Bedeutung von Zeit: Vacheron Constantin würdigt Cory Richards

Extrembergsteiger und Fotograf Cory Richards ist ein echter Abenteurer. Und eines der ungewöhnlichsten Testimonials. Vacheron Constantin würdigt ihn mit einer speziellen Uhr.

Erinnerung: In der Schwungmasse ist der Mount Everest eingraviert. Als Vorlage diente ein Bild von Cory Richards.
Erinnerung: In der Schwungmasse ist der Mount Everest eingraviert. Als Vorlage diente ein Bild von Cory Richards.
Erinnerung: In der Schwungmasse ist der Mount Everest eingraviert. Als Vorlage diente ein Bild von Cory Richards. – (c) Beigestellt

Cory Richards ist ein ebenso außergewöhnliches wie spannendes Testimonial. Dabei nennt sich der Mann weder Filmstar noch Tennisprofi oder Starpianist. Es ist „nur" ein Selfie, das ihn weltberühmt und aufs Cover des „National Geographic Magazine" gebracht hat. Heute gilt das Foto als eines der beeindruckendsten Selbstporträts. Warum? Richards hatte im Frühjahr 2011, wenige Stunden bevor er auf den Auslöser der Kamera drückte, im Himalaya als erster US-Amerikaner in den Wintermonaten den Gipfel eines Achttausenders bestiegen, als sich beim Abstieg eine Lawine löste. Die völlig erschöpfte Seilschaft wurde dabei von den Schneemassen begraben. Alle drei Bergsteiger konnten sich aus der Lawine befreien, und Richards nahm unmittelbar danach ein Bild auf, das ihn als Menschen zeigt, der dem Tod gerade um ein Haar entronnen ist. Mit diesem einen Klick nahm das Leben des Schulabbrechers, der mit 14 zu Hause ausgezogen war und mit Drogenproblemen zu kämpfen hatte, eine andere Abbiegung.

Entwicklung.
Entwicklung.
Entwicklung. Richards’ Karriere als Fotograf hat in Salzburg gestartet. Heute gehört er zu den berühmtesten der Branche. – (c) Beigestellt

Der 38-Jährige gehört inzwischen zu den berühmtesten Fotografen der Branche, stets angetrieben von Leidenschaft, Kühnheit und dem Wunsch, bestehende Grenzen zu überschreiten. „Ich habe mir aber schon öfter einen ganz normalen Job gewünscht", gesteht Cory Richards beim Treffen mit dem „Schaufenster" bei der Frage nach einem Nine-to-five-Beruf. „Es geht um die Sorgen der eigenen Sterblichkeit. Und darüber hinaus vermisse ich so etwas wie Routine." Die ist Cory Richards fremd, denn zu seinem Alltag gehört das Abenteuer. Zwei Mal hat er den Mount Everest erfolgreich bestiegen. Er hat die Antarktis ebenso bereist wie das Okavangodelta oder den Kali Gandaki River. Die Gefahr, die kennt er. „Da ist eine Dualität in so einer Nahtoderfahrung, die ich fast nicht beschreiben kann. Man stellt sich vor, dass man in diesem Moment wunderschöne Sachen sieht. Aber in Wirklichkeit sieht man alles auf einmal, das ganze Leben. Das Gehirn ist plötzlich in diesem hyperschnellen Zustand." Die Formulierung vom „ganzen Leben in einem Moment" zeigt, welche Bedeutung Zeit im Dasein von Richards hat. „Jede Sekunde, die man beim Bergsteigen verliert, lässt dich schlussendlich an einer anderen Stelle des Bergs enden."

Einzelstück: Die Vacheron Constantin „Overseas Dual Time“ hat Cory Richards während seiner jüngsten Expedition getragen.
Einzelstück: Die Vacheron Constantin „Overseas Dual Time“ hat Cory Richards während seiner jüngsten Expedition getragen.
Einzelstück: Die Vacheron Constantin „Overseas Dual Time“ hat Cory Richards während seiner jüngsten Expedition getragen. – (c) Beigestellt

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch Corys Zugang zum Thema Uhren: „Ich trage eine Uhr, weil ich ein Stück Handwerk tragen möchte. Durch eine Uhr kann ich einen Teil einer Geschichte tragen, die größer ist als ich selbst. Eine Uhr ist für mich eine emotionale Sache." Bei seiner jüngsten Mount-Everest-Expedition im April hat Richards eine von Vacheron Constantin speziell für ihn entwickelte Uhr getragen. In der „Overseas Dual Time Prototyp" ist in der Schwungmasse ein Bild eingraviert, das einem seiner Everest-Fotos nachempfunden ist. „Es gab einen Moment, da nahm ich die Uhr ab und begann sie genauer anzusehen, sie richtig zu beachten. Ich meine, mein Name steht da drauf. Ich saß da, der Mount Everest unter mir – und auf meiner Uhr. Fast als würde man in einen Spiegel sehen, vor dir ein Spiegel und hinter dir ein Spiegel, und das Spiegelbild geht unendlich weiter."

Richards ist ein Mann, wie man ihm nicht täglich begegnet, einer, der einem wie ein offener Abenteuerroman gegenübersitzt. Ein Kapitel aus diesem Buch spielt sogar in Österreich, wo seine Karriere als Fotograf startete. „Ich studierte in Salzburg an einer kleinen Schule namens Salzburg College. Mein erstes Foto wurde in einem Jazzclub in Salzburg ausgestellt. Es war mein erstes Porträt. Österreich ist also wie das Herz, in dem meine Karriere begann", sagt der Mann, dessen Herz so nah dran war, ein allerletztes Mal zu schlagen.

Der Autor reiste auf Einladung von Vacheron Constantin.

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