Mustertrennung in unserem Hirn

Neuronen verhindern Chaos beim Erinnern.

Das Gedächtnis kann täuschen – vor allem, wenn sich erlebte Ereignisse ähneln. Damit das nicht zu häufig geschieht, hat sich im Hirn ein eigenes Areal zur Mustertrennung entwickelt, der sogenannte Gyrus dentatus. Hier verhindern spezielle neuronale Schaltkreise, dass sich ähnliche Erinnerungen überschneiden, wie Forschende des Institute for Science and Technology Austria bei Mäusen herausgefunden haben. Wurden einzelne Nervenzellen dieser Region stimuliert, kam es zu einer gezielten Hemmung benachbarter Neuronen, die auf diese Weise in anderen Hirnarealen nicht vorkommt. So können Erlebnisse sauber voneinander getrennt und Verwechslungen vermieden werden, schließt das Forschungsteam aus seinen Daten. Die vorsortierten Erinnerungen werden dann einzeln in einem anderen Hirnbereich abgespeichert. (APA/däu)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2018)

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