Globalisierungsforschung: Herrschaftlich geht die Welt zugrunde

Die Ausbeutung der Natur ist eng verknüpft mit konkreten gesellschaftlichen Beziehungen, so der Politologe Ulrich Brand. Ökologische Fragen können deshalb nicht ohne ihre sozialen Bedingungen gelöst werden.

Wenige begehren gegen unsere imperiale Lebensweise auf (im Bild Demonstranten anlässlich des Abgasskandals in Berlin). „Es wird uns leicht gemacht, Zusammenhänge zu ignorieren“, sagt Ulrich Brand. „Die Politik nützt diese Ignoranz aus.“
Wenige begehren gegen unsere imperiale Lebensweise auf (im Bild Demonstranten anlässlich des Abgasskandals in Berlin). „Es wird uns leicht gemacht, Zusammenhänge zu ignorieren“, sagt Ulrich Brand. „Die Politik nützt diese Ignoranz aus.“
Wenige begehren gegen unsere imperiale Lebensweise auf (im Bild Demonstranten anlässlich des Abgasskandals in Berlin). „Es wird uns leicht gemacht, Zusammenhänge zu ignorieren“, sagt Ulrich Brand. „Die Politik nützt diese Ignoranz aus.“ – (c) REUTERS (Hannibal Hanschke)

Bedeutet es wirklich Freiheit, einen SUV zu fahren und das neueste Smartphone zu besitzen? Oder Garnelen zu essen und rund um die Welt zu fliegen? Mit den Werten dahinter beschäftigt sich Ulrich Brand vom Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien. Imperial nennt er eine Lebensweise, die sich durch Konsum von Statussymbolen auszeichnet. Herrschaftlich also. Der Grundgedanke hinter diesem Konzept sei die Ausbeutung von Mensch und Natur: „Im Globalisierungsprozess wird mehr und systematischer denn je zuvor auf die Ressourcen der Welt und die billige Arbeitskraft zurückgegriffen.“ An den Beispielen Mobilität, Kommunikation und Ernährung wird schnell ersichtlich, dass der Globale Norden exzessiv auf Kosten der Südländer lebt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2018)

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