Statistik zeigt: Männer handeln eher idiotisch

„Darwin Awards“ erhalten Menschen, die durch hohe Dummheit ums Leben kamen. Männer überwiegen stark.

(c) REUTERS (SHANNON STAPLETON)

Einen der „Darwin Awards“ möchte man lieber nicht erhalten, erstens ist er nicht dotiert, und zweitens könnte man ihn überhaupt nicht entgegennehmen: Er geht an Tote, und zwar an solche, die durch ein Ableben lange vor der Zeit der Menschheit einen großen Dienst erwiesen haben: „Ihre Aktion sichert das langfristige Überleben der Art dadurch, dass sie selektiv einem Idioten weniger das Überleben erlaubt.“ Gegründet wurde das Ganze 1983 von Usenet, einer Vorläuferin der heutigen Internetforen, heute ist es ein Privatunternehmen (www.darwinawards.com), das spricht aber nicht dagegen, seine Schätze statistisch auszuwerten, etwa nach dem Geschlecht.

Beim verfrühten Tod liegen die Männer vorn, das hat damit zu tun, dass sie in gefährlicheren Berufen arbeiten und sich in der Freizeit riskanter entspannen. Aber das erklärt nicht alles: Ein Preisträger etwa demonstrierte seinem Freund, dass man sich mit einem als Kugelschreiber getarnten Schussgerät („spy penn“) erschießen kann; ein anderer verschickte eine Briefbombe, mit Absender, aber unfrankiert, er bekam den Brief zurück und öffnete ihn. John Dudley, ein Arzt, hat nun gemeinsam mit zwei anderen Männern die bestätigten Fälle der Jahre 1995 bis 2005 ausgewertet, es waren 318. 282 dieser Preisträger waren Männer (British Medical Journal, 11. 12.): „Der Befund ist völlig konsistent mit der ,male idiot theory (MIT)‘ und unterstützt die Hypothese, dass Männer Idioten sind, und dass Idioten dumme Dinge tun.“ (jl)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.12.2014)

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