Tätowierungen als Kuriosum, Körperkunst und Konsumprodukt

Weltweit erleben Tattoos heute ein popkulturelles Revival. Der Hautforscher Igor Eberhard untersucht, wie ein einzelner Sammler im 20. Jahrhundert die hartnäckigen Vorurteile gegenüber tätowierten Menschen festigte.

Tätowierte Frauen wie die Schaustellerin Nandl Koritzky hatten es Walther Schönfeld besonders angetan.
Tätowierte Frauen wie die Schaustellerin Nandl Koritzky hatten es Walther Schönfeld besonders angetan.
Tätowierte Frauen wie die Schaustellerin Nandl Koritzky hatten es Walther Schönfeld besonders angetan. – Sammlung Schönfeld Heidelberg/Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Uni Heidelberg

Der deutsche Dermatologe Walther Schönfeld war von Tätowierungen fasziniert. Jahrzehntelang sammelte er allerlei Materialien, die damit in Zusammenhang standen: Werbebroschüren, Fotos, Zeitschriften, Skizzenbücher von Tätowierern, Farben und Maschinen – ja, sogar einzelne Hautstücke. Der Arzt fertigte auch selbst Fotografien von tätowierten Patienten und Patientinnen an. So entstand eine der bedeutendsten Sammlungen zum Thema Tätowierungen im deutschsprachigen Raum.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2018)

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