz besonderes Zuckerl hat Frédérique Constant 30 Exemplare einer exklusiven Edition mit massivem Roségold-Gehäuse im Talon, zu je 29.995 Euro. Angetrieben werden die Zeitmesser von dem neuen automatischen Manufakturwerk FC-975. Dieses greift auf eine Gangreserve von 38 Stunden zurück. Die Frequenz beträgt vier Hertz und die Unruh oszilliert mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Insgesamt 188 Komponenten zählt der Zeitmesser mit einem Durchmesser von 42 Millimeter. Zugabe? Der ewige Kalender muss selbst in Schaltjahren nicht korrigiert werden. Einzig am 1. März 2100 bedarf es einer Korrektur. Aber um diese exklusive Aufgabe darf sich dann einer der Nachfahren kümmern.

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