Karge Kost lässt bei Mäusen die Haare sprießen

Veränderungen in der Haut wirken offenbar gegen Wärmeverlust.

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Symbolbild: Eine Maus.
Symbolbild: Eine Maus. – (c) Reuteres

Dass unterkalorische Ernährung (in Maßen und bei Versorgung mit allen essenziellen Stoffen) bei Tieren aller möglichen Arten das Leben verlängert und die Gesundheit auf vielfältige Art fördert, ist seit Langem bekannt. Nun berichten Forscher um Alicia Kowaltowski (São Paulo) in Cell Reports (12. 9.): Mäuse, die ein halbes Jahr lang um 40 Prozent weniger Kalorien bekamen, als die übliche Laborkost enthält, hatten danach einen dichteren, dickeren und längeren Pelz als ihre Kollegen, die fressen konnten, wieviel sie wollten (und von denen naturgemäß etliche übergewichtig wurden).

In der Haut der unterkalorisch ernährten Mäuse fanden sich nicht nur mehr von den Stammzellen, aus denen sich Haarfollikel bilden, sondern auch dreimal so viele Blutgefäße. Und der Stoffwechsel in den Hautzellen stellte sich um. All das ist offenbar eine Reaktion auf die karge Kost und hilft dabei, die Energie effizienter zu verwenden: Durch den Zuwachs an Blutgefäßen kommt das warme Blut besser in die Haut, und der dickere Pelz wirkt als isolierende Schicht gegen den Wärmeverlust. (tk)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2017)

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