Ein Gewächshaus für das Leben im Weltraum

Ernährung. Gemüse anbauen, um Menschen auf dem Mond oder Mars zu versorgen? Ein internationales Forscherteam testet, wie das funktionieren kann. Bis die Menschheit im All angekommen ist, könnten Bewohner großer Städte profitieren.

Rosa Beleuchtung soll die Pflanzen im Gewächshaus Eden ISS besser wachsen lassen. Ihre Wurzeln hängen in der Luft und werden alle zehn Minuten mit Wasser und Nährstoffen besprüht.
Rosa Beleuchtung soll die Pflanzen im Gewächshaus Eden ISS besser wachsen lassen. Ihre Wurzeln hängen in der Luft und werden alle zehn Minuten mit Wasser und Nährstoffen besprüht.
Rosa Beleuchtung soll die Pflanzen im Gewächshaus Eden ISS besser wachsen lassen. Ihre Wurzeln hängen in der Luft und werden alle zehn Minuten mit Wasser und Nährstoffen besprüht. – (c) © Bruno Stubenrauch for Liquifer.com

Je ein Kilogramm Gurken und Tomaten, 600 Gramm Pfeffer, 300 Gramm Kräuter, je ein Viertelkilo Salat, Mangold, Rucola, Spinat, Radieschen und immerhin 100 Gramm Erdbeeren. Was nach der gesunden Einkaufsliste einer mehrköpfigen Familie klingt, ist die wöchentliche Bilanz eines ungewöhnlichen Gewächshauses. Die Pflanzen in Eden ISS leben in einem Container mit künstlichem Licht und ohne Erde. Er wird nun nach einer viermonatigen Testzeit im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Bremen am Montag in Richtung Antarktis verschifft. Denn dort herrschen ausreichend unwirtliche Bedingungen, um das Leben auf dem Mond oder Mars zu simulieren.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.09.2017)

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