Orchideen: Die Hoden der Pracht

Keine anderen Blütenpflanzen hatten Erfolg wie die Orchideen. Sie taten es mit vielen Tricks, manche leben von Luft, andere von Liebe.

Alle ergötzen das Auge, manche den Gaumen, und wieder andere verwirren die Sinne und locken Bestäuber mit Sexversprechen.
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Alle ergötzen das Auge, manche den Gaumen, und wieder andere verwirren die Sinne und locken Bestäuber mit Sexversprechen.
Alle ergötzen das Auge, manche den Gaumen, und wieder andere verwirren die Sinne und locken Bestäuber mit Sexversprechen. – (c) EPA (LEONARDO MUNOZ)

Mr. Winter-Wedderburn, ein Junggeselle mittleren Alters, führte Ende des 19. Jahrhunderts ein scheues Leben auf dem Land, unweit von London. Dort fuhr er manchmal hin, auf einen ganz besonderen Markt, den für Orchideen, die eine Manie ausgelöst hatten wie einst die Tulpen in den Niederlanden: Man schaffte sie aus entlegensten Dschungeln herbei. Für die Käufer begann dann ein Glücksspiel; gehandelt wurden nicht ganze Pflanzen, sondern ihre schrumpligen Knollen, denen man nicht ansah, was in ihnen schlummerte oder auch lauerte.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.11.2017)

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