Was die Zahl der Kaiserschnitte beeinflusst

In Österreich kommt jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt, medizinisch wäre das oft nicht nötig. Warum wird diese Geburtstechnik immer häufiger? Und was hat das mit Evolution und Umwelt zu tun?

In Österreich kommt jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt, medizinisch wäre das oft nicht nötig.
In Österreich kommt jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt, medizinisch wäre das oft nicht nötig.
In Österreich kommt jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt, medizinisch wäre das oft nicht nötig. – (c) imago/Westend61 (imago stock&people)

Gaius Julius Caesar hatte seinen Cognomen daher, dass er aus dem Mutterleib geschnitten („caesus“) worden war, behauptete Plinius. Später wurde aus dem Cäsar der Kaiser – und der Kaiserschnitt. Das Wort ist streng genommen ein Pleonasmus, die medizinische Technik wird immer häufiger: Heute kommen weltweit fast 32 Prozent der Kinder durch Kaiserschnitt auf die Welt; dabei sei dies nur bei zehn bis 15 Prozent aus medizinischen Gründen notwendig, kritisierte die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Auch Philipp Mitteröcker vom Institut für theoretische Biologie der Universität Wien sieht diesen Trend kritisch; er glaubt aber, dass es nicht nur ein Lifestyle-Phänomen ist.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.02.2019)

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