Der Fossilhai hat Zähne wie ein Weißer Hai

Forscher wiesen einzigartige Zahnstruktur nach.

Das Kiefer eines Fossilhais. Daneben: Zähne seiner vor fünf bis 20 Mio. Jahren lebenden Vorfahren.
Das Kiefer eines Fossilhais. Daneben: Zähne seiner vor fünf bis 20 Mio. Jahren lebenden Vorfahren.
Das Kiefer eines Fossilhais. Daneben: Zähne seiner vor fünf bis 20 Mio. Jahren lebenden Vorfahren. – (c) Patrick L. Jambura

Mehr als 500 Haiarten sind bekannt. Sie unterscheiden sich in Erscheinungsform und Lebensweise und – ihren Zähnen: Manche haben breite Zähne zum Schneiden, andere sehr flache Zähne zum Knacken harter Beute wie Muscheln und andere wiederum sehr schmale spitze Zähne, die die Beute durchbohren und dadurch am Entkommen hindern. Bisher unterschieden Wissenschaftler aber nur zwei verschiedene Typen, wie die Zahnstruktur aufgebaut ist. Forscher der Uni Wien haben nun beim Fossilhai (Hemipristis elongata) einen dritten, bisher unbekannten Typen entdeckt. Ihre Erkenntnisse stellten sie im Fachjournal „Plos One“ vor.

Bisher bekannt war erstens ein Histotyp, bei dem die Zahnkrone aus dem sehr kompakten Orthodentin besteht. Es umgibt (ähnlich wie beim Menschen) die Zahnhöhle, Grundhaie haben eine solche Zahnstruktur. Zweitens besitzen etwa Makrelenhaie wie der Weiße Hai Zähne aus dem knochenähnlichen Osteodentin.

 

CT-Aufnahmen als Beweis

Der an den Küsten des Indischen Ozeans und Indopazifiks lebende Fossilhai bildet aber eine Ausnahme: Er gehört zu den Grundhaien, seine Zahnhöhle ist jedoch – wie die der Makrelenhaie – mit knochenähnlichem Osteodentin gefüllt. Diesen dritten Histotypen belegten die Wiener Forscher nun mittels hoch auflösender CT-Aufnahmen. (APA/gral)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.08.2018)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Der Fossilhai hat Zähne wie ein Weißer Hai

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.