Die späten Opfer von Waldbränden

Manche Bäume überstehen ein Feuer und sterben Jahre später plötzlich. Innsbrucker Forscher untersuchen das Phänomen. Ihr Befund: Das empfindliche System, das sie mit Wasser versorgt, dürfte gestört sein.

TIROL: WALDBRAND IN ABSAM
TIROL: WALDBRAND IN ABSAM
Feuer am Berg: Nahe der Tiroler Gemeinde Absam brannten 2014 rund 126 Hektar Rasen- und Waldfläche. – (c) APA/Zeitungsfoto.at/Daniel Liebl

Das Thema klang zunächst exotisch, das reizte ihn. Italienische Wissenschaftler baten Stefan Mayr, als Botaniker auf den Wasserhaushalt von Pflanzen und Bäumen spezialisiert, vor rund vier Jahren, Messungen durchzuführen. „Sie wollten wissen, was kontrolliert gelegte Bodenbrände in Nationalparks bewirken“, erzählt er. In Nordamerika simuliere man so den Zyklus der Natur, um Mammutbäume zu schützen: „In manchen Ökosystemen ist es normal, dass es hin und wieder brennt“, sagt Mayr. Denn wenn sich zu viel Streu auf dem Boden sammelt, erreichen die Sämlinge den Boden nicht mehr. Entzündet sich eine zu dichte Streuschicht, ist das Risiko für gefährliche Kronenbrände größer.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.08.2018)

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