Die Wiesen der Meere

An vielen Küsten ist der Boden mit Seegras überzogen. Das bietet Heimstatt für hohe Biodiversität – und für versunkene Schätze.

Das Gras archiviert, was in die Meere geraten ist, und es bewahrt Archäologisches vor Verfall.
Das Gras archiviert, was in die Meere geraten ist, und es bewahrt Archäologisches vor Verfall.
Das Gras archiviert, was in die Meere geraten ist, und es bewahrt Archäologisches vor Verfall. – Getty Images

Lang ist es nicht her, dass das traditionelle Fotografieren vom digitalen abgelöst wurde, weithin wenigstens. Aber wann war das genau? Na ja, man kann es nachlesen, es ist in vielen Datenträgern archiviert, und selbst wenn die alle zerfallen sind, wird man es immer noch nachlesen können, in Wurzeln von Neptungras, Posidonia oceanica, einem Seegras im Mittelmeer bzw. im Sediment, das es gebunden hat. Gespeichert ist dort neben vielem anderen das Ende der Fotografie, deren Bilder mit Silbersalzen – erst Jodid, dann Bromid – auf Papier fixiert wurden: Reste gelangten ins Meer und wurden von den Pflanzen aufgenommen, deren Ahnen vor mindestens 120 Millionen Jahren – aus dieser Zeit stammt der früheste Fund – vom Land ins Wasser wanderten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2019)

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